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Razzia im Daimler-Chrysler-Werk Bremen

Foto: Daimler-Chrysler

Update ++ Die Staatsanwaltschaft Bremen hat am Dienstag (13.6.) eine Razzia im Daimler-Werk der Hansestadt durchgeführt. Nun wird gegen sieben Mitarbeiter des Werks ermittelt.

14.06.2006

Mitarbeiter seien offenbar in den Verdacht geraten, das Unternehmen geschädigt zu haben. Dabei gehe es um Bestechlichkeit und Untreue, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, am Mittwoch.

Die Mitarbeiter sollen von Baufirmen Leistungen an ihren Privathäusern erhalten und die Rechnungen dafür über Daimler-Chrysler abgerechnet haben. Ermittelt werde zudem gegen vier Mitarbeiter der betroffenen Baufirmen, sagte Passade. Die Baufirmen standen nach seinen Angaben in Geschäftsbeziehungen zum Bremer Mercedes-Werk.

Privatleistungen über Firma abgerechnet

Nach den Tatvorwürfen seien Privatleistungen dann Daimler-Chrysler in Rechnung gestellt und von den Daimler-Mitarbeitern "als richtig abgezeichnet" und entsprechend bezahlt worden. Eine Schadenssumme konnte Passade noch nicht nennen. Wegen solcher Delikte sind in der Vergangenheit bereits hochrangige Manager des Deutschlandsvertriebs von Daimler-Chrysler entlassen worden.

Am Dienstag waren die Arbeitsplätze und Privathäuser aller Beschuldigten durchsucht worden. Insgesamt gab es 15 Durchsuchungsbeschlüsse. Ergebnisse liegen noch nicht vor. "Wir müssen erst die Unterlagen sichten", sagte Passade.

Mercedes: "Wir unterstützen die Untersuchung"

"Wir unterstützen die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft", sagte die Bremer Firmensprecherin Kerstin Meckler. Zum laufenden Verfahren wollte sie aber keine Stellungnahme abgeben. In Bremen werden die C-Klasse und der CLK sowie die Roadster SLK und SL von Mercedes-Benz hergestellt. Das Autowerk ist mit rund 14.800 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Stadt.

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