Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Rechts-Irrtümer

Das darf der doch gar nicht

Verkehrsirrtümer Lichthupe Reißverschlussverfahren und Co. Foto: dpa 27 Bilder

Der Hintermann lässt die Lichthupe sprechen, der Vordermann schleicht mit 60 km/h über die Autobahn und an der Baustelle blockiert Sie der Nebenmann beim Reißverschlussverfahren. Was ist erlaubt, was verboten? Wir räumen mit den populärsten Irrtümern im Straßenverkehr auf.

09.12.2009

Der Deutsche pocht gerne auf sein Recht. Das gilt auch und im Besonderen im Straßenverkehr.

Mindestgeschwindigkeit, Lichthupe und Co. - Wir räumen auf mit den größten Irrtümern

Regelkonformes Verhalten ist wichtig, gerade im Straßenverkehr. Und insbesondere in Sachen Verkehrsrecht kennen sich deutsche Autofahrer vermeintlich gut aus. Manch einer sieht sich daher auch schon mal dazu genötigt, einen Delinquenten zu belehren. Freie Fahrt für freie Bürger, klar. Aber bitte nur im Rahmen der Regeln.

Doch nicht wenige Autofahrer lassen sich dabei von populären Irrtümern fehlleiten. Wenn der Hintermann sein dringliches Überhol-Bedürfnis beispielsweise durch Betätigen der Lichthupe kundtut, schnellen bei vielen Autofahrern Puls und Blutdruck in ungesunde Höhen. Viele halten ein solches Verhalten für Nötigung. Dabei ist es völlig legal, die Lichthupe außerhalb geschlossener Ortschaften zu betätigen - vorausgesetzt, man feuert nicht unentwegt Lichtsalven in Richtung des Vordermanns und fährt nicht zu dicht auf.

Markus Prehn, Fachanwalt für Verkehrsrecht und Partneranwalt der Roland Rechtsschutz-Versicherung, räumt für auto-motor-und-sport.de mit den populärsten Irrtümern in Sachen Verkehrsrecht auf. In unserer ausführlichen Fotoshow können Sie selbst testen, ob Sie vielleicht auch dem ein oder anderen Irrtum aufgesessen sind.

Falschparker riskieren ihren Führerschein

Doch nicht nur im fließenden Verkehr gibt es zahlreiche Regeln, von deren Existenz viele Autofahrer nichts wissen. Wer beispielsweise Falschparken für ein Kavaliersdelikt hält, sollte jetzt hellhörig werden. Denn häufen sich die Knöllchen aufgrund dieses Deliktes über das Jahr verteilt auf 20 bis 30 an, kann die Führerscheinstelle eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) veranlassen. Fällt diese dann auch noch negativ aus, wird dem Falschparker kurzerhand der Führerschein entzogen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Falschparken hat Erich von Schassen, Partneranwalt der Roland Rechtsschutzversicherung beantwortet. Diese finden Sie in unserer Tabelle.

Welches Bußgeld Ihnen bei welchem Verstoß droht, verrät Ihnen übrigens der Bußgeldkatalog von auto-motor-und-sport.de.

FrageAntwort
Kann für häufiges Falschparken der Führerschein entzogen werden?Problematisch wird es ab 20 bis 30 Parkverstößen pro Jahr. Dann kann die Führerscheinstelle eine MPU anordnen, da die Vermutung nahe liegt, dass der Autofahrer die Regeln nicht nur im ruhenden Verkehr missachtet, sondern sich auch im fließenden Verkehr nicht an Recht und Gesetz halten könnte. Fällt die MPU negativ aus, wird der Führerschein entzogen.
Wann verjähren Strafzettel?Für Ordnungswidrigkeiten gilt eine Verjährungsfrist von drei Monaten. Danach erlassene Bußgeldbescheide müssen nicht bezahlt werden. Wichtig: Es muss unbedingt Einspruch eingelegt werden. Die Einspruchsfrist für Bescheide, die innerhalb dieser Frist erlassen wurden, beträgt zwei Wochen. Die Behörde muss den Verstoß beweisen.
Schützt ein Hinweiszettel vor dem Abschleppen?Wenn Sie falsch parken und einen Zettel mit der Aufschrift "Komme gleich wieder, im Notfall bitte folgende Nummer anrufen" im Fahrzeug deponieren, reicht dies nicht aus. Er lässt vielmehr den Schluss auf ein häufigeres, routinemäßiges Falschparken zu, was zum Abschleppen des Fahrzeugs führt. Erich von Schassen: "Es muss für den Beamten erkennbar sein, dass sich der Fahrer in der Nähe aufhält und den Wagen umgehend wegfahren kann." Nur dann besteht eine Chance, dem Abschlepper zu entgehen.
Wann darf ein Autofahrer andere Autos abschleppen lassen?Wenn ein anderes Fahrzeug so geparkt ist, dass Sie mit Ihrem Auto den Parkplatz nicht verlassen können, können Sie das Fahrzeug abschleppen lassen. Vorab sollte jedoch unbedingt die Polizei verständigt werden, die dann den Abschleppauftrag erteilt.
Droht Falschparkern bei einem Unfall Mitschuld?Kommt es zu einem Unfall, weil ein verbotswidrig abgestelltes Fahrzeug anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht nimmt, trägt der Falschparker eine Mitschuld. Es droht eine Geldbuße zwischen zehn und 40 Euro, die weitaus größer ausfällt, wenn Personen zu Schaden kommen.
Temporäres Parkverbot – wie oft muss nach dem Auto gesehen werden?Temporäre Parkverbotsschilder müssen vier Tage vor dem Inkrafttreten aufgestellt werden. Wer sein Auto länger unbeobachtet lässt, muss somit die Abschleppkosten tragen, wenn zwischenzeitlich ein temporäres Parkverbot eingerichtet wurde.
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige