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Recycling

Autoteile aus Altreifen

Die TU Chemnitz hat ein Verfahren entwickelt, bei dem aus Altreifen hochwertiger Kunststoff zur Autoteile-Produktion gewonnen werden kann.

25.09.2001

Bislang stapelten sich abgefahrene Reifen auf großen Halden, wurden beim Straßenbau als Füllmaterial verwendet oder wanderten als Brennstoff in die Zementproduktion. Eine sinnvolle stoffliche Verwertung in großem Rahmen war nicht möglich. Das könnte sich nun ändern, denn den Technikern der TU Chemnitz ist es gelungen aus einer Kombination von Reifenmehl und dem günstigen Massenkunststoff Polypropylen ein besonders schlag- und stoßfestes sowie ebenfalls verformbares Material zu entwickeln.

Der neue Kunststoff ist 60 Prozent billiger

Der neue Kunststoff fällt in die Kategorie der Thermoplastischen Elastomere (TPE) und ist gegenüber handelsüblichen TPE rund 60 Prozent billiger. Ein weiterer Vorteil des neuen Materials ist, dass es beliebig oft geschmolzen und umgeformt werden kann. Außerdem besitze der neue Kunststoff eine hohe Zugfestigkeit und gutes Dehnungsverhalten.

Aus dem Elaplaste genannten Material lassen sich beispielsweise Radkästen, Lüftergehäuse oder Kabelkanäle herstellen. Ein sächsischer Firmenverbund will gemeinsam mit der TU Chemnitz das umweltfreundliche Recyclingverfahren kurzfristig zur Serienreife entwickeln.

Serienfertigung ab 2002 möglich

Erste Musterteile sollen bereits auf der Münchener Fachmesse Materialica Anfang Oktober gezeigt werden. Mit einer Serienfertigung wird ab 2002 gerechnet. Rund 30 Firmen aus dem asiatischen Raum haben bereits Interesse an der neuen Technik bekundet.

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