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Red Bull feuert Entwicklungschef

Foto: Red Bull 7 Bilder

Hektik bei Red Bull Racing: Das Team hat sich von Entwicklungschef Anton Stipinovich getrennt. Die Fahrer klagen über schlechte Sitzposition und Adrian Newey baut die Aerodynamik des RB3 komplett um.

22.02.2007 Powered by

Anton Stipinovich war bei Red Bull für den Bereich Elektronik und Kontrollsysteme zuständig. Am Montag (19.2.) erfuhr der von Ferrari zu Red Bull gestoßene Südafrikaner, dass sein Zweijahres-Vertrag nicht verlängert wird. Den Posten als Forschungs- und Entwicklungschef übernimmt nun der Brite Andy Green.

Dass die Freisetzung von Stipinovich mit den alarmierenden Testresultaten des Red Bull RB3 zusammenhängt, bestreitet Teamchef Christian Horner."Wir haben uns entschieden, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung umzustrukturieren, also fanden wir eine einvernehmliche Lösung," sagt Horner gegenüber "motorsport-total.com".

Christian Horner: "Struktur verändern"

Für die holprige Anfangsphase des neuen Autos sieht Horner
andere Gründe: "In den vergangenen 18 Monaten sind viele neue Leute zu uns gestoßen. Diese Möglichkeit eines auslaufenden Vertrags haben wir eben genutzt, um die Zusammenarbeit zu beenden und die Struktur zu verbessern. Das Auto ist komplett neu, neuer Motor, neue Elektronik. Wir haben mit einem weißen Blatt Papier begonnen, da gibt es natürlich unweigerlich Anfangsschwierigkeiten", sagt Horner.

"Uns fehlen die Strukturen der Top-Teams", bemängelt Fahrer David Coulthard. Starkonstrukteur Adrian Newey nimmt der Schotte in Schutz: "Adrian kann nicht alles allein machen." Auf der Suche nach der Ursache für den latenten Abtriebsmangel des neuen Autos fahndet Newey nun im Windkanal von Bedford, ob der Windtunnel irreführende Ergebnisse lieferte.

Unbequeme Sitzposition

Doch es krankt nicht nur an der Aerodynamik. Das Getriebe ist so schmal gebaut, dass regelmäßig die filigranen Innereien zu Bruch gehen. Zudem ist das Cockpit so schmal geraten, dess besonders der hochaufgeschossene Mark Webber keine bequeme Sitzposition findet.

Trotz Showrunden mit wenig Benzin und Tagesbestzeit in Barcelona ist die Stimmung angespannt. Teamchef Horner versucht, Optimismus zu verbreiten. Er verweist darauf, dass Coulthard in Spanien zuletzt 115 Runden ohne Defekte drehte.

Radikalumbau der Aerodynamik

Tatsächlich geht gerade ein Radikalumbau der Aerodynamik vonstatten. Eigentlich sollten modifizierte Flügel vorn und hinten in der kommenden Woche in Bahrain debütieren, doch nun ist auch ein neuer Unterboden geplant, und die neuen Teile werden nicht rechtzeitig fertig. Red Bull wird daher eine Woche vor dem Abflug nach Melbourne noch einen zweitägigen Test in Magny Cours abhalten.

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