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Reifenhersteller Michelin Bilanz 2009

Autokrise bringt Michelin Gewinn-Einbruch

Michelin Logo Foto: Michelin 20 Bilder

Der von der Autokrise schwer gebeutelte französische Reifenhersteller Michelin hat auch im vergangenen Jahr schwere Einbrüche hinnehmen müssen. Mit 104 Millionen Euro sank der Jahresgewinn drastisch.

12.02.2010

Der Jahresgewinn sank um 70,9 Prozent im Verhältnis zum Vorjahr, teilte das Unternehmen am Freitag (12.2.) in Clermont-Ferrand mit.


Trotz Einbußen solides Finanzergebnis

Der Umsatz schrumpfte um 9,8 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Der Reifenmarkt für die Erstausstattung brach 2009 in Europa um ein Fünftel und in Nordamerika sogar um ein Drittel ein. China überholte dabei die USA als größter Markt. Weltweit ergab sich trotz eines Wachstums in Asien ein Rückgang um 11,9 Prozent. Noch härter war die Entwicklung am Markt für Reifen für schwere Nutzfahrzeuge. Hier ging die Nachfrage in Europa um fast 64 Prozent und weltweit um rund 40 Prozent zurück. Michelin reagierte unter anderem mit dem Abbau von 8.800 Stellen. Die Zahl der Mitarbeiter sank auf 109.200 und soll weiter zurückgefahren werden.    

Angesichts der heftigen Branchenkrise überraschte der französische Hersteller mit einem recht soliden Finanzergebnis. Nach einem Kapitalabfluss im Vorjahr flossen 2009 wieder netto 1,39 Milliarden Euro in die Kasse. Die Verschuldung sank von 4,27 auf 3,05 Milliarden Euro und das vergleichbare operative Ergebnis blieb mit 450 (nach 843) Millionen Euro beträchtlich. Die Pariser Analysten von Chevreux behielten den Branchenprimus deswegen auf ihrer Auswahlliste. Michelin will eine Dividende von einem Euro je Aktie in bar oder in Aktien zahlen    

Michelin-Chef mahnt zu Vorsicht

Für die Zukunft rät Michelin zu "großer Vorsicht", obwohl die Reifenlager der Kunden leer sind. Die Entwicklung der Nachfrage sei schwer vorherzusehen, erklärte Rollier. Wachstumschancen sieht Michelin in Brasilien, Indien und China, wo die Kapazitäten für Pkw-Reifen verdoppelt und für Lkw-Reifen um 40 Prozent erhöht werden sollen. Sorgen bereite die Entwicklung der Kautschukpreise. "Wir müssen wie schon 2009 unsere Bemühungen um Innovation verfolgen und die Kosten weiter kontrollieren", sagte Rollier. Der Markt sah die Möglichkeiten skeptisch. Bis zum Mittag sank die Michelin-Aktie in Paris um 3,10 Prozent auf 50,40 Euro.

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