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Reifenhersteller Michelin in der Krise

Michelin im ersten Halbjahr mit Verlust

Foto: Michelin 20 Bilder

Der von der Autokrise schwer gebeutelte französische Reifenhersteller Michelin hat im ersten Halbjahr 2009 einen Verlust von 122 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent auf 7,13 Milliarden Euro.

31.07.2009

Grund sei die weltweit deutlich eingebrochene Nachfrage, wie das Unternehmen am Freitag (31.7.) in Clermont-Ferrand mitteilte. Die einzige Ausnahme machte der Markt in China.    

Absatzvolumen bricht um 23 Prozent ein

Insgesamt ging das Absatzvolumen um 23 Prozent zurück. Vor allem betroffen waren das Erstausrüstungsgeschäft und der Bereich Lkw-Reifen. Die Lagerbestände hätten mittlerweile wieder ein normales Niveau erreicht, erklärte Geschäftsführer Michel Rollier. Von einer Belebung des Geschäfts könne aber noch nicht gesprochen werden. Michelin war bereits Ende 2008 in die roten Zahlen gerutscht. Experten hatten allerdings mit einem deutlich höheren Minus im ersten Halbjahr gerechnet. Die Aktie legte am Vormittag um bis zu acht Prozent zu.

Keine Entlassungen, aber Jobabbau 

Mitte Juni hatte Michelin angekündigt, wie sein deutscher Konkurrent Continental massiv Stellen abzubauen. An drei Standorten in Frankreich sollen 1.093 Arbeitsplätze wegfallen. Die Produktionsstätte Seclin bei Lille in Nordfrankreich wird komplett geschlossen. Entlassungen soll es jedoch nicht geben. Michelin leidet wie Conti stark unter der Krise der Autobranche. Bereits im Vorjahr hatte sich der Jahresüberschuss auf 357 Millionen Euro halbiert. Das Unternehmen beschäftigt derzeit nach eigenen Angaben mehr als 117.500 Menschen weltweit, allein 11.800 arbeiten am Hauptsitz in Clermont-Ferrand. In Deutschland gibt es Michelin-Werke in Karlsruhe, Homburg, Bad Kreuznach, Hallstadt und Trier.    

Mit dem niedriger als erwartet ausgefallenen Verlust von Michelin mehren sich die Hoffnungsschimmer für die Branchen. Bereits am Donnerstag hatte der US-Reifenhersteller Goodyear die Experten trotz roter Zahlen positiv überrascht.

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