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Reifenkennzeichnung

EU-Richtlinie soll den Kauf vereinfachen

Foto: Foto: Wolfgang Wilhelm, Daniel Reinhard, dpa 19 Bilder

Schwarz, rund und in allen Preisklassen bauen sie sich im Handel vor dem Kun­den auf: Reifen. Für das Gros der Käufer bedeutet der Er­werb eines neuen Satzes eine wahre Qual.

18.10.2009 René Olma

Denn während die Entscheidung zwischen Som­mer-, Winter- und Ganzjahres­reifen sowie der Griff zur rich­tigen Größe auch für den Laien vergleichsweise simpel ist, sorgt die Frage nach den Fahreigenschaften oft für gehöriges Kopfzerbrechen.
 

Bei jedem Reifen muss der Käufer einen Kompromiss eingehen

Vollmundige Werbeversprechen helfen nur bedingt weiter, ebenso ist der hohe Preis nicht immer ein Ga­rant für Qualität. Denn jeder Reifen stellt einen Kompromiss dar: Viel Grip erkauft man sich durch höheren Verschleiß, und spritsparende Reifen sind zwar meist auch haltbar, aber eben in Sachen Bremsleistung im Nachteil. Eine EU-Richtlinie soll die Kaufentscheidung spätestens ab 2012 erleichtern. Das Prin­zip der Verordnung orientiert sich an der Kennzeichnung für Haushaltsgeräte: Auf einer Skala von A bis G klärt ein Auf­kleber den Kunden über die Eigenschaften des Pneus in Sachen Kraftstoffverbrauch sowie Nasshaftung auf. Au­ßerdem soll die Lärmentwick­lung angegeben werden. Damit bekommt der Käufer eine Entscheidungshilfe an die Hand, wie sie bereits bei ande­ren Produkten üblich und hilf­reich ist.

Die richtige Kennzeichnung muss scharf kontrolliert werden

Ähnliche Wertungs­systeme haben etwa dem Verkauf von energieeffizienten Kühlschränken und Waschma­schinen auf die Sprünge ge­holfen. Allerdings zeigen die Erfahrungen auch, dass scharfe Kontrollen die richtige Kennzeichnung überprüfen müssen. So ergaben Stichproben bei Elektrogeräten, dass in man­chen Geschäften mehr als 50 Prozent der Ware falsch ge­kennzeichnet waren. Denn ein Manko dieser Regelung ist, dass sie von den Herstellern selbst angebracht wird. Ohne entsprechende Strafen bei Fehletikettierung, so die Be­fürchtung der großen Reifenhersteller, könnte manch ein Billiganbieter auf die Idee kom­men, zu schummeln. Dies ist auch heute keineswegs selten, wie Reifentests immer wieder beweisen.

Ab 2011 sollen Umweltpneus Pflicht sein

Immerhin zeigt sich die Bran­che erleichtert darüber, dass die Europäische Union nicht al­lein auf die Kennzeichnung der Spritspareigenschaften Wert legt. Solch eine einseitige Sichtweise hätte möglicher­weise dazu geführt, dass eini­ge Anbieter zugunsten einer positiven Wertung in diesem Bereich starke Abstriche bei der Sicherheit in Kauf genom­men hätten. Der Einschluss der Nasshaftung wirkt dem nun entgegen. Die starke Verbreitung von Spritsparreifen wird von der EU im Zuge der CO2-Reduzie­rungspläne forciert. So sollen beispielsweise bereits 2011 Umweltpneus auf Neuwagen Pflicht sein.

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