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Reise Costa Rica mit dem Jeep Wrangler

Mit dem Jeep zwischen Karibik und Pazifik

Foto: Gerald Prenzl 11 Bilder

Costa Rica ist ein Land der Abwechslung und der Überraschungen. Der Allesüberwinder Jeep Wrangler Rubicon ist der richtige Begleiter durch die wild-romantischen Landstriche der lateinamerikanischen Schweiz. Auf abenteuerlichen Pisten vom Pazifischen Ozean bis zur Karibik.

18.03.2011 Gerhard Penzl

Der Auftakt ist kein Hochgenuss. Statt grandioser Natur und Abenteuern begleiten uns triste Betonbauten und schrille Werbeplakate auf der Fahrt nach San José. Dort folgt die nächste Ernüchterung. Außer einem Brei aus Blech und zahllosen Einbahnstraßen bietet die costaricanische Hauptstadt am Fuß des Vulkans Poás wenig Sehenswertes.

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Reportage: Reise Costa Rica Jeep Wrangler Rubicon
auto motor und sport 04/2010
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Von der Hauptstadt aus geht es Richtung Westen

Also gleich weiter mit dem Jeep Wrangler Rubicon und immer Richtung Westen. Nach zwei Stunden Fahrt durch Regenwald und sanfte Täler ist Santiago de Puriscal erreicht. Das beschauliche Städtchen an den Ausläufern der Cerros de Escazú rühmt sich seiner guten Zigarren und lädt dazu ein, eine Manufaktur zu besuchen. Einen Steinwurf von den Ruinen der alten Kirche rollen 40 Ticos - so nennen sich die Costa- Ricaner gerne selbst - die daumendicken Tabakwaren. "Wir produzieren pro Tag rund 5.000 Stück", erzählt der Besitzer Señor Guzman voller Stolz, zündet sich eine Puro an und kringelt genussvoll ein paar Rauchwölkchen an die Decke seines Kleinbetriebs.

Auf den unbefestigten Schotterpisten stößt der Jeep in sein wahres Element vor

Die Landschaft entlang der Nationalstraße 137 präsentiert sich unspektakulär, dümpelt in grünen Wellen dem Pazifik entgegen. Mit dem Übergang des Teerbands in unbefestigte Schotterpisten stößt der Jeep in sein wahres Element vor, pflügt sich durch Schlammpfützen und Matschkuhlen. Da freut sich das Kind im Manne - bis die Brücke über den Río Grande de Tárcoles erreicht ist. Die wenig Vertrauen einflößende Konstruktion mit Bretterbohlen glatt wie Schmierseife lässt Zweifel am sicheren Vorankommen aufkeimen. Den Lkw-Fahrer am anderen Ufer ficht das nicht an - forsch brettert er mit seinem 20-Tonner über den Steg, der unter der Last schwankt wie eine Horde Trunkenbolde.

Am liebsten mögen die Krokodile Hamburger

Rund 100 Kilometer weiter am Pazifik ist der Río Grande erneut für eine Anekdote gut. Am Geländer der stabilen Betonbrücke stehen ein paar Dutzend Schaulustige, von denen einer im hohen Bogen Essensreste über die Brüstung wirft. Unten stürzt sich eine Horde Krokodile auf die Happen. Die scheinen dies gewohnt zu sein. "Am liebsten mögen sie Hamburger", behauptet der Spender, doch die ersten Fast-Food-Buden sehen wir erst eine halbe Stunde später in Playa Jacó.

Die spektakulärsten Playas findet man in Manuel Antonio

Auf die tristen Betonbauten dieser Westentaschen-Ausgabe von Lloret de Mar folgen ruhige Strände, Palmenhaine und schließlich das Hafenstädtchen Quepos. Zu Zeiten der United Fruit Company war dies der wichtigste Bananenexporthafen der gesamten Region. Nur sieben Kilometer weiter südlich - entlang dschungelüberwucherter Klippen - folgt dann ein Traumstrand, der diesen Superlativ wirklich verdient. Manuel Antonio heißt das magische Örtchen mit den spektakulärsten Playas und einem der schönsten Nationalparks des Landes.

Die Belastung für die Stoßdämpfer auf der Nationalstraße 34 ist enorm

Gäbe es eine Rangliste für die Belastung von Stoßdämpfern, dann stünde die Nationalstraße 34 zwischen Quepos und Dominical an erster Stelle. Diese 40 Kilometer durch Palmenplantagen bis zum Horizont gehen über groben Schotter, und manche der Schlaglöcher scheinen mit den Vulkankratern oben im Hochland konkurrieren zu wollen. Hier beweist der Rubicon, dass Starrachsen und kurzer Radstand kein Anachronismus aus der Frühzeit des Automobils sind, sondern bisweilen eine überaus hilfreiche Ergänzung des Allradantriebs.

Die Mutter aller Traumstraßen verwandelt sich in eine Wildwasserrutschbahn

Diese Ansicht teilt auch der Polizist auf der Panamericana, die zum 3.500 Meter hohen Cerro de la Muerte, dem Berg des Todes führt. "Que carro - was für ein Auto!" Mit glänzenden Augen stiefelt er immer wieder um den Jeep. Dann wird er dienstlich und deutet zum Gipfel. "Oben tobt ein heftiger Sturm, also Augen auf und Fuß vom Gas", so seine Ermahnung. Der freundliche Mann hat nicht übertrieben. Nach einer Stunde Kletterei durch vulkanisch gefaltete Mittelgebirgslandschaften verwandelt sich die Mutter aller Traumstraßen in eine Wildwasserrutschbahn. Von oben schüttet es wie aus Eimern, Sturzbäche höhlen die Fahrbahn aus.

Besser wird es erst auf der Abzweigung zur Savegre Mountain Lodge

Obwohl die Scheibenwischer Schwerstarbeit leisten, ist außer Gischt und Nebel kaum etwa zu sehen. Besser wird es erst hinter dem Pass auf der Abzweigung zur Savegre Mountain Lodge. In einer engen Folge aus Kurven und Kehren schlängelt sich die steile Piste an der wild schäumenden Savegre entlang. Moose und Gräser liegen wie ein flauschiger Teppich über den Konturen der Berge. Bei gutem Wetter kann man hier auf 2.000 bis 2.500 Metern wandern und bekommt neben Kolibris und Ameisenbären auch den mythenumwobenen Quetzal-Vogel zu Gesicht.

Die Brücke über den Río Pacuare öffnet das Tor zur karibischen Tiefebene

Am nächsten Tag zeigt sich der Himmel wieder in schönstem Postkartenblau. Die ehemalige Hauptstadt Cartago und ihre pittoreske Basilika liegen hinter einem, die Vulkane Turrialba und Irazú im zarten Licht der Morgensonne. Die gut ausgebaute Schnellstraße Braulio Carrillo brächte einen in drei Stunden an die Strände der Karibik. Doch die langsamere Alternative, der Weg über die alte, wenig befahrene Serpentinenstrecke der Nationalstraße 10, belohnt mit grandiosen Ausblicken auf sattgrüne Weiden, verträumte Täler und wogende Kaffeeplantagen. Die Brücke über den Río Pacuare öffnet das Tor zur karibischen Tiefebene.

Der Rubicon surft vorbei an Palmen und adretten Stränden

Die Temperaturen steigen, und die Kulisse bilden Kakao-, Zuckerrohr- und Bananenfelder, soweit das Auge reicht. Zum Reggae-Rhythmus der Bob Marley-Songs aus den Autolautsprechern surft der Rubicon vorbei an Palmen und adretten Stränden nach Cahuita und Puerto Viejo de Talamanca. Die beiden Badeörtchen gelten als das Schillerndste der costa-ricanischen Karibikküste. Statt Beton wie am Pazifik prägen hier Hängematten, Bambushütten und Caipirinha-Stände das Bild. Die wichtigste Frage der vorwiegend jungen Rucksack-Touristen scheint immer wieder zu sein: Gebe ich mich heute an einem weißen oder an einem schwarzen Sandstrand dem süßen Nichtstun hin?

Panama ist nicht weit

Aber Panama ist nicht weit und allemal einen Ausflug wert. Und wer sich für die Aufzucht von Schildkröten interessiert, lernt seine Lektion ganz in der Nähe. Die Rückfahrt hoch ins Valle Central führt durch die Provinzen Heredia und Alajuela. Der Allesüberwinder von Jeep legt die 40 Kilometer von Pital über Boca Tapata zur Laguna del Lagarto-Lodge bei stockdunkler Nacht in 50 Minuten zurück. "Das ist Rekordzeit", lobt der deutsche Betreiber und spendiert dafür eine Runde eiskaltes Imperial Bier. "Mit meinem Vehikel braucht man mehr als eine Stunde", deutet er auf seinen nicht mehr ganz taufrischen Japaner hin.

Costa Rica übertrifft auch die großartigsten Erwartungen

Von der urigen Dschungelherberge nahe dem nicaraguanischen Grenzfluss Río San Juan geht es an den Arenal-See. Der gleichnamige Vulkan taugt zur Postkarten-Schönheit. Mit dem 1633 Meter hohen Feuerspucker im Rückspiegel fahren wir über die Nationalstraße 142 Richtung Monteverde. An keinem anderen Ort im Land ist der Nebelwald präsenter und spektakulärer zu erleben als in diesem feucht-dämmrigen Laboratorium der Natur. Noch bevor sich Monteverde aus den milchigen Bergpanoramen schält, ist klar: Costa Rica, das kleine Land zwischen den Ozeanen, übertrifft auch die großartigste Erwartungen.

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