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Reise

New Mexiko im Toyota Highlander

Foto: Eberhard Kittler 15 Bilder

Heiß ist es in New Mexico jenseits des Rio Grande, sandig und trocken. Wir sattelten einen Toyota Highlander für eine
Entdeckungsreise durch den Wilden Westen.

06.12.2007 Eberhard Kittler

"Oh, it’s a hybrid", freut sich die Rothaarige mit dem Wickelrock und stoppt ihren in Rage geratenen vollbärtigen Begleiter. Wegen der gewaltigen Staubwolke, die der Toyota hinter sich hergezogen hat, sind beide mit Unheil verheißendem Gesicht aus ihrem Erdhaus gestürmt - aber plötzlich werden sie zu den freundlichsten Menschen in der Wüste New Mexicos.

Autos mögen sie eigentlich nicht

Es sind kompromisslose Typen wie Phil und Linda, die hier in Earth Ship nahe dem Pueblodorf Taos in einfachen Behausungen, ohne Klimaanlage, aber dafür mit strikter Mülltrennung, Sonnenkollektoren und Energiesparleuchten ihre grüne Überzeugung leben. Autos mögen sie eigentlich nicht. Aber ein Hybrid wie unser Highlander - den Toyota in den USA als etwas einfacher gestrickten Ableger des Lexus RX 400 h anbietet - ist politisch korrekt. Die Einladung folgt auf dem Fuße: "Come in, folks, welcome!"

Wir sind unterwegs in einer der wärmsten Gegenden im Südwesten der USA, in einer weitgehend unberührten, kargen Landschaft, in der einst Pueblo-Indianer vom Stamme der Apachen und der Navajos sesshaft waren. Auch Saurierskelette wurden dort gefunden, und bis in die fünfziger Jahre hinein zündete die US-Army in jener inzwischen fast menschenleeren Gegend diverse Atombomben, ohne dass davon außerhalb des Bundesstaates Notiz genommen wurde.

Kalkstein-Wüste im Nirgendwo

Startpunkt der Entdeckungsreise ist El Paso an der texanisch-mexikanischen Grenze. Gleich das erste Highlight hat es in sich und markiert die Grenzen des Autos: White Sands ist ein Wüstenabschnitt voller glühendheißen, grauweißen Kalksteinsands, der erst am Nachmittag allmählich auskühlt. Um hier die Familie Schlitten fahren zu lassen oder um den spektakulären Sonnenuntergang zu erleben, kommen ganze Wagenkolonnen aus Nachbarorten mit so malerischen Namen wie Las Cruces, Truth or Consequences und Alamogordo. Aber: Nur echte Offroader sollten sich tiefer in den feinen Dünensand wagen. Der Highlander hat hier keine Chance und wühlt sich fest. Es handelt sich lediglich um die frontgetriebene Einstiegsversion; Allrad kostet Aufpreis für den Highlander mit 268-PS-Benzin/Hybrid-Antrieb.

Kein Schatten weit und breit

Auf dem Weg Richtung Norden lassen wir das Valley of Fire gern hinter uns. Sonnenverbrannte Pflanzenbüschel, dunkles Lavagestein, kein Schatten weit und breit: wirklich kein Ort zum Leben. Albuquerque taucht vor uns auf, einer jener großflächig angelegten Orte mit vier oder fünf Freewayabfahrten, der sich über 20 Meilen hinzieht. Bekannt ist die Stadt nicht nur wegen ihres neckischen Namens (sprich Albukörki) und des alljährlich im Herbst abgehaltenen, weltgrößten Ballon-Spektakels, sondern vor allem wegen der Route 66. Der Straßenabschnitt im Historic District ist liebevoll aufgemotzt worden, vor reichlich Publikum werden Custom Cars und Harleys ausgeführt. Das blitzende Diner 66 gilt als Inbegriff des gehobenen Bürgertums - der als absolut glaubwürdig geltende Fressreiseführer Roadfood verspricht hier die besten Bulettenbrötchen des Landes.Wir haben herausgefunden: Zumindest reichlich bemessen sind die Portionen, aber allenfalls best in town.

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