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Auf den Spuren deutscher Kultur in Texas

Mit dem BMW X6 zum Wurstfest

Texas-Reise im BMW X6 Foto: Reinhard Schmid 17 Bilder

So fern und doch so nah - 9.000 Kilometer trennen Deutschland und Texas voneinander. Deutsche Kultur hat aber in den Herzen und den Festzelten der Texaner Hochkonjunktur. Mit dem BMW X6 auf Spurensuche.

05.02.2010 Henning Busse

Es geht um die Wurst. Genauer gesagt um eine nach guter, alter Hausmannsart hergestellte Mettwurst. Fast jeder hat eine in der Hand. In der anderen ein Bier - bevorzugte Marken sind Spaten und Paulaner. Das Publikum in Lederhose und Dirndl ist in Feierlaune, tanzt und schunkelt im Takt der Blasmusik. "Oans, zwoa, gsuffa!" Das kennt man, das liebt man wie rechte Bierseligkeit auf der Wiesn.

Der BMW X6 fällt in Texas auf wie ein Ufo

Dass dieser Ort nicht München sein kann, das hätte schon auffallen müssen, als der BMW X6 auf den Parkplatz rollt. Er wirkt neben all den amerikanischen Autos wie ein Ufo, das an die Internationale Raumstation ISS andockt. Doch die hochprozentige Dosis Folklore vernebelt zunächst die Sinne. Der Schleier lichtet sich erst mit der Einsicht, dass nirgends bayerische Mundart zu hören ist - ganz zu schweigen von Hochdeutsch. Stattdessen brandet breitester Südstaaten-Slang durch das Festzelt.

Was nicht verwundert, schließlich ist das die Muttersprache der Texaner - ja richtig, die deutsche Gemütlichkeit findet mitten in Texas statt, in New Braunfels, rund 9.000 Kilometer von Deutschland entfernt. Dort ist "the German Culture" so populär wie bei uns der Cheeseburger, was den unbedarften Bundesbürger eher ins Staunen versetzt. Denn Texas ist mehr als alter Süden, wilder Westen, Cowboys, riesige Rinderherden oder Ölmagnate wie J. R. Ewing - im zweitgrößten US-Bundesstaat treffen Tradition und Moderne aufeinander.

Das Wurstfest gibt es schon fast seit einem halben Jahrhundert

Hier im Speckgürtel um San Antonio ist das eindeutig der Fall. Denn diese Gegend prägten die deutschen Einwanderer vor mehr als 160 Jahren mit ihrer Kultur. Okay, manche Dinge sind im Laufe der Zeit etwas durcheinandergeraten. Wovon zuweilen die Wandmalereien an den Gebäuden erzählen. Beispiel gefällig? Ein Mann und eine Frau posieren in bayerischer Tracht vor einem Fass mit Münchner Hofbräu-Wappen, dieses ziert allerdings die Aufschrift "Friesenhaus". Das ist nicht böse gemeint. In Amerika sind der Weißwurst-Äquator und die jeweiligen Befindlichkeiten von Nordlichtern und Bajuwaren unbekannt. Deutschland ist dort gleichbedeutend mit Lederhose und Dirndl. Das hat sich in den Köpfen der Menschen verselbstständigt. Deshalb feiert man in New Braunfels in Oktoberfest-Tradition auch das "Wurstfest" - und das schon seit beinahe einem halben Jahrhundert.

New Braunfels steht für deutsche Kultur

Anfang November pilgern an zehn Tagen mehr als 150.000 Besucher zu diesem Höhepunkt der Saison, um bei Volksmusik zu feiern, deutsches Bier zu trinken und um in dieser Zeit fast 40 Tonnen Wurst zu verdrücken. Wer etwas auf sich hält, kleidet sich stilgerecht in bayerische Trachten. Die stellt übrigens ein Deutscher aus Kalifornien her. Und mit der Menge an Trikot-Trägern der deutschen Fußballnationalmannschaft oder der Bundesligavereine wie Bayern München oder Eintracht Frankfurt ließe sich locker ein Stadion füllen. Was dem Wiesn-Besucher das Voralpenland, das sind dem Texaner beim Wurstfest die schöne Landschaft und das milde Klima rund um New Braunfels. Im Herbst klettert das Thermometer noch auf Temperaturen von 25 bis 28 Grad Celsius. Mit dem Comal und Guadalupe fließen gleich zwei Flüsse durch das 45.000 Einwohner zählende Städtchen. Das Wasser der Comal Springs versorgt auch den "Schlitterbahn-Waterpark", der 1998 zum besten Erlebnisbad der Welt ernannt worden sein soll. Ganz in der Nähe liegt der wildromantische Canyon Lake mit 128 Kilometer Küstenlinie. Ohne Zweifel: New Braunfels steht für deutsche Kultur.

In New Braunfels spricht man Deutsch

Dafür hat die Stadt in den letzten Jahrzehnten viel getan. "In den sechziger Jahren erinnerten sich die Bürger an ihre Wurzeln und starteten zahlreiche Projekte", sagt Rusty Brockman, verantwortlich für die ökonomische Entwicklung in der Stadt und Mitglied im Wurstfest-Komitee. "Man spricht Deutsch" - dieser Hinweis könnte auf dem Ortsschild stehen. Denn die Menschen im Texas Hill Country sind so freundlich wie das Klima und zeigen viel Interesse an der Alten Welt. "Wer hier lebt", sagt Rusty, "fängt irgendwann an, Deutsch zu sprechen." Vor allem die Älteren lassen sich spontan auf einen Plausch ein - so auch Eberhard, der in New Braunfels geboren wurde. Der Mittfünfziger sitzt vor dem kleinen Eisenbahnmuseum in der Sonne und erzählt, dass er seine Sprachkenntnisse auffrischt, indem er im Internet deutsche Zeitungen liest. "Hallo Deutschland" rufen viele Ortsschilder entlang der Interstate 10. Mal grüßt Bergheim, mal Weimar.

Texanische Dörfchen mit deutschen Namen

Aber meist sind es verschlafene Nester, die mit unseren Städten nur den Namen gemein haben. New Berlin - das sind ein paar Häuser, ein Restaurant und eine Stadthalle, welche nach US-Standards die Größe einer Doppelgarage hat. Das füllt nicht einmal einen Stadtteil der Bundeshauptstadt. Aber wer auf Spurensuche ist, der findet viele Puzzlestücke. Verblasste Firmenschilder an Häusern, denen die Last der Zeit anzusehen ist, erzählen von den deutschen Siedlern. Man kommt hier schnell mit den Menschen ins Gespräch, was auch am BMW X6 liegt.

Tausch: Dodge Ram gegen BMW X6

Ein Farmer sieht das Auto, geht um es herum und zeigt auf seinen Dodge Ram: "Wollen wir tauschen?" Über die Interstate 10 geht es weiter bis San Antonio, der achtgrößten Stadt in den Vereinigten Staaten. "Sie ist ein Mix aus verschiedenen Kulturen", sagt Tonya Hope vom Fremdenverkehrsamt. "Geprägt wurde San Antonio maßgeblich von Mexikanern, Engländern und Deutschen." Die Multi-Kulti-Melange macht sich vor allem beim Essen bemerkbar. Zwar ist man auch hier stolz auf seine Wurst, doch noch mehr auf die "Tex-Mex-Küche". Was ziemlich frei übersetzt heißt: von allem etwas. Und natürlich findet sich auf jeder Karte "Chili con carne". Die Bürger von San Antonio schwören Stein und Bein, es sei in ihrer Stadt erfunden worden. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die alte deutsche Siedlung. Dort wird auch jedes Jahr mit einem "Oktoberfest" das deutsche Brauchtum auf Texanisch interpretiert, wie in allen Orten, die die Erinnerung an ihre Gründerväter aus der Alten Welt wach halten wollen - eben mit Trachten, Blasmusik, Wurst und Bier. Dass die Texaner dabei längst schon eine eigene Geschichte haben, davon zeugt das Alamo-Denkmal im Herzen von San Antonio. Es erinnert an jene mutige kleine Truppe von 190 Mann, die sich 1836 an diesem Ort im Kampf für die Unabhängigkeit von Mexiko aufrieb.

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