Renault: 8.000 Jobs in Gefahr

Die Stellenkürzungen bei Renault werden nach Einschätzung der Gewerkschaft CGT einschließlich der Zulieferbetriebe alleine in Frankreich insgesamt 8.000 bis 12.000 Arbeitsplätze in der Autobranche vernichten.

Renault hatte am Dienstag (9.9.) erklärt, in Frankreich würden 3.000 Mitarbeiter gegen Entschädigung freiwillig ausscheiden; zudem würden im Werk Sandouville 1.000 Stellen wegfallen. "Man spricht von 4.000 direkten Arbeitsplätzen, doch von ihnen hängen viele andere bei den Lieferanten ab", sagte CGT-Chef Bernard Thibault am Mittwoch in Paris. Er warf Renault vor, nur auf das Renditeziel von sechs Prozent zu schauen.

Am 25. September will Renault zudem mit dem europäischen Betriebsrat über den Abbau von 2.000 Stellen außerhalb Frankreichs reden. Konzernchef Carlos Ghosn hatte bereits im Juli von einer Krise der Weltautomärkte gesprochen und die Kürzungen angekündigt. Das Verkaufziel für 2009 nahm er von 3,3 Millionen auf 3,0 Millionen Autos zurück. Der Erfolg des Konzerns wird stark von der neuen Mittelklasse-Limousine Megane III abhängen, die am Dienstag in Genf präsentiert wurde. Auch der zweite große französische Autokonzern, PSA Peugeot-Citroën, drückt die Kosten und hat in Europa in Jahresfrist bereits 10.000 Stellen abgebaut.


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dpa

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