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Renault Alaskan Pickup Weltpremiere

Renault bringt 2017 einen großen Pickup

Renault Alaskan Pickup Weltpremiere 2016 Foto: Renault 19 Bilder

Auch Renault reiht sich in die Reihe der Pickup-Anbieter ein. Jetzt feierte der neue Alaskan Weltpremiere. Wir haben die Fakten.

30.06.2016 Torsten Seibt 1 Kommentar Powered by

Es war ein Paukenschlag aus Frankreich, als Renault im Herbst 2015 mit dem Alaskan Concept verkündete: Renault kommt mit einem Midsize-Pickup in das weltweite Boom-Segment der mittelgroßen Allrad-Transporter. Basis des jetzt erstmals in seiner Serienversion präsentierten Pickup ist der neue Nissan Navara. Pikanter Nebenaspekt dabei: auch Mercedes will auf Basis des neuen Navara einen Pickup bringen, wie bei Renault soll der Wagen 2017 Premiere feiern.

Renault Alaskan Pickup Weltpremiere 2016
Renault bringt 2017 einen großen Pickup 2:00 Min.

Renault Alaskan Concept Pickup

Es sind zwei Aspekte, die hinter dem plötzlichen Interesse der beiden Marken an einem mittelschweren Pickup stehen. Der Weltmarkt für Midsize-Pickups, den bislang hauptsächlich japanische Hersteller wie Toyota mit dem Hilux sowie zuletzt auch Ford mit dem Ranger unter sich ausmachten, wächst beständig. Rund ein Drittel des weltweiten Transporterabsatzes bestand laut Renault im vergangenen Jahr aus solchen Pickups, die Rede ist von fünf Millionen Einheiten. Das weckt Begehrlichkeiten in der auf stetes Wachstum konzentrierten Branche.

Der zweite Punkt ist ein Rundum-Angebot, das sowohl Renault wie auch Mercedes ihren Gewerbekunden bieten wollen. Firmen verlangen für ihren Fuhrpark nach einem zentralen Ansprechpartner, wer einige Kleintransporter und Kastenwagen ordert, möchte zum Erwerb eines Pickups nicht einen Händler weiter ziehen müssen – der Hauptgrund, warum Mercedes mit dem Citan einen Kangoo-Klon anbietet.

Alaskan Pickup kommt mit Nissan-Technik

Einzelne Details der Studie wie die übergroßen 21-Zoll-Räder oder die unvermeidlichen Rückspiegelkameras, auch die Dachbox mit Solartechnik haben es erwartungsgemäß nicht in die Serie geschafft. Dafür zeigt die Karosserie unmissverständlich, dass der neue Nissan Navara hinter dem Renault-Kühlergrill steckt. Das bedeutet Midsize-Pickup-Standard mit rund 5,3 Meter Länge und rund drei Meter Radstand. Die Zuladung gibt Renault mit 1,1 Tonnen an. Der Alaskan Pickup ist als Doppelkabiner ausgeführt, ob Renault auch einen Anderthalbkabiner wie Nissan vom Navara anbietet, wurde noch nicht kommuniziert.

Als Antrieb des Alaskan Pickup dient der neue 2,3-Liter-Vierzylinder mit Mono- oder Biturbo-Aufladung, der auch im neuen Navara steckt und es auf maximal 190 PS bringt. Nachdem Renault nicht in erster Linie den komfortorientierten nordeuropäischen Markt im Visier hat, wird die einfachere Variante mit dem 160-PS-Monoturbomotor die größeren Stückzahlen machen.

Biturbo-Diesel mit 190 PS

Wesentliches Unterscheidungsmerkmal des Renault Alaskan Concept Pickup zum Nissan Navara ist die Frontgestaltung. Die Scheinwerfer mit der umlaufenden LED-Leiste wirken ein wenig vom VW Amarok inspiriert, sie fallen flacher aus als beim Navara. die Motorhaube weist zwei zusätzliche Längssicken auf und ist im Bereich des Markenemblems ausgeschnitten.Die Frontschürze mit dem weit hineingezogenen Kühlergrill unterscheidet sich ebenfalls deutlich vom Plattformspender.

Damit haben sich die Unterschiede im Blech allerdings erledigt, denn ab der A-Säule ist die Außenhaut des Renault Alaskan Pickup zu hundert Prozent Navara. Am Heck hat Renault dem Alaskan Pickup allerdings wieder ein wenig Eigenständigkeit gegönnt, die bauchig nach außen geformte Heckklappe unterscheidet sich ebenso wie die Rücklichter vom Nissan Navara, letztere haben zwar die identische Gehäuseform, aber ein anderes Design. Kleines Detail am Rande: unterhalb der A-Säule setzt Renault dem Alaskan Pickup einen kleinen Chromschmuck mit Typbezeichnung auf, der an einen zusätzlichen Lufteinlass erinnern soll.

Innen ist alles Nissan

Im Innenraum müssen sich Nissanfahrer nicht umgewöhnen, wenn sie mal die Marke wechseln. Das Lenkrad hat ein eigenes Renault-Design, die Schalterbelegung im Lenkrad ist nahezu identisch, ansonsten gibt es keinerlei Unterschiede zum Navara. Instrumente, Klimasteuerung, Multimedia-System – kennen wir bereits. Das hat allerdings auch den Vorteil, dass wir Ihnen bereits jetzt sagen können, wie sich der neue Renault Alaskan Pickup fährt, ohne ihn schon gefahren zu haben: Hier geht es zum ausführlichen Test des neuen Nissan Navara.

Derzeit ist es laut Renault Deutschland noch nicht gesichert, ob der neue Alaskan Pickup überhaupt in Europa antritt, seinen Hauptabsatzmarkt sieht die Marke in Südamerika. Unsere Prognose: der kommt! Die Renault-Händler würde es ebenfalls freuen, ein ordentliches Zugfahrzeug mit reichlich Zuladung und Offroad-Kompetenz würden sie ihren Stammkunden gerne anbieten.

Neuester Kommentar

17 Jahre nach dem Beginn der Allianz von Renault und Nissan, kommt man bei Renault auf die Idee, dass man mal eine Kernkompetenz von Nissan nutzen könnte und einen Pick-Up umlackieren und ihn als Renault verkaufen...

VW wurde mit dem Amarok am Anfang belächelt, denn Pick-Ups in Europa kamen nur von japanischen oder amerikanischen Herstellern, nun möchte Renault und Daimler auch etwas von dem Kuchen abhaben...

cap0815 30. Juni 2016, 19:28 Uhr
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