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Renault Captur auf dem Genfer Autosalon

Wandelbare Crossover-Studie mit Flügeltüren

Renault Captur Foto: Renault 36 Bilder

Mit dem Renault Captur geben die Franzosen auf dem Genfer Autosalon einen weiteren Ausblick auf das künftige Design der Marke. Der Crossover kann sich vom Coupé in ein Cabrio verwandeln. Als Antrieb dient ein 160 PS starker 1,6-Liter-Twinturbo-Diesel.

10.02.2011

Mit dem Renault Captur zündet die Marke mit dem Rhombus die zweite Stufe ihrer neuen Designphilosophie. Stufe eins feierte bereits im Oktober 2010 Weltpremiere: der Renault Dezir, ein Elektrosportler, mit dem der neue Renault-Chefdesigner Laurens van den Acker sein Erstlingswerk für die Franzosen ablieferte. Im Fokus der neuen Formensprache, in deren Tradition auch der neue Renault Captur entstand, stehen laut Renault der Mensch und die verschiedenen Etappen des Lebens. Während der Dezir noch die allem Anfang inne wohnende Leidenschaft symbolisierte, steht der Renault Captur für die zweite Stufe: die Entdeckung und Erkundung der Welt in trauter Zweisamkeit.

Design des Renault Captur verzichtet auf gerade Linien

So viel zur fast schon philosophischen Theorie, mit der sich Renault den Weg zur neuen Markenidentität bahnen will. In der Praxis kann der Besucher des Genfer Automobilsalons am Stand von Renault ein sportliches Crossover-Modell entdecken, bei dem er Kanten, Ecken und gerade Linien vergebens suchen wird. Wie bereits beim Dezir setzt das neue Renault-Design stattdessen lieber auf Rundungen.

Der Renault Captur erinnert mit seinen breit ausgestellten Kotflügeln, der bulligen Front, den extrem kurzen Karosserieüberhängen und der geschwungenen Windschutzscheibe stark an die Nissan-Studie Qazana - die mittlerweile als Nissan Juke den Weg in die Serie gefunden hat. Allerdings zeigt sich der Renault Captur besonders wandelbar. Denn dank des abnehmbaren Daches wird aus dem Crossover-Coupé bei Bedarf ein Crossover-Cabrio.

Flügeltüren und Fasern

"Einfach, sinnlich und warmherzig" soll er wirken, der Renault Captur. Dementsprechend blickt die Studie mit einem breiten Grinsen in die Welt, die es zu erkunden gilt. Beim Karosseriedesign, für das Julio Lozano verantwortlich zeichnet, stand unter anderem der Körperbau eines Sportlers Pate. Das Renault-Logo prangt wie bereits beim Dezir betont prominent im Kühlergrill. Für einen zusätzlichen Showeffekt sorgen die beiden Flügeltüren. Mächtige 22-Zöller runden den selbstbewussten Auftritt des Renault Captur ab.

Den Innenraum dominieren im Kontrast zur Außenhülle gerade Linien. Denn sowohl in den Sitzen als auch dem Armaturenbrett kommen elastische Fasern zum Einsatz, die für ein besonders luftiges Raumgefühl sorgen sollen. Der Blick gen Himmel lässt Assoziationen an ein menschliches Skelett wach werden, denn das abnehmbare Dach des Captur durchzieht ein Karbongerippe. Bei der Gestaltung des Innenraumes verzichteten die Designer bewusst auf überflüssige Spielereien. Stattdessen steht das Spiel mit dem Licht im Fokus, wodurch das Interieur klar und leicht wirken soll. Das Armaturenbrett und die Innenseiten der Türen sind mit einer zusätzlichen, durchsichtigen Schicht überzogen, die an die menschliche Haut erinnern soll.

160 PS starker Diesel sorgt im Renault Captur für Vortrieb

Im Fond bietet der Renault Captur zwei weiteren Passagieren auf seitlich-ausklappbaren Sitzen Platz. Die Ladefläche wird ebenfalls von zahlreichen Fasern überspannt. Diese können, so die Idee der Designer, sowohl zur Fixierung von Gepäck als auch als eine Art Hängematte für die kleine Pause zwischendurch genutzt werden.

Als Antrieb dient dem Renault Captur ein 1,6-Liter-Turbodiesel, der seine 160 PS und 380 Nm an die Vorderräder entlässt. Das Fortkommen auf rutschigem Untergrund soll ein neues mechanisches Differenzial mit der Bezeichnung RX2 gewährleisten.

Virtuelle Realität verschmilzt mit der Wirklichkeit

Zu den technischen Neuerungen an Bord des Captur zählt überdies ein Fahrerassistenzsystem, bei dem die virtuelle und die reale Welt miteinander verschmelzen. Kameras behalten stets die Umgebung im Blick, digitale Informationen und Bilder werden gemeinsam mit dem realen Bild auf das zentrale Display projiziert. Dadurch sollen sowohl der Komfort als auch die Sicherheit gesteigert werden (einen ähnlichen Weg beschreitet übrigens BMW bei seiner neuen Studie Vision ConnectedDrive).

Ob die laut Renault möglichst junge Zielkundschaft bald schon ihre Welt mit einem Serienmodell des Captur erkunden kann, steht derzeit noch in den Sternen.

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