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Renault Dezir- Elektrosportler für den Autosalon Paris 2010

Elektrozweisitzer gibt Designausblick

Renault Dezir Paris 2010 Foto: SB-Medien 24 Bilder

Mit dem Renault Dezir zeigten die Franzosen auf dem Autosalon in Paris einen zweisitzigen Elektrosportwagen. Das Renault-Erstlingswerk von Laurens van den Acker soll zudem einen ersten Ausblick auf die neue Renault-Designphilosophie geben.

24.11.2010

Im vergangenen Jahr hat Laurens van den Acker bei Renault die Nachfolge von Designchef Patrick Le Quément angetreten. Der Niederländer will Renault ein leidenschaftlicheres Design verpassen. Den ersten Anlauf nahm der ehemalige Mazda-Designer mit der Elektroauto-Studie Renault Dezir auf dem Pariser Autosalon 2010.

Renault Dezir 37 Sek.

Renault Dezir weckt Begehrlichkeiten

Der Name Dezir steht dabei für Begierde, die Schreibweise mit "Z" stellt die Verbindung zu den Elektroautobaureihen Z.E. der Franzosen her. Und Begehrlichkeiten kann der 4,22 Meter lange, 1,96 Meter breite und nur 1,16 Meter hohe durchaus wecken. Die Front des Dezir wird von einem großen Kühlergrill bestimmt, der mittig groß das Renault-Markenlogo aufnimmt. An den Flanken eingebettet präsentieren sich die schlitzförmigen Scheinwerfer und Blinker. Die Hauptscheinwerfer sind unter den gelochten Kotflügeln verborgen.

An den Flanken des Renault Dezir ziehen die gelochten, polierten Aluminiumpaneele vor den Hinterrädern den Blick des Betrachters auf sich. 21 Zoll große Felgen mit 245/35er Reifen sorgen schon im Stand für reichlich zusätzliche Dynamik. Das bullige Heck des Zweisitzers mit den ausgeprägten Schulterpartien wird von einem durchgehenden, schmalen Leuchtband akzentuiert. Auch hier darf sich das große Markenlogo im Lamellenkostrukt mächtig in Szene setzen. Auf eine Heckscheibe wurde komplett verzichte, ebenso auf Außenspiegel. Den Blick nach hinten sollen zwei rückwärts gerichtete Kameras ersetzen.

Gegenläufig öffnende Flügeltüren

Einen neuen Weg geht van den Acker auch beim Türkonzept. Gegenläufig öffnende Türen sind zwar nicht neu, mit der Anordnung auf verschiedenen Fahrzeugseiten aber eine neue Interpretation. So öffnet die Fahrertür am Renault Dezir noch vorne oben, das Beifahrer-Portal erhebt sich nach hinten oben. Haben sich die herrlich dreidimensional geformten Portale erhoben, schweift der Blick durch ein mit weißem Leder ausgeschlagenes Interieur. Die beiden Sitze und die angenzenden Flächen sind miteinander verwoben - keine Kanten, keine Brüche. Die Trennung zwischen Pilot und Beifahrer signalisiert die Farbgebung. Der Bereich rund um das futuristische Volant im Dezir ist rot gehalten. Der Beifahrer gastiert in unbeflecktem Weiß. Das zentrale Display stellt beiden Passagieren umfangreiche Informationen und Unterhaltungsangebote bereit.

180 km/h schnell, 160 Kilometer weit

Die Zukunft surrt auch im Heck des Renault Dezir. Ein Synchonmotor mit 110 kW und einem maximalen Drehmoment von 226 Nm erlaubt den Flüstersprint des nur 850 Kilogramm schweren Dezir von null auf 100 km/h in unter fünf Sekunden. Bei 180 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Gespeist wird der Elektroantrieb von einer 24 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie, die sich senkrecht hinter den Sitzen breit macht. Deren Kühlung erfolgt durch die seitlichen Lufteinlässe. Die Reichweite mit einer Füllung soll bei 160 Kilometer liegen. Nachgetankt wird per Schnell- oder Standard-Ladung, optional kann auch der komplette Batterieblock innerhalb von drei Minuten getauscht werden. Variabel gibt sich der Renault Dezir auch beim Sound. Ein Akustikmodul macht dem nahezu geräuschlosen Elektrosportler akustisch Beine - die Klangwelt darf der Fahrer komponieren.

Bewährte Komponenten finden sich unter der strömungsgünstigen Kevlar-Karosserie des Dezir - der cW-Wert soll bei 0,25 liegen. Die Basisarbeit übernimmt der Gitterrohrrahmen aus dem Renault Mégane Trophy, der auch die Radaufhängungen und den Radstand von 2,58 Meter beisteuert. Welche Komponenten der Dezir im Umkehrschluss für die kommenden Renault-Serienmodelle spendiert, wird erst die Zeit zeigen. Das erste Serienauto mit der Handschrift von van den Acker soll 2012 debütieren.

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