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Renault

Die verschollene Sekunde

Foto: Daniel Reinhard 15 Bilder

Das Weltmeister-Team rätselt. Dem Renault R27 fehlt regelmäßig über eine Sekunde auf die Konkurrenz. Chassis und Reifen harmonieren nicht wie gewünscht.

01.03.2007 Powered by

Eigentlich war die Mannschaft von Flavio Briatore in einer blendenden Ausgangsposition. Als eines der ersten Teams hatte Renault das neue Auto fertig, noch vor der Präsentation ging das Testteam auf die Piste. Während andere Rennställe gerade ihre ersten Rollouts unternahmen, absolvierte der Renault R27 bereits Renndistanzen.

Doch zwei Wochen vor dem ersten GP-Wochenende ist der Vorsprung nicht nur verspielt, die Weltmeister treten auf der Stelle, während dieTop-Konkurrenten rasante Fortschritte machen. Ferrari eilt von einer Tagesbestzeit zur nächsten, McLaren-Mercedes folgt dichtauf, BMW fährt Dauerläufe, die die Gegner in Angst und Schrecken versetzen.

Rückstand 1,3 Sekunden

Und Renault? An fünf Testtagen in Bahrain kam der R27 nicht über einen vierten Rang (Fisichella) hinaus. Rechnet man die Fabel-Qualifikationsrunde von Nick Heidfeld im BMW am vergangenen Freitag heraus, fehlen dem Briatore-Team im Durchschnitt knapp 1,3 Sekunden auf die Schnellsten. Während die Tagesbesten regelmäßig in 1:30er Zeiten herumturnen, kam Giancarlo Fisichella am Donnerstag (28.2.) nur haarscharf unter die 1:32er Schallmauer.

Der Rückstand darf nicht überbewertet werden. Renault fährt häufig mit größeren Spritmengen als die Gegner, um die Belastbarkeit von mechanischen Komponenten und Reifen auszuloten. Doch gerade die Gummis machen den Ingenieuren Sorgen. Sie bekommen die Pneus nicht richtig zum Arbeiten.

Mit weichen Reifen nicht schneller

In der Vorwoche rückten Heikki Kovalainen und Nelsinho Piquet einen Tag lang mit einer sperrigen Messapparatur am Auto aus, die gleichzeitig an allen vier Rädern die Betriebstemperatur der Reifen während der Fahrt messen kann. Geholfen hat es bisher wenig.

Mit der härteren derin Bahrain verwendeten Bridgestone-Mischung schlägt sich das Team ganz ordentlich. Das Problem: Mit den weicheren Reifen ist das Auto kaum schneller. Bei anderen Teams macht der weichere Pneu bis zu einer Sekunde pro Runde aus.

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