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Renault - E-Autos schaffen 2020 zehn Prozent Marktanteil

Erholung der Märkte zum Jahresende

Foto: Renault 39 Bilder

Renault-Chef Patrick Pélata rechnet in diesem Jahr erneut mit einem Einbruch des weltweiten Automarktes um zehn Prozent, geht aber davon aus, dass zum Jahresende die Erholung der Autokonjunktur einsetzt.

10.03.2010 Bernd Ostmann

"Ich erwarte Zuwächse in Asien, Lateinamerika, vielleicht auch in Russland. Wahrscheinlich wird es in der Türkei und den nordafrikanischen Staaten kein Wachstum geben, dafür aber einen deutlichen Rückgang in Europa. Wir rechnen mit einem Minus von zehn Prozent", sagte Pélata im Gespräch mit auto motor und sport.

Preiskämpfe werden auf die Rendite drücken

"In unseren Kalkulationen gehen wir von einer leichten Markterholung am Ende des Jahres aus." Pélata fürchtet, dass es aufgrund der angespannten Märkte zu Preiskämpfen kommen wird und damit die Renditen weiter sinken. "Die Frage ist: Wird es einen Preiskampf in Europa geben? Das wird sehr schmerzhaft für einige."

Renault sieht Pélata aufgrund der neuen Modelle gut gerüstet. "Unsere Produktpalette ist jung. Seit letztem Mai steigt unser Marktanteil. Für 2010 rechnen wir mit einem weiteren Plus von neun auf zehn Prozent. Damit wollen wir den Marktrückgang ausgleichen." In den nächsten zwei Jahren werde Renault vier neue Modelle mit Elektroantrieben in den Markt bringen und wolle damit auch von diesem Wachstumsmarkt profitieren. "Fluence und E-Kangoo gehen Mitte 2011 in den Markt. Der Zweisitzer Twizy kommt Ende 2011. Der Zoe, der ein reines E-Auto sein wird, kommt Mitte 2012."

E-Autos werden für Pendler interessant

Dabei rechnet Pélata damit, dass sich der E-Antrieb vor allem in Pendlerfahrzeugen durchsetzen wird, während der Dieselantrieb weiterhin der sparsamste Motor für die Langstrecke bleibe. "Wir glauben, dass sich der Markt in zwei Richtungen entwickelt: Pendler-Autos und Autos, die große Strecken zurücklegen müssen. Wenn man 1.000 Kilometer mit einem Hybrid fährt, dann schleppt man die Batterie und den E-Motor als zusätzlichen Ballast mit."

Mit dem Aufkommen der Elektro-Autos müsse die Stromproduktion erheblich sauberer werden, soll der Elektroantrieb wirklich die Energiebilanz schonen. "Wenn man die Well-to-Wheel-Energiebilanz zieht, dann liegt ein Kompaktklasse-Diesel bei 135 Gramm CO2 pro Kilometer, der Prius kommt auf rund 110 Gramm, ein E-Auto beim Kraftwerk-Mix in Europa auf 62 Gramm und in Frankreich auf zwölf Gramm", so Pélata. "Wenn wir die globale Erwärmung wirklich ernst nehmen, dann müssen die Kraftwerke verbessert werden. Wenn man ein E-Auto aus einem modernen Kohlekraftwerk speist, liegt man bei 120 Gramm. Wenn der Strom aus einem Naturgas-Kraftwerk kommt, dann sind wir unter 80 Gramm. Wir glauben, dass die Stromproduktion sauberer werden muss. Und das ist ein Trend für die nächsten 20 bis 30 Jahre."
Pélata ist davon überzeugt, dass Elektroautos rasch nennenswerte Marktanteile erreichen werden. "E-Autos werden als Pendler-Autos genutzt. Und das ist in Europa ein Markt von 30 bis 40 Prozent. Deshalb glauben wir, dass ein Marktanteil von zehn Prozent bis 2020 erreichbar ist. Und diese Einschätzung basiert auf der heutigen Batterie-Technik. Weltweit wird das E-Auto in China und Indien eine große Rolle spielen."

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