Die umweltfreundlichen Fahrzeuge werden auf künftigen Renault-Modellen basieren und ihre Energie aus Lithium-Ionen-Batterien beziehen, die zusammen mit dem Allianz-Partner Nissan und dem japanischen Batteriehersteller NEC Group entwickelt werden.
Dies sieht eine Vereinbarung zwischen der Renault-Nissan Allianz und dem US-amerikanischen Unternehmen Project Better Place vor. Die Risikokapitalgesellschaft organisiert den Aufbau und den Betrieb der erforderlichen Infrastruktur in Israel mit speziellen Lade- und Batteriewechselstationen. Renault liefert die Elektrofahrzeuge. Die israelische Regierung unterstützt das Pilotprojekt und stellt den umweltbewussten Käufern Steuervergünstigungen bis zum Jahr 2019 in Aussicht.
Null Emissionen, volle Leistung
Bei den Renault Elektroautos handelt es sich um so genannte Null-Emissionen-Fahrzeuge. Sie sollen die gleichen Fahrleistungen erreichen wie vergleichbare Wagen mit herkömmlichem 1,6-Liter-Benzinmotor.
Landesweites Netzwerk
Project Better Place will in Israel ein flächendeckendes Netzwerk von 500.000 Ladestationen errichten, an denen die Fahrzeugbatterien aufgeladen oder ausgewechselt werden können. Das in die Fahrzeuge integrierte Computersystem zeigt nicht nur den Ladezustand der Batterie an, sondern weist per GPS-Navigation auch den Weg zur nächstgelegenen Ladestation. Das vollautomatische Wechseln einer leeren gegen eine voll geladene Batterie soll nur so lange dauern wie ein herkömmlicher Tankvorgang, so dass die bislang üblichen langen Lade- und damit auch Wartezeiten entfallen.
Idealer Testmarkt
Für die Einführung des Elektroautos in den Serieneinsatz bietet das flächenmäßig kleine Land Israel die idealen Voraussetzungen: Rund 90 Prozent der Fahrzeughalter legen täglich weniger als 70 Kilometer zurück. Die größeren urbanen Zentren liegen kaum 150 Kilometer voneinander entfernt, 55 Prozent der Pkw sind in der Hauptstadt Tel Aviv zugelassen.
Auf Grund der langen Sonnenscheindauer lassen sich mit Solarzellen pro Jahr durchschnittlich 2.000 Kilowattstunden Energie je Quadratmeter Panelfläche erzeugen. So würden 15 Quadratmeter Panelfläche ausreichen, um den jährlichen Energiebedarf eines Elektroautos umweltfreundlich zu erzeugen.
Im Jahr 2012 wolle Renault/Nissan die Fahrzeuge dann ohne die Partner auch in Europa anbieten, sagte Renault-Sprecher Martin Zimmermann.






