In südkoreanischen Medien war berichtet worden, Renault sei eines von mehr als acht Unternehmen, die ihre Absicht zur Übernahme des viertgrößten Autoherstellers des Landes erklärt hätten. "Das dementieren wir", sagte eine Renault-Sprecherin am Montag (1.12.) in Paris, ohne sich zum grundsätzlichen Interesse für den hochverschuldeten Hersteller zu äußern.
Die Gläubiger von SsangYong wollen 55 Prozent der Anteile an dem Autohersteller veräußern. Bis zum 11. Dezember sollen den Berichten zufolge die Angebote für das Unternehmen abgegeben werden. Nach der Finanzkrise 1997/98 wurde SsangYong von der Daewoo-Gruppe getrennt.
Renault hatte Ende der neunziger Jahre den japanischen Nissan-Konzern saniert und fährt dort mittlerweile hohe Gewinne ein. In Südkorea stieg der französische Hersteller bei Samsung Motors ein und gründete im September 2000 das Unternehmen Renault Samsung Motors. Der südkoreanische Autobauer bestätigte am Montag, dass die Produktion wegen hoher Lagerbestände für eine Woche bis einschließlich Mittwoch gestoppt werden musste. Der Überhang betrage rund 13.000 Autos. Im November seien 6.672 Fahrzeuge verkauft worden, knapp ein Drittel weniger als vor Jahresfrist. Im bisherigen Jahresverlauf habe der Absatz rund 3 Prozent unter Vorjahr gelegen.
Täglich wissen was läuft
Hier gibt´s den Gratis-Newsletter rund um Auto, Motor und Sport.

