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Renault must go on

Die große Modelloffensive

Foto: Nextline 8 Bilder

Der französische Konzern renoviert in den nächsten Jahren von unten nach oben seine komplette Modellpalette. Erstmals in der Geschichte der Marke stehen auch SUV´s auf dem Programm. Auf den japanischen Partner Nissan wird in Europa künftig weniger Rücksicht genommen.

04.10.2004

Beginnen wir an der Basis. Der Modus ist der erste Vertreter einer neuen Kleinwagengeneration auf der zusammen mit Nissan entwickelten B-Plattform (Micra). In der Hinterhand hält Renault noch eine Modus-Variante mit weniger flexibler Fondbank, die dann weit unter 12.000 Euro angeboten werden soll.

Nächste Neuauflage in der Kleinwagenklasse ist der bislang 8,2 Millionen mal verkaufte Clio. Der kommt Ende 2005 in dritter Generation auf den Markt. Der Clio III wird acht Zentimeter länger, bekommt eine stämmigere Karosserie und neue Vierzylindermotoren ab 1,5 Liter Hubraum, die von Renault und Nissan gemeinsam entwickelt werden.

Zu den zwei- und viertürigen Schrägheck-Versionen des Clio sollen sich später noch eine Stufenheck-Variante und ein Coupé-Cabrio mit Variodach gesellen. Ende 2006 folgt die Ablösung des bis heute 2,2 Millionen mal produzierten Twingo, der im Vergleich zum künftig maskulinären Clio noch stärker als Frauenauto positioniert werden soll.

Logan-Reihe wird konsequent ausgebaut

Unterhalb des Twingo ist kein neuer Renault geplant. Denn die Rolle des Billigautos (ab 5.000 Euro) kommt dem Logan der rumänischen Tochtermarke Dacia zu. Der kompakten Stufenheck-Limousine sollen bald noch weitere Karosserievarianten zur Seite gestellt werden: ein Schrägheck-Modell, ein Kombi und ein Pickup. Als Fabrikationsorte sind neben Rumänien Russland, der Iran, China, Indien, Marokko und Kolumbien vorgesehen.

Um auf der SUV-Welle mit zu surfen, bringt Renault 2007 erstmals einen kompakten vierradgetriebenen Offroader, der zwischen Mégane und Laguna (Facelift im Frühjahr 2005) platziert werden soll. Er basiert auf der Plattform des nächsten Nissan X-Trail und lehnt sich stilistisch ein wenig an die Studie Koléos aus dem Jahr 2000 an. Dieser SUV soll in Korea gebaut werden und auch als Samsung vom Band laufen.

Großer 4x4-Tourer als möglicher Vel Satis-Ersatz

Für den leichten Offroader sowie die nächste Laguna-Generation (Herbst 2007) arbeiten Renault und Nissan an einem drei Liter großen V6-Turbodiesel, der später mit vier Liter Hubraum auch als V8 kommen wird. Eingesetzt werden soll er im Nachfolger des Vel Satis (Facelift 2005), dessen Ablösung noch vor 2009 erfolgt.

Als neues Spitzenmodell schwebt Renault kein Designwagnis mehr vor, sondern analog zur R-Klasse von Mercedes ein großer Tourer im SUV-Kleid, der technisch auf der nächsten Infiniti FX 45-Generation basieren soll.

Mit dem Eindringen von Renault in die 4x4-Domäne ist die Schonzeit für Konzernpartner Nissan in Europa offensichtlich ausgelaufen. Denn bislang hielt sich Renault hier mit Rücksicht auf Nissan zurück. Doch auch im Mainstream-Bereich werden die Japaner unter französischer Ägide zusehends ausgebremst: Die Volumen-Baureihen Almera und Primera sollen nämlich keine direkten Nachfolger erhalten, sondern durch weniger verbreitete Crossover-Nischenmodelle ersetzt werden.

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