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Renault R31 F1

Neuer Formel 1-Renault im Lotus-Gewand

Lotus Renault R31 Foto: xpb 17 Bilder

Mit dem Renault R31 will der traditionsreiche Formel 1-Rennstall Renault in eine neue Ära aufbrechen. Zusammen mit dem neuen Partner Lotus bläst die Mannschaft um die polnische Nummer eins Robert Kubica zum großen Angriff auf die vier Spitzenteams.

31.01.2011 Tobias Grüner Powered by

Renault R31 heißt die neue Kreation des Createurs d'automobile. Wenn man etwas Französisches an dem braun-goldenen Formel 1-Renner für die kommende Saison finden will, muss man allerdings ganz genau hinschauen.

Das Team befindet sich mittlerweile vollständig in Besitz einer Luxemburger Investmentgesellschaft. Sitz des Rennstalls ist Enstone in England. Und der neue Hauptsponsor Lotus kommt ebenfalls von der Insel. Immerhin der in Viry-Châtillon entwickelte Renault V8 wird noch von der Grande Nation geliefert.

Neuer Renault im alten Lotus-Look

Folgerichtig präsentiert sich der neue Renault R31 in der Saison 2011 nicht mehr in den traditionellen Renault-Farben Gelb mit schwarzen Streifen, sondern im ebenfalls bekannten schwarz-goldenen Lotus-Look der späten siebziger und achtziger Jahre.

Ob die legendäre Lackierung im Design der Zigarettenmarke John Player Special die Saison überlebt ist noch nicht sicher. Sollte der neuen Renault R31 die Gesetzeshüter zu stark an die Verpackung der Glimmstengel erinnern, müssen in Enstone wohl noch einmal die Farben gewechselt werden.

Mit dem neuen R31 erhofft sich das Team Lotus Renault den Angriff auf die Top Teams der Formel 1 in der kommenden Weltmeisterschaft. "Wir hatten eine starke vergangene Saison und wir hoffen, dass wir weiter nach vorne kommen können in diesem Jahr und näher an die Spitze heranrücken", sagte Pilot Robert Kubica am Montag bei der Vorstellung des neuen Rennwagens auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia.

Man will das Rendezvous mit den Top-Teams schaffen. "Das heißt, dass wir gegen Teams wie Ferrari, McLaren und Red Bull antreten - und wir wissen, dass das nicht einfach wird", meinte Kubica. Ihm zur Seite steht wie im Vorjahr der Russe Witali Petrow, der sich im Finale 2010 für Ferrari-Star Fernando Alonso als nicht überholbar erwiesen hatte und so auch einen kleinen Beitrag am WM-Titel für Sebastian Vettel hatte.

Mutiges Design bei Renault R31

Von der Technik des neuen Renault durfte man nach den großspurigen Ankündigungen der Teamleitung einiges erwarten. Kreative Technik-Ideen und ein "sehr mutiges Design" versprach Technikchef James Allison.

Als Robert Kubica und Vitaly Petrov um 12.30 Uhr das Tuch vom neuen Auto zogen kamen in der Tat ein paar überraschende Details zum Vorschein. An der Airbox sind seitlich zwei kleine Zusatz-Schnorchel angebracht, deren Zweck noch nicht erkennbar war. Ein winkliges Element auf dem Heckflügel ist ebenfalls ungewöhnlich. Ob es nur zur Verstellung des Flaps dient, oder noch einen anderen Zweck hat, war auf den ersten Blick noch nicht zu erkennen. Die Nase ist nicht ganz so hoch wie bei Sauber, Ferrari und Mercedes. Allerdings hatte der Renault schon im Vorjahr die niedrigste Front.

Renault startet zweiten KERS-Anlauf

Neu ist auch das Hybrid-System, mit dem der Renault R31 vom ersten Rennen an ausgestattet ist. Der erste Anlauf mit KERS 2009 hatte noch gefloppt. Nach nur wenigen Einsätzen wurden Batterien und Elektromotor wieder aus dem Auto geworfen.

Auch Robert Kubica galt noch nie als Freund der Hybrid-Technik. Mit der Erhöhung des Mindestgewichts (640 Kilo) und einer festgeschriebenen Gewichtsverteilung sind die Nachteile eine großgewachsenen Fahrers wie Kubica aber nicht mehr ganz so ausgeprägt.

Petrov auf Premierenfahrt mit dem Renault R31

Als Erster darf sich allerdings Vitaly Petrov von den Qualitäten des neuen Renault R31 überzeugen. Der Russe wird beim Testauftakt am Dienstag (1.2.) an gleicher Stelle die Jungfernfahrt absolvieren. An den Tagen zwei und drei gehört das Auto dann Kubica.

Bei der Vorstellung gab Renault außerdem bekannt, dass Bruno Senna ab der Saison 2011 zum Fahrerkader gehört. Der Brasilianer mit dem berühmten Namen, der im Vorjahr noch für HRT an den Start ging, soll als Ersatzfahrer bei der Simulatorarbeit helfen. Damit ist Senna aber nicht alleine. Auch Romain Grosjean ist als dritter Fahrer engagiert. Zum Kader gehören außerdem die beiden Nachwuchskräfte Ho-Pin Tung und Fairuz Fauzy.

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