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Renault Sport R.S 01

Markenpokalrenner mit 500 PS

Renault R.S. 01 - Alain Prost - Test - Jerez Foto: Renault 19 Bilder

Renault hat auf der Moskau Motorshow einen 500 PS starken Markenpokalrenner vorgestellt. Nun zeigte sich der R.S. 01, der über 300 km/h schnell ist, erstmals dem Publikum auf einer Rennstrecke.

24.10.2014 Uli Baumann Powered by

V6-Mittelmotor, 3,8 Liter Hubraum, 2 Turbolader, 500 PS, ein maximales Drehoment von mehr als 600 Nm bei 6.800/min, ein Gewicht von nur 1.100 Kilogramm dank einem leichten Kohlefaser-Monocoque und ein Top-Speed von mehr als 300 km/h - schon das Datenblatt des neuen Renault R.S. 01 verspricht spektakulären Fahrspaß.

Renault R.S. feiert Debüt auf der Moskau Motorshow

Auf der Moskau Motorshow wurde der Markenpokal-Renner Renault R.S. 01 nun erstmals offiziell vorgestellt. Das Design wirkt bullig und aggressiv. Der Sportler sieht schon im Stand schnell aus. Der auffällige Look wurde von Renault-Designchef Laurens van den Acker gezeichnet. Die französische Marke will sich mit dem reinrassigen Sportler wieder ein dynamischeres Image zulegen.

Auch die Technik ist kompromisslos. Das Kohlefaser-Monocoque sorgt in Verbindung mit einem Überrollkäfig aus Stahl nach FIA LMP1 Standard für höchste Sicherheit. Hinter den fetten 18 Zöllern sind 380 Millimeter-Bremsscheiben für die notwendige Verzögerung verbaut. Eine Traktionskontrolle sorgt in Verbindung mit einem Sperrdifferential dafür, dass sich die Gummis auf der Hinterachse nicht vorzeitig in Rauch auflösen.

Ausgefeilte Aerodynamik sorgt für viel Anpressdruck

Die Aerodynamik ist ebenfalls auf maximale Rundenzeit ausgelegt. Der Renault R.S. 01 soll nicht nur gut aussehen, sondern auch schnell um die Kurven kommen. Auf dem Heck thront ein riesiger Heckflügel, der den mächtigen Diffusor bei der Suche nach Abtrieb unterstützt. Auch die Front ist auf hohen Abtrieb ausgelegt: Ein Splitter unter der Stoßstange und der gestufte Unterboden sind aber nur ein Teil des Geheimnisses.

Im Zentrum des Kühlergrills wird beim Fahren Luft angesaugt, durch einen bugförmigen Vorsprung des Chassis kanalisiert und zu den beiden Wasserkühlern geleitet. Anschließend gelangt die Kühlluft durch Auslassöffnungen in der Fronthaube wieder ins Freie. Der hierdurch hervorgerufene Unterdruck verstärkt den Abtrieb auf der Vorderachse. Zwei Finnen an der Seite der Frontmaske sorgen für Verwirbelungen, welche die Turbulenzen durch die rotierenden Räder verringern.

Bei einer Breite von exakt 2,0 Metern ist der Renault R.S. 01 nur 1,116 Metern hoch. Der kauernde Look wird durch die Lichtsignatur der LED-Tagfahrlichter neben den Öffnungen für die Bremskühlung unterstrichen. Auch am Heck befinden sich LED-Leuchtbänder, die für einen unverwechselbaren Auftritt des Markenpokal-Renners sorgen.

Seine Rennstrecken-Qualitäten durfte der Renault R.S. 01 am 18. Oktober erstmals dem Publikum vorführen. Im Rahmen des letzten Laufes der Renault World Series drehte der 500-PS-Renner in Jerez seine Runden. Und niemand geringeres als der viermalige Formel-1-Weltmeister und Renault-Markenbotschafter Alain Prost griff ins Steuer. Außerdem durften sich Jean Ragnotti und Sébastien Buemi mit dem Renault R.S. 01 austoben.

Neuer Markenpokal Renault Sport Trophy

Für den Renault Sport R.S. 01 ruft der französische Hersteller 2015 eine ganz neue Einheitsrennserie ins Leben - die Renault Sport Trophy. Bei dem zwischen Clio Cup und professionellen Serien wie WEC, DTM und japanischer Super GT-Meisterschaft angesiedeltem Rennformat werden insgesamt 20 nach den Regeln der WEC klassifizierte gemischte Teams aus Profis und Amateuren an den Start gehen. Das erste Rennen plant Renault für Mitte 2015 auf dem berühmten Kurs in Spa-Francorchamps. Bis dahin betreiben die Renault-Ingenieure weiter Feintuning am neuen Rennwagen.

An einem dreitägigen Rennwochenende werden pro Fahrer und Fahrzeug mehr als vier Stunden auf der Rennstrecke zur Verfügung stehen. Neben technischer Ausgeglichenheit und sportlicher Fairness wird ein Schwerpunkt unter anderem auf der Kostenkontrolle liegen. So soll das technische Regelwerk höchstens alle zwei Jahre aktualisiert werden, was zur Verringerung der Ausgaben beiträgt.

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