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Rennanalyse GP Australien

Ferrari auf und davon

Foto: dpa 69 Bilder

Nach dem Grand Prix-Auftakt in Australien wusste man sowohl bei Mclaren-Mercedes als auch bei BMW: Man hat schnellere Autos als im Vorjahr, aber die Verfolger sehen auch: Es reicht nicht, um Ferrari Paroli zu bieten.

19.03.2007 Powered by

Zu krass war die Dominanz der Roten. Kimi Räikkönen erzielte seinen insgesamt neunten Grand Prix-Erfolg in einer Art, die seinem Vorgänger Michael Schumacher zur Ehre gereicht hätte. 28 Mal in 58 Runden war der Finne der schnellste Mann im Feld. 1,079 Sekunden war seine schnellste Rennrunde besser als die des Nächstbesten, Fernando Alonso.

Mit Siebenmeilen-Stiefeln lief Räikkönen dem Feld zu Beginn davon; nach 13 Runden betrug sein Vorsprung  11,1 Sekunden auf Verfolger Nick Heidfeld, bevor dieser zum ersten Mal und als Erster im Feld zum Nachtanken stoppte.

"Ich musste ja nicht so hart pushen wie ich gekonnt hätte“, meinte Räikkönen in monotoner Lakonik hinterher. Und so musste der direkt vor dem Start kollabierte Bordfunk als Grund dafür herhalten, dass es eigentlich ein gar nicht so einfaches Rennen für den Finnen war.

Schockierender Massa

Der neue Ferrari F2007 ist das Maß der Dinge. Mehr noch als Räikkönens Paradefahrt sollte der Konkurrenz Platz sechs von Teamkollege FelipeMassa zu denken geben, der nach einem Getriebeschaden sowie Motortausch aus der letzten Reihe starten musste.

Der Brasilianer bewältigte das Rennen mit nur einem Stopp. "Das hätten wirnicht gewagt“, bekannte Nick Heidfeld freimütig. Massa startete trotz 41 Grad Celsius Asphalttemperatur mit der weichen Mischung aus dem Einheitsreifen-Angebot von Bridgestone. Und er beendete es mit der harten Mischung: "Die Reifen waren auch am Schluss noch gut. Leider gelang es mir dennoch nicht, Giancarlo Fisichella zu überholen“, sagte Massa keineswegs verbittert.

Heidfeld grämt sich über Kubica

Bei BMW ist man guter Dinge. "Wir waren heute klar die drittstärkste Kraft, und wir sind der zweiten näher als der vierten“, meinte Sportchef MarioTheissen zur neuen Hackordnung der Formel 1. Heidfeld grämte sich gleich zwei Mal über Robert Kubica: Erstens, weil der Pole den etwas zügigeren Wahlschweizer nach der ersten Reihe von Stopps leicht aufhielt – es hätte aber nichts an der Position hinter beiden McLaren geändert ¬ und zweitens, weil Kubica ausfiel: "Schade, dass wir so nur fünf statt neun Punkte gesammelt haben.“ Heidfeld will unbedingt mit dem Team Rang drei in der Konstrukteurs-WM holen. Das Getriebe ist die Achillesferse der BMW. "Bei mir hat sich der Defekt schon nach zehn Runden beim Hochschalten angekündigt“, sagte Kubica. Dann blieb es im fünften Gang stecken.

Briatore unzufrieden mit Kovalainen

Apropos steckengeblieben: Heikki Kovalainens Debüt war eher von erschreckender Natur. Der Finne, der mit der Erfahrung von über 34.000 Testkilometernins Rennen ging, kam nie aus dem Mittelfeld heraus. Ein spektakulärer Dreher und mehrere Off-Road-Einlagen machten wohl nur den 72.000 Zuschauern Spaß. "Zu viele Fehler, meine Leistung war einfach nicht kontrolliert genug“, ärgerte sich Kovalainen. "Malaysia kann kaum schlimmer werden.“

Besonders im letzten Turn auf weichen Reifen schien der Finne fehl am Platz. "Wir haben mehr erwartet, auf jedem Level“, ließ Teamboss Flavio Briatore durchblicken. Immerhin rettete sich Giancarlo Fisichella auf Rang fünf ganz knapp vor Felipe Massa ins Ziel.

Alex Wurz: Kohlefaser-Splitter im Lenkrad

Williams gilt als fünftstärkste Kraft im Feld. Sensationell wie Nico Rosberg mit einem gewagten Manöver an Ralf Schumacher vorbeiging und sich letztlich zwei WM-Zähler sicherte. Doch auch hier zeichnet sich ein Rückstand ab, der zu groß ist. "Wir müssen das Auto dahin entwickeln, dass wir bereits im Zeittraining sein Potenzial voll ausschöpfen können. Das ist bislang nicht der Fall. Aber das kannte ich aus der Vergangenheit vom McLaren auch“, meinte Alexander Wurz.

Der Williams bekommt während der ersten Runde die Reifen nicht auf optimale Temperatur. Wurz sorgte für den Schreck des Nachmittags, als er das Opfer eines Fahrfehlers von David Coulthard wurde. Der Schotte flog mit seinem Red Bull haarscharf über den Kopf des Österreichers. "David hat sich sofort entschuldigt. Finde ich gut, denn das hat Größe“, urteilte Wurz. "Ich habe im Reflex die Hände vom Lenkrad genommen“, sagte Wurz. Das war auch gut so, denn Kohlefaserteile des Red Bull-Unterbodens steckten danach im Williams-Lenkrad.

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