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Rennanalyse GP China

Lewis nicht am Limit

Foto: dpa 48 Bilder

Im letzten Jahr hat Lewis Hamilton beim GP China zehn Punkte im Titelrennen verloren. Diesmal stockte er sein Punktekonto mit seinem fünften Saisonsieg um zehn Zähler auf. Unsere Rennanalyse erklärt, was beim vorletzten Grand Prix des Jahres passiert ist.

20.10.2008 Michael Schmidt Powered by

Warum war McLaren so stark?

Die Kombination harte Reifen, rauer Asphalt und nicht allzu hohe Temperaturen waren ideal für McLaren-Mercedes. Ferrari brachte die harten Reifen nur mit Verspätung zum Arbeiten und kämpfte mit den weichen zeitweise mit Überhitzungserscheinungen. "Bei unserem Auto ist es schwieriger das Arbeitsfenster der Reifen zu treffen", bedauerte Massa. McLaren-Direktor Martin Whitmarsh erklärte: "Wir hatten von der ersten Trainingsrunde an keine Probleme mit den Reifen. Der harte Gummi kam in der ersten Runde auf Temperatur, der weiche hat auch über die Distanz gehalten."

Kovalainens Reifenplatzer hatte nichts mit Überbelastung zu tun. Ein Cut auf der Reifeninnenschulter des rechten Vorderreifens lässt auf eine äußere Beschädigung schließen. "Vermutlich hat Heikki unglücklich einen Randstein getroffen", erklärte Whitmarsh. Lewis Hamilton spielte mit seinen Gegnern. "Er ist nur einmal ans Limit gegangen", ließ Whitmarsh durchblicken. "Und das war im zweiten Versuch der dritten Qualifikationsrunde." Den zweiten Tankstopp spulte Hamilton aus Angst vor einer Safety-Car-Phase zwei Runden vor Plan ab. "Räikkönen war so weit zurück, dass er auch durch längeres Verbleiben auf der Strecke keine Chance hatte", erklärte Whitmarsh.

Warum war Räikkönen schneller als Massa?

Seit Ferrari das Auto für den Finnen auf den Stand vom GP Spanien zurückgebaut hat, fühlt sich der entthronte Weltmeister wieder wohl. "Ich spüre jetzt besser das Auto", sagt Kimi. Das lästige Untersteuern ist verschwunden. Im gleichen Maße tut sich Massa schwerer, die Reifen in das optimale Temperaturfenster zu bringen. Der Brasilianer weiß, was er bei seinem Heimrennen zu tun hat: "Ich muss in Brasilien gewinnen, Kimi muss Zweiter werden, und dann hilft nur noch Beten." Hamilton reicht ein fünfter Platz zum Titel. "Die leichten Aufgaben sind oft die schwersten", mahnt Teamdirektor Martin Whitmarsh.

Hätte Heidfeld seinen Teamkollegen Kubica vorbeilassen sollen?

BMW sammelte sieben Punkte. Heidfeld verbesserte sich von Startplatz neun auf Rang fünf, Robert Kubica von Platz elf auf sechs. Trotzdem war der Pole sauer. Der WM-Traum ist endgültig ausgeträumt. Da hätte auch ein Platztausch nichts geändert. Doch das Kubica-Lager hat Angst, dass jetzt auch noch WM-Platz drei in Gefahr ist. Kimi Räikkönen liegt sechs Punkte zurück.

Die BMW-Strategen widersprechen: "Räikkönen darf in Brasilien nicht vor Massa ins Ziel kommen. Damit muss Kubica nur Sechster werden, um vor Kimi zu bleiben. Das schafft er." Kubica ist sich da nicht so sicher. BMW war auch in Shanghai nur vierte Kraft hinter McLaren. Ferrari und Renault. Das Untersteuern hat ihn bis zum letzten Turn im Rennen begleitet. "Erst mit den weichen Reifen wurde es besser."

Heidfeld sah keinen Grund, Kubica vorbeizulassen. "Ich wusste, dass Roberts keine WM-Chance mehr hatte. Ich wollte in den letzten Runden noch einmal zeigen, was ich bei dem Rennen drauf gehabt habe." Die schnellste Runde von Heidfeld war um vier Zehntel schneller als die beste Runde von Kubica.

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