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Rennanalyse GP Europa

Viel Rauch um nichts

Foto: Daniel Reinhard 54 Bilder

Der Grand Prix von Europa auf dem Hafenkurs von Valencia konnte die Erwartungen in puncto Spannung und Action nicht ganz erfüllen. Das Überholen gestaltete sich schwieriger als erwartet und auch die Safety-Car-Phasen blieben trotz der gefährlich nahen Mauern an der Strecke aus.

25.08.2008 Tobias Grüner Powered by

Warum blieb McLaren-Mercedes chancenlos gegen Massa?

Für Felipe Massa lief am Wochenende alles perfekt zusammen. Im Qualifying überzeugte der Brasilianer erneut mit einer fehlerlosen Leistung und der verdienten Pole Position. Wie zuletzt in Ungarn ließ er denn hinterherfahrenden Silberpfeilen auch im Rennen keine Chance. Dabei halfen dem Ferrari-Pilot erneut die heißen und trockenen äußeren Bedingungen, bei denen sich der reifenschonende Ferrari seine Stärken besonders gut ausspielen konnte.

Hamilton, der im Qualifying noch von einem eingeklemmten Nerv schmerzhaft geplagt wurde, sah im Rennen schnell ein, dass er Massa ziehen lassen muss. Er konzentrierte sich auf die Sicherung von Rang zwei, mit dem er am Ende auch seinen Vorsprung im WM-Klassement ausbauen konnte.

Warum blieb Räikkönen so blass?

Der Weltmeister laboriert immer noch an einer ausgeprägten Set-Up und Qualifying-Schwäche. Nach Platz vier im Training verlor der Finne am Start noch einen Platz an Heikki Kovalainen. Im Verkehr konnte er nie das Potenzial des Ferrari zeigen. Neben den ausgeprägten Rauchzeichen beim plötzlichen Motorschaden fiel Räikkönen nur noch durch einen dramatischen Zwischenfall beim zweiten Boxenstopp auf.

Unter dem Druck des gleichzeitig tankenden Kovalainen fuhr Kimi aus seiner Box, noch bevor der Tankrüssel entfernt war. Mechaniker Pietro Timpini wurde dabei zu Boden geschleudert und von Hinterreifen überrollt. Im Medical Center stellten die Ärzte einen Bruch des Mittelfußes fest. Räikkönen entschuldigte sich sofort für den Unfall und nahm den Fehler auf seine Kappe.

Warum konnte Vettel im Qualifying mehr überzeugen als im Rennen?

Bei Toro Rosso legt man im Freien Training viel Wert auf das richtige Set-Up für eine schnelle Runde, um im Qualifying so weit wie möglich zu kommen. Die Spitzeneams, die das Q3 für gewöhnlich locker erreichen, arbeiten mehr an der richtigen Balance mit mehr Sprit an Bord. So konnte der junge Heppenheimer mit leerem Tank in Q2 eine überraschende Bestzeit fahren, die er in Q3 und im Rennen nicht mehr ganz wiederholen konnte.

War die Ein-Stopp-Strategie von Timo Glock die richtige Taktik?

In der Simulation vor dem Rennen berechneten die Strategen einen leichten Nachteil für die Ein-Stopp-Strategie. Für den von Rang 13 gestarteten Glock war es allerdings die einzige Möglichkeit Plätze gut zu machen. Auf der Strecke gab es kaum eine Chance an der Konkurrenz vorbeizukommen. Die sechs gewonnen Plätze und die zwei Punkte für Rang sieben waren das Maximum, was aus der schlechten Ausgangslage möglich war. Die Leistung ist noch höher einzuschätzen, wenn man die schwere Erkältung mit einbezieht, von der Glock seit Samstag geplagt wurde.

Warum dominierte Robert Kubica das teaminterne Duell so deutlich?

Es war ein Debakel für Nick Heidfeld: Während der Teamkollege auf dem Treppchen feiert, rollte der Mönchengladbacher auf Rang neun ohne Punkte durchs Ziel. Da konnte und wollte der 31-Jährige anschließend auch nichts schönreden: "Das war eine Katastrophe. Es ist einfach alles schlecht gelaufen." Der altbekannten Qualifying-Schwäche folgte ein schlechter Start und anschließender Fahrt im Verkehr. Die Rundenzeiten von Heidfeld waren im Schnitt knapp eine Sekunde schlechter als die von Kubica. Im Team gerät Heidfeld nun erneut unter Druck, auch wenn Kandidaten, die ihn ersetzen könnten, noch nicht in Sicht sind.

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