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Rennanalyse GP Italien

Der perfekte Tag

Foto: Red Bull 56 Bilder

Sebastian Vettel hat sich mit seinem Sieg in Monza am Sonntag (15.9.) in die Geschichtsbücher der Formel 1 eingetragen. In unserer Rennanalyse beleuchten wir noch einmal die Hintergründe des historischen Rennens.

15.09.2008 Tobias Grüner Powered by

Wie konnte Vettel im ersten Renndrittel einen derart großen Vorsprung herausfahren?

Die herausragende Pace des Toro Rosso-Piloten zu Beginn des Rennens hatte mehrere Gründe. Dank der Pole Position hatte Vettel als einziger freie Sicht nach vorne und konnte sich auf sein Tempo konzentrieren. Außerdem war der Youngster am leichtesten aus der Spitzengruppe unterwegs, weshalb er später auch als erster an die Box zum Tanken kommen musste.

Vettel hatte außerdem Glück, dass sein ärgster Verfolger, Heikki Kovalainen, mit stark abgenutzten Hinterreifen kämpfte. Der Finne überfuhr seine Gummis zu Beginn des Rennens und ärgerte sich anschließend: "Der Fehler ist mir nicht das erste Mal passiert", gab der Silberpfeil-Pilot zerknirscht zu. Wie sehr Kovalainen gehandicapt war, zeigten die Top-Zeiten von Teamkollege Lewis Hamilton.

"Ich habe gehofft, dass ich nach dem ersten Stopp vor dem schnellsten Ein-Stopper aus der Box komme", so Vettel anschließend über seine Strategie. Dass er nach dem Wechsel deutlich vor Rosberg blieb, war der Schlüssel zum Erfolg. So hatte der Heppenheimer auch nach dem Service freie Fahrt und konnte das Rennen kontrolliert von der Spitze nach Hause fahren.

Wie konnten sich Robert Kubica und Nick Heidfeld so weit nach vorne schieben?

Im Jubel über Vettels Premierensieg ging die gute Leistung der BMW-Piloten fast ein wenig unter. Sowohl Nick Heidfeld (von zehn auf fünf) als auch Robert Kubica (von elf auf drei) konnten ihr schwaches Qualifying mit guten Leistungen im Rennen ausbügeln. Entscheidend war dabei die richtige Taktik, beide Autos mit sehr viel Sprit loszuschicken. So konnten beide beim ersten und einzigen Boxenstopp direkt auf Intermediates wechseln und damit viele Plätze gutmachen.

"Das war eine klasse Leistung von beiden Fahrern, mit randvollen Tanks vor allem zu Beginn so gut mitzuhalten", lobte Teamchef Mario Theissen im Anschluss seine Piloten. Dass Kubica vor Heidfeld landete lag an seinem Überholmanöver in der ersten freien Runde: "Ich habe Nick vor der ersten Schikane überholt und ihn dabei nicht einmal gesehen", so der Pole anschließend über sein ungewolltes Manöver.

Warum konnte Hamilton am Ende Massa nicht mehr unter Druck setzen?

Lewis Hamilton fuhr vor allem in der ersten Rennhälfte sensationell gute Zeiten und fuhr fast nach Belieben an seinen Gegnern vorbei. Nachdem auch der Brite auf Intermediates gewechselt hatte, versuchte er direkt Massa einzuholen. Doch nach wenigen Runden konnte der Brasilianer die Situation kontrollieren. "Ich hatte einfach die Reifen zu hart rangenommen und am Ende keine Chance mehr, noch einmal anzugreifen", so Hamilton anschließend. Am Ende musste der Vizeweltmeister mit aller Mühe sogar noch die Attacken von Red Bull-Pilot Mark Webber abwehren.

Warum musste das Rennen hinter dem Safety-Car gestartet werden?

Ein normaler Rennstart wäre wegen den feuchten Bedingungen zu gefährlich gewesen. So führte Safety-Car-Pilot Bernd Mayländer das Feld zweimal um den Kurs, so dass sich alle Piloten an die Verhältnisse gewöhnen konnten. "Die Sicht war erbärmlich. Man konnte sich nur an den Bäumen orientieren", klagte anschließend Heikki Kovalainen. Auch Robert Kubica kritisierte den Blindflug zu Beginn: "Ich habe gar nix gesehen. Das war sehr gefährlich. Das nächste Mal sollten wir überlegen, ob wir überhaupt bei diesen Bedingungen starten."

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