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Rennanalyse GP Malaysia

Der perfekte Tag

Foto: dpa 50 Bilder

McLaren-Mercedes machte in Sepang alles richtig, und das Team von Ron Dennis wurde mit der maximalen Ausbeute belohnt.

09.04.2007 Powered by

Ron Dennis hatte nach der Zieldurchfahrt Tränen in den Augen. Ein Doppelsieg gegen die scheinbar unschlagbaren Ferrari, und ausgerechnet sein Schützling Lewis Hamilton war mit seiner Zweikampfstärke der Garant für Alonsos Sieg.

Die McLaren starteten auf der besseren Streckenseite, doch das reicht als Erklärung für das Überrumpelungsmanöver in der ersten Kurve nicht aus. Felipe Massa hätte zumindest Zweiter bleiben können, doch der Brasilianer traute sich in der ersten Rechtskurve nicht, ganz nach innen zu ziehen, da er Hamilton rechts schon nah im Rückspiegel sah. In die Lücke stach der Engländer hinein, und in der folgenden Linkskurve hätte Massa ihn schon aufs Gras drängen müssen, um Hamilton loszuwerden. Räikkönen hing hinter Massa fest und musste hilflos mitansehen, wie beide McLaren nach vorn fuhren.

Alonso konnte risikolos davonfahren

Dass Massa Hamilton so heftig bearbeitete, spielte Alonso in die Hände. Der Weltmeister konnte sich sicher fühlen und Tempo machen, ohne seine Reifen zu überfordern. Die Ferrari-Strategen wussten dagegen: Wenn man nicht zügig an Hamilton vorbei käme, wäre der Vorteil des geringeren Gewichts nutzlos. Doch Hamilton parierte die ungestümen Angriffe von Massa mühelos.

Trotz der günstigen Ausgangslage glaubte Fernando Alonso erst nach dem zweiten Boxenstopp an den Sieg. Weil die Zeitnahme falsch stoppte, dachte man bei McLaren, Räikkönen könne noch mindestens drei Runden länger fahren als es tatsächlich der Fall war. Dass die Ferrari am Ende doch noch näher kamen lag daran, dass die F2007 mit den harten Reifen besser funktionieren als die Konkurrenz, und dass die McLaren mit reduzierter Drehzahl bereits im Schongang unterwegs waren.

Heidfeld wie ein Champion

Auch Nick Heidfeld musste sich gegen Rennende nicht vor Ferrari fürchten. Er kontrollierte Felipe Massa hinter sich mühelos. Der Mönchengladbacher fuhr die fünf Punkte im Stile eines Champions nach Hause: "Ich wusste, dass mir Felipe höchstens bei einer Überrundung gefährlich werden konnte. Bei freier Fahrt habe ich die Reifen für  die kritischen Momente geschont. "

Dabei stand der vierte Platz für "QuickNick" schon in der ersten Kurve auf dem Spiel: Teamkollege Robert Kubica verbremste sich und rodelte in den BMW seines Teamkollegen."Fast hätte ich mich gedreht", sagte Heidfeld.

Kubica fuhr sich eine Endplatte am Frontflügel ab und litt fortan unter einem nur unwillig einlenkenden Auto. "Ich hatte das ganze Rennen über keine Balance", klagte der Pole, der zwischenzeitlich sogar kurz von der Strecke abkam. Kubica wurde am Ende 18. und Letzter.

Renault im Wald

Zu ihrer eigenen Überraschung waren die Renault gar nicht schlecht unterwegs. Beide Autos fuhren in die Punkte. Der sechstplatzierte Giancarlo Fisichella erntete Lob seines Chefingenieurs: "Giancarlo ist ein starkes Rennen gefahren", sagte Pat Symonds.

Doch das ordentliche Ergebnis ist die einzige positive Nachricht für Renault. Tatsächlich herrscht sowohl an guten wie in schlechten Tagen völlige Ratlosigkeit über die Ursachen. "Wir stehen ein bisschen im Wald", sagt Symonds. Dementsprechend sitzt die Technikabteilung wie gelähmt vor den Monitoren. "Es macht keinen Sinn etwas zu entwickeln, wenn wir das Problem nicht kennen", sagt Pat Symonds.

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