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Rennanalyse Hockenheim

1-2-3 für Audi

Foto: Audi 35 Bilder

Mit einem Dreifach-Erfolg für Audi startete die DTM in Hockenheim vor 93.000 Zuschauern in die neue Saison. Titelverteidiger Mattias Ekström gewann vor dem Trainingsschnellsten Timo Scheider und Le Mans-Legende Tom Kristensen. Bruno Spengler war als Vierter bester Mercedes-Fahrer. Ralf Schumacher kam bei seiner DTM-Premiere als 14. ins Ziel.

13.04.2008 Claus Mühlberger Powered by

"Das Auto hat von Freitagmorgen an hervorragend funktioniert", resümierte Ekström. Schlüssel zum Sieg des Schweden war der gute Start. "Ich sah, dass an Timos Auto die Räder ein bisschen durchgedreht haben. Das war mein Vorteil."

Timo Scheider, der immer noch auf seinen ersten DTM-Sieg wartet, konnte dem zweiten Platz Positives abgewinnen: "1 – 2 – 3 für Audi, besser kann es ja gar nicht kommen. Ich habe ein paar Mal versucht, Mattias unter Druck zu setzen. Ich habe eine untersteuernde Abstimmung gewählt. Das hat aber nicht funktioniert."

Derbe Schlappe für Mercedes

Bei dem eintönigen Rennen mit sehr wenigen Überholmanövern musste Mercedes eine derbe Schlappe einstecken: Als Bester C-Klasse-Fahrer kam Bruno Spengler auf Rang vier. Der Vizemeister von 2007, der sich im letzten Renndrittel wütender Attacken von Martin Tomczyk im Audi erwehren musste, räumte ein: "Nicht gerade ein tolles Ergebnis. Die Meisterschaft ist aber noch nicht verloren. Im letzten Jahr hatte ich nach den ersten beiden Rennen noch keinen einzigen Punkt auf dem Konto. Jetzt sind es immerhin fünf. Aber bis zum nächsten Rennen in Oscherleben am kommenden Wochenende können wir nicht wirklich viel tun. Wir müssen die Daten studieren."

Mit dem Kampf um den Sieg hatten die Mercedes-Fahrer nichts zu tun. Nach 37 Runden klaffte ein Loch von 21,8 Sekunden zwischen dem schnellsten Audi und dem besten Mercedes. "Das war heute eine kalte Dusche für uns", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Kämpferisch fügte er hinzu: "2007 haben wir sieben von zehn Rennen gewonnen. Wer jetzt glaubt, dass wir angeknockt in der Ecke stehen, täuscht sich."

Über 18 Runden sehenswerte Duelle

Nur zwei der Mercedes-Fahrer waren dazu in der Lage, das Tempo der Audi wenigstens annähernd mitzugehen: Neben Bruno Spengler war dies Paul di Resta. Der Schotte fiel jedoch nach einem völlig missratenen Boxenstopp, der rund 30 Sekunden länger dauerte als üblich, von Platz drei bis auf den 13. Rang zurück, wo er sich über 18 Runden hinweg sehenswerte Duelle mit Markus Winkelhock im 2007er-Audi lieferte.

"Wenigstens di Resta hat ein gutes Tempo vorgelegt", analysierte Haug. "Paul kam im zweiten Renndrittel näher an die beiden führenden Audi heran. Ich dachte: Da kriegt der Zuschauer noch was geboten. Ich glaube nicht, dass er geschafft hätte zu überholen, aber wir hätten ein Podiumsplatz holen können." Ursache für den schlechten Stopp war ein Kupplungsproblem.

Der ehemalige Formel 1-Pilot Ralf Schumacher kollidierte in der zweiten Runde mit Christijan Albers, worauf der Holländer aufgeben musste. „Christijan ist in der Spitzkehre von aussen voll reingezogen – vielleicht hat er mich nicht gesehen?" beschreibt der Kerpener den Vorfall. "Mein Mercedes ist halt stabiler als der Audi."

Erstplatzierte Audi-Fahrer mit Unfallvergangenheit

Bemerkenswert: Die beiden erstplatzierten Audi-Fahrer, die jetzt auf dem Podium standen, hatten jüngst schwere Unfälle: Ekström war beim abschließenden Test in Oscherleben nach einem Bremsdefekt hart in die Reifenstapel gekracht, hatte danach über Kopfschmerzen geklagt. Rechtzeitig zum Rennen war der Schwede aber wieder fit. Timo Scheider hatte im März beim Test in Mugello einen heftigen Leitplankenkontakt.

Tom Kristensen, der Drittplazierte, hatte das Hockenheimer Motodrom vor Jahresfrist im Rettungshubschrauber verlassen. Nach dem Unfall mit Alexandre Prémat musste der Däne wegen eines Schädeltraumas eine zehnwöchige Zwangspause einlegen. "Ich bin in der zweiten Jahreshälfte nur gefahren, um meine Kollegen zu unterstützen. Das vergessen die Leute ganz schnell", sagte Kristensens nach dem Rennen. Mit seiner ersten DTM-Podiumsplatzierung seit seinem Comeback im Rennauto unterstreicht er seine Ambitionen in dieser Saison vorne mitzufahren.

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