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Reparatur am Redaktions-Sharan

Spezialwerkzeug oder gleich Neuteile?

VW Sharan, Heck, Parkdelle Foto: Pompe 6 Bilder

Unser Redaktions-Sharan hat die letzte Ausfahrt nicht ohne Blessuren überlebt. Das Ergebnis des Parkremplers schreit nach einem Fachmann und viel Spezialwerkzeug. Oder sind Neuteile günstiger?

12.07.2012 Anna Matuschek Powered by

"Neu kaufen oder reparieren?" So lautete die erste Frage bei CSR Liehr in Denkendorf. Unseren Redaktions-Sharan hat es ordentlich erwischt. Die Stoßstange ist gebrochen und großflächig verkratzt. Die Heckklappe trägt eine faustgroße Delle unterhalb der Scheibe und ist zusätzlich im unteren Bereich eingedrückt.

Da ist die kleine Schramme unter der Beleuchtung beinahe irrelevant. Gunter Liehr schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, als er meine eher ironisch gemeinte Pflaster-Lösung sieht. Dieser Schaden ist mit der Ausrüstung einer Hobbywerkstatt nicht zu beheben. Zudem braucht es für das Erfolgserlebnis ein geübtes Händchen und Erfahrung in der Kunststoff- und Blechbearbeitung.

Rund fünf Arbeitsstunden für die Bearbeitung

Rund fünf Arbeitsstunden kalkuliert Gunter Liehr für die Bearbeitung der defekten Teile. Die Stoßstange muss dafür abgebaut werden. "Ohne Einparkhilfe würde es auch ohne Demontage gehen", erläutert er. Mit einem Klotz und dem Heißluftföhn wird sie anschließend wieder in ihre ursprüngliche Form gedrückt. "Das Material sollte weich sein, aber nicht zu weich", warnt er.

Die Rückseite der maroden Stelle muss mit Glasfaser und Zweikomponenten-Klebstoff verstärkt werden, während die sichtbare Oberseite mit Spachtel für die anstehende Beilackierung vorbereitet wird. Damit sich Aufwand und Ausgaben in Grenzen halten, wird nur ein Teil der Stoßstange mit neuer Farbe besprüht.

Auch hier ist passendes Material im Vorratsschrank erforderlich, denn mit dem Bastel-Set aus dem Baumarkt und einer Spraydose wäre der Schaden anschließend höher als vorher. Ans Blech geht es dem Auto bei den Schäden an der Heckklappe. Die untere Delle kann der Karosseriebauer mit Hammer und Gegenstück geradedengeln. Um die faustgroße Verformung unter der Heckscheibe zu beheben, benötigt er einen so genannten Multispot. Die Spitze des Gerätes wird an das blanke Blech angeschweißt, durch die anschließenden Ruckbewegungen des Fachmanns drückt sich das Blech wieder in Form. Die Feinarbeit wird mit Blei und Spachtel erledigt. Kein Job, den man an einem schönen Samstagmittag vor der Haustür erledigen kann.

Vorarbeit für Lackierung besonders wichtig

Das i-Tüpfelchen gibt die anschließende Lackierung. Dabei ist neben der Optik die Vorarbeit besonders wichtig, denn wer hier schlampert, hat spätestens in einem halben Jahr erste Rostbläschen unter der frischen Farbe.

Obwohl die bittere Einsicht, den Schaden nicht selbst beheben zu können, am Ego kratzt, verlassen wir den Hof immerhin mit der Erkenntnis: Reparieren ist billiger als tauschen. Für etwa 1.000 Euro ist der Schaden optisch passé. Neuteile reißen ein Loch von rund 2.500 Euro in die Haushaltskasse. Wer mit dem Schaden leben kann, greift zum altbewährten Pflaster und wartet auf ein Schnäppchen vom Schrottplatz. Wir entscheiden uns für die günstige Reparatur beim Fachmann.

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