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Restaurierungslexikon (186)

Standschäden vermeiden

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Wenn Klassiker lange stehen, drohen ärgerliche Schäden. Richtiges Einlagern kann viele Probleme vermeiden. Besonders wichtig sind Bewegungsfahrten.

20.12.2007 Thomas Wirth Powered by

Bewegung hält jung – nicht nur den Körper, auch die Technik. Nichts schadet den zahllosen Komponenten eines Automobils mehr als ein Nichtgebrauch über längere Zeit. Mit etwas Schrauberei lassen sich diese Standschäden beheben, wenn die Teile verfügbar sind. Sie von vornherein zu vermeiden hätte allerdings deutlich weniger Initiative erfordert – dieses Thema wird wichtiger, weil in der Sammlerszene längst Fahrzeuge angekommen sind, die deutlich komplexere Technik enthalten als früher: Das Auto-Leben ist ein ganzes Stück komplizierter geworden.

Je moderner das Auto, desto komplexer die Konservierung

Die Diskussion, ob sich zukünftige Oldtimer aus den achtziger oder neunziger Jahren noch restaurieren lassen, wird längst intensiv geführt. Auch die deutschen Hersteller wissen um das Thema, ohne jedoch eine Lösung anbieten zu können. Sicher ist nur: Der beste Weg ist der, ein Fahrzeug samt seinen vielseitigen Funktionen zu erhalten.

War früher der Korrosionsschutz das treibende Problem, erfordert das Blech heutzutage nur noch durchschnittliche Aufmerksamkeit. Eine besondere Herausforderung birgt hingegen das Treibstoffsystem. Dabei geht es nicht nur um den Tank, sondern auch um die vielen nachfolgenden Komponenten - wie eine Einspritzanlage mit den bis auf wenige Tausendstelmillimeter exakt gefertigten Bauteilen.

Einspritzventile können verkleben, und vermutlich wird der Katalysator zerstört. Zudem besitzt Zweitaktöl ebenfalls keine Konservierungsadditive - wozu auch? Sinnvoller ist es, zu Produkten zu greifen, die für diesen Zweck geschaffen sind. Also spezielle Kraftstoffzusätze, wie sie einige Hersteller im Programm führen.


Sonderfall Elektronik

Dabei geht es, immerhin, noch um Mechanik. Doch niemand weiß, wie sich Elektronik auf Dauer verhält. Die Zeiten, in denen eine verstopfte Vergaserdüse oder ein hängender Schwimmer Ursache für Aussetzer waren, sind bei den Nachwuchs-Klassikern vorbei. Langer Stillstand ohne Batterie wird vermutlich zu sich häufenden Fehler-Codes der Elektronik führen, sicher aber zu defekten Kondensatoren und anderen schwer zu lokalisierenden Problemen.

Umso ärgerlicher ist es, dass gerade diejenigen Autos, die eine regelmäßige Bewegung besonders nötig haben, inzwischen nicht mehr mit der roten 07-Nummer gefahren werden dürfen. Das ändert nichts an der Empfehlung: Bewegung ist wichtig. Und ein Kurzzeitkennzeichen ist mit Sicherheit günstiger als jede Instandsetzung.

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