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Opel-Sanierung

RHJ will bei Opel kräftig sparen

Opel Logo RHJ Foto: dpa 144 Bilder

Die belgische Investmentgesellschaft RHJ will im Falle einer Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel die Kosten massiv senken. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung bezifferte Firmenchef Leonhard Fischer das jährliche Einsparvolumen auf 800 Millionen Euro.

17.07.2009

Man wolle "die Partnerschaft mit der ehemaligen Opel-Mutter GM nutzen, zum Beispiel beim gemeinsamen Einkauf von Fahrzeugteilen", sagte Fischer dem Blatt. "Das schafft Vorteile und spart Kosten. Insgesamt rechnen wir mit Einsparungen von 800 Millionen Euro im Jahr."


Der RHJ-Chef betonte zugleich, Opel habe "großes Potenzial" und solle im Fall einer Übernahme eigenständig bleiben. "Wir wollen Opel als eigenständiges Unternehmen führen, die Mitarbeiter sollen sich mit bis zu zehn Prozent an der Firma beteiligen können", sagte Fischer. Im Hinblick auf die geforderte Staatsgarantie von 3,8 Milliarden Euro erklärte Fischer: "Wir wollen die Belastung für die Steuerzahler bei der Opel-Sanierung so gering wie möglich halten. Der von uns erwartete Garantiebedarf ist fast 700 Millionen Euro niedriger als der von anderen Opel-Interessenten."

RHJ bestreitet Strohmann-Funktion für GM

Die Vorwürfe bei Opel nur als Strohmann für die Noch-Muttergesellschaft General Motors (GM) zu fungieren, hat der Finanzinvestor RHJ unterdessen zurückgewiesen. "Es ist kein Automatismus, dass Anteile an GM zurückfließen", sagte ein Sprecher der "Frankfurter Rundschau". Klare Absicht von RHJ sei es, Opel als eigenständige Marke auszubauen.

RHJ hat der Bundesregierung ein nachgebessertes Angebot vorgelegt. In dem Konzept der Belgier, das der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt, spielt GM eine gewichtige Rolle. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sagte am Donnerstag, das RHJ-Modell

für einen Opel-Einstieg enthalte "ein mehrfach abgesichertes Vorkaufsrecht" für GM. Auch bei Entwicklung, Produktion und im Einkauf baut der Finanzinvestor nach dem Konzept auf eine enge Zusammenarbeit zwischen GM und Opel. RHJI will im Falle einer Übernahme in Deutschland 3.900 Stellen streichen. Europaweit sollen es 9.900 sein.

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