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Oldtimer und Recht Teil 3

Foto: Archiv 2 Bilder

Rotes, H- oder normales Kennzeichen – das passende Blech fürs Auto.

14.01.2007 Klaus Finkenburg Powered by

Neben der normalen PKW-Zulassung gibt es für Besitzer von Klassikern zwei weitere Möglichkeiten, ihr Fahrzeug auf der Straße zu bewegen. Um ein H-Kennzeichen zu bekommen, ist es zunächst wichtig, dass der Klassiker älter als 30 Jahre ist. Darüber hinaus muss der Fahrzeugbesitzer nachweisen, dass es sich bei seinem Auto um „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ handelt, wozu beim TÜV beziehungsweise der DEKRA ein Gutachten in Auftrag gegeben werden muss.

Dabei wird zum einen die Originalität, des weiteren der Erhaltungszustand überprüft, dieser sollte zumindest der Stufe 2 entsprechen. Nähere Informationen dazu hält sich zum Beispiel beim TÜV Süd. Vorteile des H-Kennzeichens sind die uneingeschränkte Alltagsverwendbarkeit des Fahrzeugs sowie die günstigen Steuersätze für Oldtimer.

Das rote 07er-Kennzeichen bietet sich vor allem für Sammler an, die mehrere Klassiker besitzen. Hier dürfen verschiedene Fahrzeuge im Wechsel mit demselben Nummernschild bewegt werden. Um die 07er-Nummer zu erhalten, müssen Antragsteller einen Zuverlässigkeitsnachweis in Form eines polizeilichen Führungszeugnisses erbringen. Das Kennzeichen wird zunächst befristet zugeteilt, später kann eine unbefristete Vergabe erfolgen. Bei den Autos muss es sich um eine Sammlung (stillgelegter) Fahrzeuge handeln, je nach Zulassungsstelle werden mindestens zwei oder mehr verlangt.

Mindestalter von 20 Jahre gilt

Noch gilt ein Mindestalter von 20 Jahren; es kommt ebenfalls der Begriff des "kraftfahrzeugtechnischen Kulturguts" zur Anwendung, der aber bislang weniger streng ausgelegt wird als bei der H-Zulassung. Mit 07-Kennzeichen ausgestattete Autos dürfen lediglich bewegt werden, um etwa Oldtimerveranstaltungen zu besuchen oder Probe- und Überführungsfahrten durchzuführen. Anfang 2007 wird eine Änderung in Kraft treten, die die Bedeutung dieser Zulassungsart deutlich einschränken dürfte.

Das Mindestalter der Fahrzeuge steigt auf 30 Jahre, außerdem wird nun – wie beim H-Kennzeichen schon heute - zur Einstufung als Oldtimer die Erstellung eines Gutachtens erforderlich. Für Autos, die jünger als 30 Jahre sind, wird also nur noch der Weg der normalen Zulassung bleiben.

Hohe Steuersätze lassen sich durch den Einbau eines Nachrüst-Kats senken. Oft ist es auch sinnvoll, ein Saisonkennzeichen zu verwenden und so während der Wintermonate Steuern und Versicherungsbeiträge zu sparen.

Drei Möglichkeiten, einen Oldtimer anzumelden

Normale Zulassung

Vorteile:
- Schnell und unkompliziert
- uneingeschränkter Alltagsbetrieb möglich

Nachteile:
- je nach Fahrzeug hohe Steuer- und Versicherungssätze

H-Kennzeichen
Vorteile:
- uneingeschränkter Alltagsbetrieb möglich
- niedrige Steuersätze

Nachteile:
- hohe Voraussetzungen zur Erteilung

07-Kennzeichen
Vorteile:
- mit mehreren Fahrzeugen verwendbar

Nachteile:
- hohe Voraussetzungen zur Erteilung
- nur eingeschränkter Fahrzeugbetrieb möglich

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