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Inserat

Das optimale Gebrauchtwagen-Inserat

Mazda 3, verscheidene Modelle Foto: Karl-Heinz Augustin

Sie möchten sich von Ihrem Auto trennen? Dann sollten Sie einige Vorbereitungen treffen, um ein optimales Inserat mit größtmöglichen Verkaufschancen zu erstellen.

29.03.2012 Michael Rassinger

In vielen Zeitungen und Fachzeitschriften werden Gebrauchtwagen angeboten. Haben Sie ein bekanntes Modell, das sich in wenigen Zeilen beschreiben lässt, oder auch ein seltenes Fahrzeug, das für sich spricht, können Sie mit einem Inserat gute Erfolge erzielen. Allerdings kostet dies Geld und lässt keine allzu umfangreiche Darstellung des Autos mit Bildern zu. Der Kontakt erfolgt in der Regel telefonisch. Viel praktischer und umfangreicher sind Online-Plattformen wie Autoscout24 , Webauto oder mobile.de , auf denen Sie Ihr Fahrzeug detailliert und meist gratis einem großen Käuferkreis bundesweit vorstellen können.

Zunächst müssen Sie sich über einen realistischen Preis Gedanken machen. Hilfestellung bieten hier der ADAC mit einer Gebrauchtwagenbewertung, die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) mit aktuellen Gebrauchtfahrzeugwerten sowie Online-Plattformen, die bei Eingabe des Modells den Durchschnittspreis von ähnlichen, online inserierten Fahrzeugen ausgeben. Bei der Angabe einer Verhandlungsbasis bekommen Sie eventuell mehr Anfragen, sollten aber den möglichen Preisnachlass schon einkalkulieren.

Ohne Fotos ist ein Auto heute nur schwer verkäuflich. Im Zeitalter der Digitaltechnik besitzt fast jeder eine Kamera, um brauchbare Bilder des Wagens zu machen. Wenn man folgende Tipps beachtet, macht sich das Auto auch optisch gut:

  • Fotografieren Sie bei Tageslicht im Freien, meiden Sie aber sehr sonnenreiche Tage. Am besten werden Bilder am frühen Vormittag und zur blauen Stunde spätnachmittags, wenn die Sonne langsam untergeht.
  • Der Hintergrund soll nicht ablenken, ein Auto macht sich auf der Straße oder asphaltierten Flächen wie großen Parkplätzen am besten.
  • Der Blitz lässt sich gezielt zum Aufhellen einsetzen, ist aber bei guten Lichtverhältnissen in der Regel nicht notwendig. Für Innen- und Motorraum macht er dagegen Sinn. Vermeiden Sie generell störende Schattenwürfe und grelles Gegenlicht.
  • Wählen Sie an der Kamera die höchste Auflösung, da Nachbearbeitungen (wie das unbedingt erforderliche „Radieren“ des Nummernschilds) leichter fallen und auch Detailausschnitte möglich sind. Fotografieren Sie vorwiegend im Querformat, denn die meisten Online-Galerien sind auf dieses Format optimiert.
  • Sparen Sie nicht bei den Bildern. Außer Zeit kosten sie nichts und sind hilfreich, wenn Käufer Details sehen wollen.
  • Inszenieren Sie Ihr Auto in verschiedenen Positionen und von allen Seiten, denn mehr als technische Daten begeistern schöne Bilder.

Am Rechner geben Sie nun die Daten des Fahrzeugs in die Eingabemaske ein, entweder per Fahrzeugschein mit HSN und TSN oder manuell. Füllen Sie das Formular möglichst detailliert aus, damit dem Käufer viele Informationen zur Verfügung stehen. Wichtig ist das Beschreibungsfeld: Hier sollten Sie zusätzliche Infos über Extras und Zusatzausstattung, Zustand des Autos, Bereifung, Wartungs- und Reparaturarbeiten und weitere Details unterbringen. Käufer schätzen es, wenn Sie zu Ihrem Fahrzeug eine Geschichte erzählen können, denn das weckt im Vergleich zu Inseraten mit wenigen Zeilen Interesse. Als Erstbesitzer können Sie die Unfallfreiheit garantieren. Hatte der Wagen vor Ihnen schon Vorbesitzer, ist das nicht so leicht, weil eventuell Ihnen unbekannte Schäden vorlagen. In den meisten Verträgen ist dieser Passus daher für den Verkäufer mit der Klausel „soweit ihm bekannt“ abgesichert.

Achten Sie auch auf gutes Deutsch, da potentielle Käufer oft durch unverständliche Beschreibungen abgeschreckt werden. Wenn ein Verkäufer der deutschen Sprache nicht mächtig ist, kann es auch beim Vertrag schwierig werden. Seien Sie bei den Angaben Ihres Gebrauchtwagen-Inserats immer ehrlich, denn im Fall eines Verkaufs kann Sie der Käufer der arglistigen Täuschung bezichtigen, falls sich eine zugesicherte Eigenschaft im Nachhinein als nicht existent erweist. Außerdem sparen Sie sich viel Zeit, wenn Sie die Käufer wahrheitsgemäß informieren. Niemand kauft ein gebrauchtes Auto, wenn es falsch beworben wurde und die Erwartungen des Käufers nicht erfüllt. Daher lieber weniger Besichtigungen und ein Verkauf als viele verprellte Interessenten und vergeudete Zeit.

Die Kontaktaufnahme der Käufer ist per E-Mail und/oder Telefon möglich. Wenn Sie keine Anrufe möchten, schauen Sie mindestens 1x täglich nach E-Mail-Anfragen zu Ihrem Inserat und beantworten Sie diese zügig. Telefonisch geht es aber meist am schnellsten, auch wenn das Telefon oft klingeln kann.

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