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Riley

Britische Auto-Legende vor Neustart

Foto: mkl 19 Bilder

In Großbritannien verdichten sich die Anzeichen, dass es für die britische Traditionsmarke Riley einen Neuanfang geben könnte. Als Produktionsstätte ist das ehemalige TVR-Werk in Blackpool im Gespräch.

15.03.2007 Powered by

British Elend
TVR, MG, Rover, Triumph - die Liste der Markenleichen mit klangvollem Namen ist lang in Britannien. Gut möglich, dass nun eine Autolegende wieder kehrt, die schon 1969 in der Versenkung verschwand: Riley.

Seit geraumer Zeit gibt es bereits Bemühungen, die Marke, deren Glanzzeiten noch vor dem zweiten Weltkrieg lagen, wieder zu beleben. Nun scheint eine Lösung in greifbarer Nähe zu sein. Wie die "Blackpool Gazette" schreibt, gibt es weitgehende Übereinkunft, die ehemalige Produktionsstätte von TVR zu nutzen. Laut dem Bericht befindet sich William Riley, ein Nachkomme der Riley-Gründer, mit den Stadtvätern von Blackpool in konkreten Nutzungsverhandlungen.

Neustart auf MG SV-Basis
Neuigkeiten gibt es auch darüber, wie denn nun der erste wiedergeborene Riley ausschauen könnte. Hatte es in der Vergangenheit immer wieder Gerüchte gegeben, Riley wolle sich dazu aus dem Regal der entworfenen, aber nie gebauten TVR-Modelle bedienen, gibt es nun neue, heiße Spekulationen. Denen zufolge könnte der neue Riley auf dem MG SV Coupé basieren.

Der MG SV, ein 385-PS-Bolide mit starken Anleihen aus dem Motorsport, war als Kleinserie von 600 Stück konzipiert worden. Das Ende 2004 gestartete Projekt wurde aber durch die Insolvenz des damaligen MG Besitzers Rover im Jahr 2005 ausgebremst. Die wenigen MG SV, die bis dahin gebaut wurden, gelten als begehrte Sammlerstücke.

Der MG SV war einst als sportliche Speerspitze der Marke von MG Sport & Racing entwickelt worden. Zwar gab es nach der Rover-Pleite auch hier einen großen Ausverkauf. Die Rechte am MG SV sollen sich aber in einer Hand befinden. Derzeit laufen laut Medienberichten Verhandlungen mit Riley über einen Kauf.

Recht konkret hat sich William Riley zu seinen Plänen in Blackpool geäußert. Klappt es mit den jetzt laufenden Verhandlungen, sollen dort ab 2010 bis zu 1.800 Autos pro Jahr gebaut werden und etwa 100 Jobs entstehen.

Glanzzeiten in den 30er Jahren
Historisch betrachtet gibt es kaum einen besseren Zeitpunkt zur Wiederbelebung als jetzt. Ursprünglich als Fahrrad-Fabrik gergründet, stieg Riley 1907 mit dem Riley 9 in die Autoproduktion ein. Legendär wurde die Marke durch seine Motorsporterfolge in den 20er und 30er Jahren. Allerdings endete die Geschichte als eigenständiges Unternehmen 1939. Der Produktname existierte bis British Leyland die Marke 1969 aufgab.


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