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RM Auctions Motor City (USA)

Blechliesel trifft rauchenden Colt

RM Auctions Motor City 2014 Foto: RM Auctions 80 Bilder

Seit 20 Jahren feiert RM Auctions mit der „Motor City“-Versteigerung die goldenen Zeiten der US-Autoindustrie. Unter den Hammer kommen die schönsten und skurrilsten Ami-Schlitten: Am 26. Juli ist es wieder soweit.

11.07.2014 Dirk Johae Powered by

"Motor City" ist einer der Spitznamen für die Autobauer-Metropole Detroit. Chrysler ist hier zuhause, in der Region um die Stadt im Bundesstaat Michigan residieren die beiden anderen großen US-Marken Ford (Dearborn) und General Motors (Auburn Hills). Aber die Stadt mit rund 700.000 Einwohnern ist durch viele leer stehende Häuser und Hallen zum Symbol für den Niedergang des wichtigen Industriezweigs geworden.

Chrysler als Aushängeschild

Doch einmal im Jahr lässt RM Auctions das glorreiche Detroit wieder auf erstehen: Am Tag vor dem Concours d’Elegance of America in St. John’s werden 81 Autos versteigert, von denen die meisten in der USA gebaut wurden. Auf dem Cover des Auktionskatalogs blitzt und blinkt ein Chrysler CG Imperial Convertible Victoria, der 1931 zu den Aushängeschildern von "The Motor City" gehörte: Das damalige Spitzenmodell der Marke mit dem Springbock auf dem Kühler, hinter dem sich unter der Haube ein chromglänzender Reihen-Achtzylinder mit 6,3 Liter Hubraum erstreckt. Das Cabriolet mit einem angesetzten Schätzwert von bis zu 725.000 US-Dollar (umgerechnet rund 530.000 Euro) ist eines von nur drei noch existenten Autos mit einem Aufbau von Waterhouse, ein Karosseriespezialist aus Massachusetts.

Aber um in vergangenen US-Autoträumen zu schwelgen, braucht es nicht unbedingt ein so großes Budget. Für ein Estimate von 25.000 US-Dollar (umgerechnet rund 18.000 Euro) kommt ein Ford Model T Torpedo Runabout aus dem Jahr 1911 unter den Hammer. Das Model T von Ford gehört zu den legendärsten Autos der Geschichte und trägt als inoffiziellen Beinamen "Tin Lizzy" ("Blechliesel"). Die Ford-Baureihe hielt bis 1972, als der VW Käfer die Zahl von über 15 Millionen Autos knackte, den Weltrekord für das meistverkaufte Auto.

US-Legenden ohne Mindestgebot

Der in der "Motor City"-Veranstaltung von RM Auctions angebotene, blaue Zweisitzer gehörte über 40 Jahre zu einer bekannte US-Sammlung und wurde 1987 in den USA preisgekrönt. Das Model T wird ohne Mindestgebot angeboten, wird also in jedem Fall für das höchste abgegebene Gebot verkauft. Unter den gleichen Bedingungen wird ein weiterer Ford Model T mit fünfsitziger Touring-Karosserie ebenfalls aus dem Baujahr 1911 versteigert.

Aber RM Auctions bietet bei der Auktion im US-Bundesstaat Michigan aber nicht nur US-Klassiker an, sondern auch europäische Edel-Oldtimer wie zum Beispiel den Mercedes 30/70 PS mit siebensitziger Touring-Aufbau im Stil des Pariser Karosseriebauers Vanvooren aus dem Jahr 1911. Erstbesitzer war Colonel Samuel Pomeroy Colt, ein Neffe des Waffenfabrikanten, selbst ein bekannter Unternehmer in seiner Heimat. Der Schätzwert für das Luxusmobil der Messing-Ära liegt zwischen 450.000 und 600.000 US-Dollar (umgerechnet bis zu 440.500 Euro).

Maharadscha-Auto von Rolls-Royce Der Mercedes ist aber nicht das teuerste Auto bei RM Auctions: Den Spitzenplatz nimmt mit einem Rolls-Royce Phantom II Torpedo Tourer Barker eine Maharadsha-Limousine von 1929 ein. Erstbesitzer des Einzelstücks war Mahant Sarveshwar Das, der Regierungschef des indisches Staates Nadgaon. Das Estimate liegt bei bis zu 850.000 US-Dollar (umgerechnet rund 625.000 Euro). Das älteste Auto der "Motor City"-Veranstaltung von RM Auctions in Plymouth, Michigan ist ein Studebaker Model G Touring von 1906, jüngstes der erst zwei Jahre alte Fisker Karma EcoSport. Zu den jüngeren Autos gehört auch der Packard Twelve, ein skurriler Limousinen-Prototyp von 1999.

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