Alles über Jaguar F-Type
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Von Audi TT, Porsche 911 bis Mercedes SL: Wo steht der neue Jaguar F-Type?

Als offener Sportwagen führt der neue Jaguar F-Type kein Leben als Einzelgänger. Trotzdem ist er in Hinsicht auf Preis und Leistung in dieser Kategorie einzigartig positioniert. Wir haben die neueste Raubkatze mit ihrer Konkurrenz verglichen.

Auf der Suche nach einem Roadster bekommen Kaufinteressierte zur zweiten Jahreshälfte 2013 einen weiteren potentiellen Wunschkandidaten serviert. Dann nämlich lässt der britische Automobilhersteller Jaguar seinen neuen sportlichen Zweisitzer mit klassischem Stoffverdeck auf die etablierte Roadsterkonkurrenz los.

Für den Jaguar F-Type stehen zum Marktstart drei neue Motoren zur Auswahl: ein Dreiliter-V6-Kompressormotor mit 340 PS und 450 Nm Drehmoment, der selbe V6 mit 380 PS und einem maximalen Drehmoment von 460 Nm für die S-Version und das Top-Aggregat, der V8-Kompressormotor, der aus fünf Litern Hubraum satte 495 PS und 625 Nm Drehmoment schöpft. Alle Motorvarianten sind serienmäßig an eine Achtgang-Automatik gekoppelt. Die Preise für den Roadster beginnen bei 73.400 Euro, das S-Modell kostet 84.900 Euro und für das Top-Modell verlangen die Briten 99.900 Euro.

Jaguar F-Type schließt Lücke zwischen Boxster und 911

Soweit die groben Fakten. Wer sich jetzt jedoch auf dem Markt umsieht und nach vergleichbaren Modellen sucht, stellt fest: der Jaguar F-Type steht in puncto Preis und Leistung ziemlich alleine da. Mit bekannten Mitteln (Roadstertypische Proportionen, zwei Sitze, Stoffverdeck) besetzt er quasi eine Nische in der Nische.

Der Jag schließt mit seinen leistungsstarken Motoren und den veranschlagten Grundpreisen die Lücke zwischen den sportlichen Zweisitzer-Cabrios vom Schlage eines Porsche Boxster und den höher positionierten Modellen wie dem Porsche 911 Cabrio oder dem Mercedes SL. Auch an den Abmessungen des Jaguar F-Type (L: 4.470 mm, B: 1.923 mm, H: 1.308 mm) wird klar, dass sich der Briten-Roadster exakt zwischen die "Kleinen" und "Großen" in Stellung bringt.

Um den Jaguar F-Type trotzdem mit potentiellen Konkurrenten zu vergleichen, kann man ihn hinsichtlich Preis und Motorleistung aus zwei Perspektiven betrachten: als oberste Speerspitze im Revier von Porsche Boxster, Mercedes SLK, Nissan 370Z Roadster und, sofern mit den stärksten Motoren ausgestattet, Audi TT und BMW Z4 oder aber als Einstiegs-Modell in die Welt der Cabrio-Versionen von Corvette, Porsche 911 oder Mercedes SL.

Porsche Boxster S mit besseren Fahrwerten

Aus dem unteren Feld rückt dem Jaguar F-Type der Porsche Boxster, genauer, der Boxster S am dichtesten auf die Pelle. Der offene Schwaben-Sportler wird zwar "nur" von einem 315 PS starken Sechszylinder-Motor angetrieben, ist dafür aber auch fast 11.000 Euro günstiger (Grundpreis inklusive 7G-Doppelkupplungsgetriebe: 61.946 Euro). Wem es eher auf sportliche Fahrwerte ankommt, der ist mit dem Mittelmotor-Sportler wahrscheinlich sogar besser beraten: für den Sprint von null auf 100 km/h braucht der Boxster nach Hersteller-Angaben 4,8 Sekunden, womit er dem Basis-F-Type eine halbe Sekunde abnimmt. Bei der Höchstgeschwindigkeit fällt der Unterschied noch gravierender aus: die 279 km/h des Boxster lassen den 260 km/h schnellen F-Type blass aussehen.

Das gute Leistungsgewicht des Porsche von 4,42 kg/PS untermauert diese Angaben (F-Type: 4,62 kg/PS). Mithalten kann erst die S-Version des Jaguar F-Type. Wirklich schneller ist erst das V8-Modell, das allerdings knapp 40.000 Euro teurer ist als der Boxster S.

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Achtzylinder bietet auch der SLK

Einen Roadster mit V8-Motor gibt es aber auch wesentlich günstiger. Zum Beispiel bei Mercedes. Der SLK 55 AMG schöpft aus acht Zylindern 422 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 540 Nm. Mit dem serienmäßigen Siebengang-Automatikgetriebe an Bord soll der Affalterbacher in 4,6 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen. Sein Basispreis: 72.590 Euro. Damit ist das Top-Modell der SLK-Baureihe sogar noch günstiger als die Einstiegsversion des britischen Konkurrenten.

Mit dem technisch eher vergleichbaren Jaguar F-Type V8 S kann der SLK aber nicht mithalten. Beim Standardsprint ist er den Herstellerangaben zufolge 0,3 Sekunden langsamer als sein englisches Pendant. Auch in Sachen Höchstgeschwindigkeit ist wegen der elektronischen Begrenzung von 250 km/h kein Kraut gegen den bis zu 300 km/h schnellen F-Type V8 S gewachsen. In puncto Leistungsgewicht zieht der SLK (3,82 kg/PS) gegenüber dem Jaguar F-Type V8 S (3,36 kg/PS) klar den Kürzeren.

Audi TT RS Roadster und BMW Z4 35is mit gleicher Leistung

Exakt die gleiche Leistung wie der V6-Jaguar bringen Audi TT RS und BMW Z4 sDrive 35is auf die Straße. Sowohl der Reihenfünfzylindermotor des Ingolstädters als auch der Reihensechszylinder des Münchners leisten 340 PS und entwickeln dabei ein maximales Drehmoment von 450 Nm respektive 500 Nm. Der Sprint von null auf Tempo 100 soll beiden in unter fünf Sekunden gelingen (TT RS: 4,7 Sekunden, Z4: 4,8 Sekunden), die Höchstgeschwindigkeit wird in beiden Lagern bei 250 km/h elektronisch abgeregelt.

Die 100 km/h-Marke knacken die beiden Bayern also früher, sind aber beim Spitzentempo deutlich langsamer als der Jaguar F-Type mit Einstiegsmotorisierung. Inklusive der Siebengang-S-Tronic und dem serienmäßigen Allradantrieb kostet der Audi mindestens 61.750 Euro, der BMW kommt serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe und kostet 57.300 Euro. Der Preisabstand zum F-Type beträgt also mindestens 11.000 Euro. Mehr Leistung (360 PS, 465 Nm Drehmoment) bietet der Audi TT RS Plus, der ab 65.650 Euro in der Preisliste steht.

Autonis 2014
Günstigere V8-Alternative: Corvette Cabrio

Etwas teurer als die Einstiegsvariante, aber immer noch deutlich günstiger als das V8-Modell des Jaguar F-Type, ist das Corvette Cabrio. Für 78.240 Euro bietet der offene Amerikaner einen 6,2-Liter-V8-Saugmotor mit 437 PS und 573 Nm Drehmoment. Beim Leistungsgewicht von 3,5 kg/PS (Leergewicht: 1.582 kg) spielt die Corvette in einer Liga mit Supersportwagen wie den Ferrari 458 Italia. Derart gerüstet soll sich der Amerikaner in 4,7 Sekunden auf Landstraßentempo katapultieren und eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen. Damit liegt die Corvette auf einem Niveau mit dem F-Type V8 S.

Es gibt also auch sportliche und leistungsstarke Roadster für deutlich weniger Geld als die für den Basis-F-Type veranschlagten 73.400 Euro. Geld, das stattdessen in weitere Ausstattungsoptionen investiert werden könnte. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn die Preise von Porsche Boxster, SLK AMG und TT RS klettern schnell auf 80.000 Euro. Vollgestopft bringt es der Porsche Boxster sogar auf einen Gesamtpreis von über 100.000 Euro.

Jaguar F-Type mit serienmäßiger Achtgang-Automatik

Der Preis für den Jaguar F-Type lässt sich mit diversen Technik- und Multimediakomponenten zwar auch in vergleichbare Sphären treiben, die Achtgang-Automatik mit manueller Eingriffsmöglichkeit und ein Start-Stopp-System sind aber in jedem Fall serienmäßig an Bord. Die S-Modelle werden außerdem ab Werk mit einer Auspuffanlage mit Klappensteuerung, einer Launch-Control-Funktion sowie einer Differentialsperre (beim V8 elektronisch geregelt) an der Hinterachse ausgestattet.

Zusammenfassend stellt sich also der Jaguar F-Type mit dem 495 PS starken V8-Motor als attraktivstes Modell der Baureihe dar, denn für das V6-Modell gibt es zu viele Alternativen, die nicht nur günstiger, sondern auch mit mehr Motorleistung und besseren Fahrwerten locken. Der Jaguar F-Type V8 S ist mit einem Kaufpreis von 99.900 Euro zwar kein echtes Schnäppchen und liegt diesbezüglich auf Augenhöhe mit Porsche 911 Cabrio und Mercedes SL, bietet aber nicht nur mehr Exklusivität als die beiden Urgesteine, sondern auch einen bärenstarken V8 (495 PS), mit dem die Sechszylinder-Motoren der beiden Schwaben nicht mithalten können.

Thomas Gerhardt

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