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Rolex Classic 500

Oldtimer trifft Polo

Foto: Beate Zöllner 8 Bilder

Wen so ein Oldtimer alles trifft. Im Süden sind es die Segelboote und im Norden jetzt Polopferde. Man konnte also gespannt sein, was die Teilnehmer bei der ersten Ausgabe dieses neuen Events erwartet.

28.06.2007 Kai von Schauroth Powered by

Veranstalter Dietmar Kirsch hat sich bei der Konzeption einige Profis hinzu gezogen: Jürgen Möhle, Sportleiter der Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport (FHR) und Organisator hochkarätiger Events, wie der Eifel-Klassik, war für die automobilsportliche Seite verantwortlich. Sohn Christopher Kirsch, einer der besten Polospieler Europas, organisierte auf Gut Aspern nördlich von Hamburg das hochkarätige Poloturnier. Und schließlich sponserte die Schweizer Uhrenmanufaktur Rolex, seit Jahren aktiv im Polosport, dieses exklusive Treffen.

Der Startort der zweitägigen Veranstaltung war denn auch nicht weniger exklusiv: Direkt in der Hamburger Innenstadt vor dem Hotel "Vier Jahreszeiten" reihten sich am frühen Samstagmorgen knapp 40 automobile Raritäten auf. Von Hispano-Suiza, Lagonda und Mercedes Benz SSK über Rolls Royce und Bentley bis Aston Martin, Porsche und Austin Healey war viel Nobles und Sportliches vertreten.

Über große Ausfallstrassen ging die Tour Richtung Norden nach Schleswig Holstein. Jetzt sollte man vermuten, dass einen der vorgegebene Weg an eine der nahe gelegenen Küsten führt. Weit gefehlt, denn bewusst wurden die touristenüberfluteten Gegenden vermieden. Kleine, teils einspurige Straßen durch eine wunderschöne Landschaft verzauberten die Teilnehmer.

Und dreimal an diesem ersten Tag mussten die Teams ihre fahrerischen Qualitäten beweisen. Sonderprüfungen auf abgesperrten Teilstrecken mussten, je nachdem, ob man in der Regularity- oder Competition-Klasse fuhr, in unterschiedlichen Zeiten, aber möglichst auf die hundertstel Sekunde genau abgefahren werden. Dies war besonders für die schweren, gediegenen Vorkriegslimousinen eine Herausforderung, da selbst für diese beleibten Automobile der Durchschnitt bei bis zu 50 km/h lag. Klingt wenig, ist aber auf schmalen und kurvigen Straßen sehr zügig.

Am Nachmittag erwartete die Teilnehmer der sensationelle Zieleinlauf des ersten Tages: Von einer kleinen Straße bog man auf eine riesige, von weißen Zäunen umsäumte Wiese ab und dann fiel der Blick auf das beeindruckende Polofeld von 200 x 300 Metern Ausmaß. Zwischen dem Gutshaus Aspern und dem Turnierplatz wurden weiße Giebelzelte aufgereiht, die die Rallyefahrer, Polospieler und Gäste vor dem Unbill norddeutschen Wetters schützten.

Für viele war dies der erste Kontakt mit dem Polospiel und er war beeindruckend. Je Team vier Pferde mit Reiter, die mit für Laien verwirrenden Spielregeln versuchen, eine kleine, weiße Kugel in viel zu kleine Tore zu schießen. Auf engstem Raum demonstrierten acht Spieler mit ihren Pferden und mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h die hohe Kunst des Polospiels.

Der nächste Tag führte die Teams zum sportlichen Highlight der Rallye. Auf den Runways eines abgelegenen Flugplatzes installierte Sportleiter Jürgen Möhle eine knapp zwei Kilometer lange und durch Strohballen begrenzte Rennstrecke. Eine Rundenzeit musste vorgelegt und diese Zeit in der nächsten Runde möglichst genau bestätigt werden. Je nach Fahrzeug und Ambition des Fahrers wurde die Herausforderung sehr unterschiedlich angegangen. Ein Jaguar SS 100 setzte zum Beispiel auf Spitzenzeiten und demonstrierte damit, dass auch ein Vorkriegssportwagen in der Lage ist, durch schnelles Verschieben von Strohballen den Streckenverlauf zu seinen Gunsten zu verändern. Andere gingen es gemäßigter an und waren dabei zum Teil erfolgreicher.

Nach insgesamt 500 Kilometern über zwei Tage war der Zieleinlauf am Sonntagnachmittag wiederum auf Gut Aspern, kurz vor dem Endspiel des Poloturniers. Das Wetter, das am Samstag noch mit Platzregen ärgerte, verwöhnte am zweiten Tag mit reichlich Sonne. Die Regularity-Klasse gewann Dr. Ralf Kocken und Beatus Klose mit einem Mercedes Benz 280 SL, in der Competition-Klasse triumphierten Armin und Diana Thorn auf einem Porsche 356 A.. Rolex-Chef Peter Streit freute sich mit seinem Triumph TR 3 über einen Klassengewinn der GT- und Tourenwagen bis 1965. Mit einer Ehrenrunde der Oldtimer um das Spielfeld und der Siegerehrung von Fahrern und Reitern ging die Veranstaltung zu Ende.

"Die erste Rolex Classic 500 war ein voller Erfolg." so Veranstalter Dietmar Kirsch. Dass Oldtimer und Pferde gut zusammen passen, zeigte ein letzter Blick auf die Wiesen von Gut Aspern: Edle Automobile und edle Pferde geben einfach ein gutes Bild ab.

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