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Sitzprobe im Rolls-Royce Dawn auf der IAA

Geistreicher Genuss ohne Dach

IAA 2015, Rolls-Royce Dawn Foto: Stefan Baldauf / Guido ten Brink 28 Bilder

Sie können zur Not auf ein festes Dach über dem Kopf verzichten, aber sonst auf nichts - dann hat Rolls-Royce jetzt ein neues Angebot für Sie: den Rolls-Royce Dawn - das Cabrio zum Ghost. Wir sind auf Tuchfühlung mit dem edlen Briten gegangen.

08.09.2015 Uli Baumann, Patrick Lang

Das erste was auffällt, wenn sich die immensen Türen "falsch herum" öffnen, ist die flauschige Teppich-Landschaft auf dem Boden. Nasse Schuhe haben auf jeden Fall striktes Eintritts-Verbot im noblen Briten. Dann aber schweift der Blick über die Cockpit-Landschaft und es kann einem durchaus der Atem stocken ob dieses Anblicks. Jeder einzelne Knopf, ja selbst der Zigarettenanzünder ist eine kleine Skulptur. Materialauswahl und -verarbeitung sind von sagenhafter Qualität. Jeder Tastendruck ist eine Freude. Wer Ruhe im Cockpit will, kann mit so einem vergnüglichen Tastendruck das große Display hinter einer Holzblende verschwinden lassen. Details wie die analoge Uhr sind dann ein bekanntes i-Tüpfelchen der Marke.

Auch die Passagiere im Fond haben keinen Grund zur Klage, auch nicht Platzmangel. Allerdings sollte der Fahrer seine Gäste vorwarnen, wenn das Verdeck geöffnet oder geschlossen wird, denn dann kann die entstehende Stoffalte schonmal die Frisur ruinieren. Wer das nicht will, verwendet die Rückbank vielleicht lieber für die Einkäufe aus dem Feinkostladen. Denn im Kofferraum ist dafür nicht so richtig viel Platz. Vorrangig wird es den künftigen Besitzern aber wohl um´s selbst fahren gehen. Und weil man sich dabei der Haptik und Optik erfreuen darf, ist doch eigentlich alles gut.

Konsequent jede Nische besetzen, das Modellprogramm ausbauen - das klingt nach der Philosophie von Massenherstellern. Ja, schon, aber das gilt auch für die Luxusmarke Rolls-Royce. Mit dem Ghost hat man einen kleineren Rolls bevorzugt für den Selbstfahrer im Programm. Für den dynamischen Selbstfahrer hat man das Coupé Wraith nachgeschoben. Auf der IAA folgt nun mit dem Rolls-Royce Dawn die Cabrio-Variante für den Frischluft-Connaisseur. Der darf dann einen Beifahrer und zwei kleingewachsene Fondpassagiere mitnehmen. Die direkte Abstammung vom Wraith weist Rolls-Royce allerdings zurück, schließlich trage der Dawn 80 % Karosserieteile, die speziell auf ihn zugeschnitten sind. So wurde beispielsweise der Kühlergrill gegenüber dem Wraith um 45 mm zurückgesetzt, gleichzeitig aber die Frontschütze um 53 mm nach vorne gerückt um eine dynamischer Front zu generieren. Auch die 20 Zoll großen Leichtmetallfelgen tragen ein eigenes Design. So oder so sieht der Dawn dem Wraith aber sehr, sehr ähnlich.

09/2015, Rolls-Royce Dawn SperrfristFoto: Rolls-Royce
09/2015, Rolls-Royce Dawn Sperrfrist
Rolls-Royce Dawn - luxuriöse Eröffnung 2:25 Min.

Rolls-Royce Dawn ist extrem leise und extrem leistungsstark

Das gilt auch für den Innenraum. Armaturentafel und Mittelkonsole zeigen sich unverändert. Der Windschutzscheibenrahmen trägt, wie auch die Cockpitbrüstung gebürstetes Edelstahl. Der Verdeckkastendeckel, unter dem auch das Überrollschutzsystem lauert, wird großflächig von Edelholz bedeckt. Ansonsten beherrscht vorwiegend edles Leder die Interieur-Szenerie. Das Luxusambiente des Rolls-Royce Dawn wird von einem mehrlagigen Stoffverdeck überspannt, das in 22 Sekunden den Himmel freigibt und bis zu einem Tempo von 50 km/h in Aktion treten darf. Geschlossen soll die Stoffmütze für ein Innenraumgeräuschniveau sorgen, das der geschlossenen Variante in nichts nachsteht. Sprich: der Dawn soll das leiseste Cabrio der Welt sein.

Auch dürfte der Rolls-Royce Dawn zu den leistungsstärksten Cabrios der Welt gehören. Sein 6,6-Liter-Biturbo-V12 kommt auf 570 PS und 780 Nm Drehmoment und bietet damit jederzeit ausreichend Power für den Selbstfahrer. Die daran gekoppelte 8-Gang-Automatik schaltet mit Satellitenunterstüzung. Weitere Unterstützung bekommt der Fahrer von einem Infotainmentsystem mit Smartphoneeinbindung. Gesteuert wird dieses per Dreh-Drücksteller, Sprachsteuerung und Touchpad. Einen Touchscreen gibt es nicht, denn wer will schon in einem Rolls-Royce einen mit Fingerabdrücken übersäten Bildschirm vor Augen haben.

09/2015, Rolls-Royce Dawn SperrfristFoto: Rolls-Royce
Rolls Royce Dawn SitzprobeFoto: Sefan Baldauf / Guido ten Brink
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