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Rolls-Royce, Range Rover, Porsche, Mercedes

High-End-Tuning an Supercars

Mercedes SLR McLaren von Brabus Foto: Hersteller 24 Bilder

Kann man einen Porsche 911 Turbo noch schneller, einen Rolls-Royce noch majestätischer machen? Ja, man kann. Vier Beispiele von Tuning an etablierten Supercars zeigen uns: Nichts ist unmöglich.

24.02.2009 Franz-Peter Hudek

Mansory Rolls-Royce Phantom Conquistador

Der Rolls-Royce Phantom zählt mit seinem 460 PS starken V12 und seiner 5,8 Meter langen, hoch aufragenden Karosserie nicht gerade zu den unscheinbaren Automobilen. Wenn ein Rolls-Royce-Eigner dennoch glaubt, dass dieser herrschaftliche Wagen optisch wie auch fahrdynamisch nicht ganz seinen Ansprüchen genügt, ist er bei Mansory an der richtigen Adresse. Der Phantom verwandelt sich dort in einen real existierenden Conquistador (Spanisch für "Eroberer"), dessen Karosserie allein schon durch die schwarz-weiße Lackierung so auffällig wirkt wie eine dänische Dogge in Abu Dhabi. Eine Frontschürze mit dem nach unten verlängerten Lamellengrill sowie neu gestaltete Vorderkotflügel mit Entlüftungsschlitzen im aktuellen Jaguar-Stil setzen weitere optische Akzente. Da fallen die schlicht gestalteten 22-Zoll-Alufelgen mit ihren 18 Speichen, die Seitenschweller und der kleine Heckspoiler schon gar nicht mehr auf.

Den scheint die gewaltige Limousine trotz 2,5 Tonnen Leergewicht nötig zu haben, um bei 270 km/h in der Spur zu bleiben: Der Conquistador übertrifft den Rolls-Royce Phantom um exakt 30 km/h. Hierzu vergrößerte Mansory den Hubraum des V12 von 6,75 auf 7,45 Liter, woraus 551 PS bei moderaten 5.350/min resultieren. Im Innenraum sorgen mit aufwendigen Steppnähten gestaltete Sitze, ein griffiges Sportlenkrad und grob geflochtene "Wide Carbon"- Oberflächen für den kontrastreichen, lebendig-dynamischen Mansory- Look. Zwei Spezialitäten aus dem Elektronik-Baukasten vervollständigen das exklusive Luxus-Paket: Business-Tische im Fond mit Multimedia-Monitoren sowie Seiten- und Heckscheiben mit Suspended-Particle-Device-Technik. Damit lässt sich per Drehregler die Transparenz der Scheiben von klar in Richtung Milchglas regulieren. Die deutsche, nahe Bayreuth beheimatete Firma Mansory veredelt auch Bentley, Aston Martin , Ferrari 599 GTB Fiorano und Mercedes SLR McLaren.

Die Daten:
V12; 7,45 Liter Hubraum; 551 PS bei 5350/min; 810 Nm bei 2.900/min; null auf 100 km/h in 5,5 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 270 km/h; 750.000 Euro;
www.mansory.com

Arden Range Rover Sport AR6 Stronger

Er wirkt fast wie ein Spielzeugauto, doch er ist absolute, gut 2,5 Tonnen schwere Realität. Es sind vor allem die gigantischen 22-Zoll-Räder, die wuchtigen Karosserie- Anbauteile und der um 23 Millimeter abgesenkte Wagenaufbau, welche den Range Rover Sport AR6 Stronger von Arden extrem kompakt und knuffig aussehen lassen. Der Name Arden steht seit 1982 für sportliche Jaguar-Modelle, die der Krefelder England-Spezialist bereits seit mehreren Jahren durch flott gemachte Range Rover ergänzt. Beide Marken verfügen über den gleichen V8-Motor. Arden ging beim Motortuning den klassischen Weg und erhöhte den Hubraum des serienmäßigen Kompressor-V8 von 4,2 auf 4,5 Liter Hubraum.

Die Leistung stieg dabei von 390 auf 450 PS, die bei gemütlichen 5.650/min anstehen. Eine von serienmäßigen 225 auf 235 km/h gesteigerte Höchstgeschwindigkeit zeigt auch die hohe Effizienz der aerodynamisch gestalteten Karosserie-Anbauteile. Der stark gepfefferte Sport-Range muss sich vor Porsche Cayenne - Attacken nicht mehr fürchten. Als Motor-Alternative ist der von 272 auf 315 PS erstarkte V8-Diesel lieferbar. Und für die Individualisierung des Innenraums ist im Prinzip alles möglich: Chrom, Karbon, Alu und Piano-Lack.  
 
Die Daten:
V8; 4,5 Liter Hubraum; Kompressor; 450 PS bei 5.650/min; 650 Nm bei 3.600/min; null auf 100 km/h in 7,2 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 235 km/h; ab 133.900 Euro;

Techart Turbo

Die stärkste und dabei voll alltagstaugliche Variante des Porsche 911 heißt seit 1975 schlicht Turbo. Der aufgeladene Sechszylinder-Boxer leistet im aktuellen Modell 480 PS und beschleunigt das Allrad-Coupé auf eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Das sollte eigentlich reichen, doch viele Porsche-Fahrer wollen mehr: mehr Leistung und einen noch dramatischeren Auftritt als in einem Standard-Turbo. Techart bietet beides. Stramme 630 PS sind für eine 3,6-Liter-Maschine ein echtes Statement. Noch mehr die lässige, erstaunlich niedrige Motorhöchstdrehzahl, die hierzu notwendig ist: 6.400/min. Das gigantische Drehmoment von 820 Newtonmeter (Serie: 620) steht schon bei 4.500/min zur vollen Verfügung.

Techart setzt auf im Rennsport bewährte Komponenten: Turbolader, Auspuffkrümmer und Motor- Elektronik sind komplett ausgetauscht. Der Novitec-Turbo schafft damit 345 km/h Spitze. Neu gestaltete, weit zur Fahrbahn hinabreichende Front- und Heckschürzen sowie Seitenschweller und ein wuchtiger Doppel-Heckflügel erzielen zusammen mit 20- Zoll-Rädern und einer tiefer gelegten Karosserie einen entschlossenen, fast schon brutal wirkenden Auftritt. Selbstverständlich gibt es für den Innenraum ein reichhaltiges Sortiment an Blenden und Zierteilen in Alu- oder Karbon-Optik. Dass es Techart mit dem Sport übrigens ernst nimmt, beweisen die auf Wunsch lieferbaren Leichtbautüren, die jeweils nur 6,5 anstatt der üblichen 16,8 Kilogramm wiegen. Für Freunde des Boulevard- Cruisings sind dagegen Flügeltüren im Angebot. Das Leonberger Unternehmen macht übrigens auch alle anderen Porsche-Modelle noch stärker, unter anderem etwa einen Cayman, der über 300 km/h rennt.
 
Die Daten:
Sechszylinder-Boxer; 3,6 Liter Hubraum; 630 PS bei 6.800/min; 820 Nm bei 4.500/min; null auf 100 km/h in 3,6 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 345 km/h; ab 185.000 Euro

Brabus SLR McLaren Roadster

Der stärkste und teuerste Serien-Mercedes aller Zeiten leistet 626 PS und kostet rund eine halbe Million Euro. Das Chassis und die komplette Karosserie einschließlich der Schalensitze bestehen aus Kohlefaser, das den Mercedes SLR McLaren Roadster zu einem der verwindungssteifsten seiner Spezies macht. Auch an der Ausstattung geizen die Schwaben nicht, die den Wagen in der britischen Formel 1-Manufaktur von McLaren produzieren lassen: Von der eleganten Lederausstattung bis zu Keramikbremsen ist so ziemlich alles an Bord, was das Fahren schnell und komfortabel macht. Was soll man da noch veredeln? Brabus, seit 1977 die Top-Adresse für extremes Mercedes-Tuning, entreißt dem Kompressor-V8 von AMG dank Kraftstoffkühlung, speziellen Nockenwellen und nur für die Rennstrecke zulässiger Auspuffanlage weitere 24 PS. Damit die 650 PS sich voll entfalten und nahezu reibungslos für Vortrieb sorgen können, rüstet Brabus den SLR mit einem Spreizlamellen-Sperrdifferenzial aus.

Damit katapultiert sich der SLR in nur 3,6 Sekunden auf Tempo 100 und ist bis zu 337 km/h schnell (Serie: 3,8 Sekunden und 332 km/h). Eine Spoilerlippe für die Frontschürze, ein ebenfalls aus Karbon gefertigter Heck-Diffusor und 20 Zoll große Monoblock-Räder kennzeichnen außen den gründlich überarbeiteten SLR, dessen Interieur komplett mit einer Kombination aus Leder und Alcantara ausgekleidet ist. Besonders aufwendig ist die filigrane Steppung des Fußraums in Leder. Allein hierfür sind 7.800 Meter an feinstem Faden vernäht. Der Preis des raketenschnellen Super-Ultra-Deluxe- Zweisitzers von Brabus beträgt 551.232 Euro -  inklusive Flug-Transport an jeden Ort der Welt.
 
Die Daten:
V8; 5,5 Liter Hubraum; Kompressor; 650 PS bei 6.500/min; 820 Nm bei 4.000/min; null auf 100 km/h in 3,6 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 337 km/h, 551.232 Euro

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