Alles über Rolls-Royce Ghost
Auto Salon Genf 2014
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Rolls-Royce Wraith 18 Bilder Zoom

Rolls Royce Wraith auf dem Autosalon Genf 2013: Gran Turismo für wahre Gentlemen

Rolls-Royce präsentiert in Genf den neuen Wraith - ein Coupé auf Basis des Ghost, das mit 630 PS der stärkste Rolls Royce aller Zeiten ist.

Die Ingenieure und Designer bei Rolls-Royce sind in gewisser Hinsicht schon zu beneiden. "Take the best that exist and make it better", zu deutsch etwa "Nehmt das Beste was es gibt und macht es noch besser", ist doch mal eine klare Ansage wohin die Reise gehen soll: Gespart wird hier jedenfalls nicht.

Das Ergebnis sieht dann so aus: Auf 5,27 Metern Länge bietet der Rolls Royce Wraith das volle Luxusprogramm, zahlreiche neue Technik-Raffinessen und einen Motor, dem die Leistung sprichwörtlich aus den Zylindern quillt. 632 PS leistet der Biturbo-V12, dessen insgesamt 6,6 Liter große Brennräume von einer Benzindirekteinspritzung mit Treibstoff gefüttert werden. Brachial darf auch der Wert für das Drehmoment bezeichnet werden. Schon ab 1.500 Umdrehungen zerren 880 Nm an den Antriebswellen. Zahlen lügen nicht: der Wraith ist der stärkste Rolls Royce aller Zeiten.

Rolls Royce Wraith beschleunigt in 4,6 Sekunden auf 100 km/h

Die Fahrwerte des Rolls Royce Wraith klingen angesichts seines Gewichts von über 2,3 Tonnen schier unglaublich: Nur 4,6 Sekunden gibt Rolls Royce für den Sprint von null auf Tempo 100 an. Ihr Ende findet die Beschleunigungsorgie bei 250 km/h – dann lässt ein elektronischer Riegel den Fahrer einigermaßen vernünftig bleiben. A propos Vernunft: Umweltbewusste Autofahrer, denen bei Verbrauchswerten jenseits der 10-Liter-Marke schwindelig wird,  sollten die nächsten beiden Zeilen lieber überspringen. Seinen Dienst lässt sich das Zwölfzylinder-Aggregat nämlich im Durchschnitt mit 14 L/100 km quittieren, im Stadtverkehr kommen nochmal gut sieben Liter hinzu – und das sind nur die Angaben für die Normverbräuche.

Dass die Werte nicht höher ausfallen hat der Rolls Royce Wraith höchstwahrscheinlich seinem Automatikgetriebe zu verdanken. Das stammt von ZF, hat acht Gänge und neben der Fähigkeit beim Herunterschalten mehrere Gänge zu überspringen, kann es sogar GPS-Daten nutzen. Auf diese Weise kann das Getriebe quasi vorrausschauend handeln und schneller auf die Beschaffenheiten der vorrausliegenden Route agieren. Besonders gut soll das zum Beispiel auf sich schlängelnden Passstraßen funktionieren. Beim Beschleunigen aus einer Kurve "weiß" das Getriebe anhand der GPS-Daten gegebenenfalls schon von einer weiteren Kurve und hält den passenden Gang, anstatt erst hinauf- und wieder herunterzuschalten.

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Fastback als Hommage an das Automobildesign der 30er Jahre

Der Rolls Royce Wraith basiert zwar auf dem Ghost, baut aber auf einem leicht veränderten Fahrwerk auf. Die hintere Achse ist fast zweieinhalb Zentimeter breiter, der Radstand mit 3,11 Metern um gut 18 Zentimeter kürzer als bei der Limousine und auch in der Höhe misst der Wraith fünf Zentimeter weniger. Doppel-Querlenker an der Vorderachse und die Multilink-Hinterachse versprechen zusammen mit der Luftfederung und den variablen Dämpfern komfortables und zugleich dynamisches Fahren.

Beim Design unterscheidet sich der Rolls Royce Wraith vom Ghost im Wesentlichen durch seine Silhouette. Die Dachlinie fällt nicht wie beim Ghost hinter der zweiten Sitzreihe ab, sondern verläuft ab Höhe der beiden vorderen Sitzplätze flach bis zur Heckkante. Somit wirkt auch die C-Säule viel mächtiger als bei der Limousine. Mit dem sogenannten Fastback möchte Rolls Royce an das Automobildesign der 1930er Jahre erinnern. Und wie es sich für ein echtes Coupé gehört, hat der Rolls Royce Wraith nur zwei Türen, die selbstverständlich entgegen der Fahrtrichtung öffnen.

Rolls Royce Wraith kommt 2014

Hinter den beiden Portalen des Rolls Royce Wraith nimmt eine Welt aus purem Luxus die Passagiere in Empfang. Für bis zu vier Passagiere stehen Einzelsitze bereit. Edelholzapplikationen, handvernähtes Leder und polierte Metallelemente gehören in dieser Fahrzeugklasse zum guten Ton. Natürlich darf auch der obligatrische LED-Himmel im Dach nicht fehlen. Das Infotainmentsystem mit zehn Zoll großem Display kann per Sprachsteuerung oder über einen Dreh-Drücksteller inklusive Touchpad bedient werden und mithilfe einer App an iPhone und Co. angebunden werden. Hinzu kommen Head-up-display und Echtzeit-Verkehrsinformationen. Um die Sicherheit der Passagiere kümmern sich zahlreiche Airbags, eine Nachtsicht-Funktion sowie zahlreiche weitere Assistenzsysteme.

Seine Weltpremiere feiert der Rolls Royce Wraith auf dem Autosalon in Genf. Die ersten Kunden sollen das luxuriöse Coupé-Vergnügen ab 2014 genießen dürfen. Preise nannte Rolls Royce noch nicht.

Thomas Gerhardt

Foto

SB-Medien

Datum

5. März 2013
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