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Rosberg

Bereit für McLaren-Dreamteam

Foto: dpa

Es wäre wohl das Dreamteam der Formel 1: Lewis Hamilton und Nico Rosberg in einem Rennstall. "Wir kommen gut zurecht. Also eines Tages könnte ich mir das natürlich schon vorstellen", sagte Williams-Toyota-Pilot Rosberg vor dem Großen Preis von Japan.

27.09.2007 Powered by

Allerdings betonte Teamchef Frank Williams bereits mehrfach, dass er den Sohn des ehemaligen finnischen Weltmeisters Keke Rosberg nicht vorzeitig ziehen lassen will. "Ich will zurück an die Spitze. Das kann ich nur mit guten Fahrern", meinte Williams. Die gesamten Spekulationen um seine Person machen dem hinter Nick Heidfeld derzeit zweitbesten deutschen Piloten indes nicht zu schaffen. Im Gegenteil. "Es ist sicher gut, im Gespräch zu sein. Das gibt gute Zukunftsperspektiven", sagte Rosberg Junior.

Schlüsselfigur Alonso

Wie sehr sich das Wechselkarussell drehen wird, hängt aber von der Entscheidung Alonsos ab. Verlässt der zweimalige Champion McLaren-Mercedes, wird eines der begehrtesten Cockpits in der Formel 1 frei. Aber auch eines mit einem harten internen Konkurrenten. Kein Problem für den in Wiesbaden geborenen Rosberg. Er und Hamilton, der vor dem drittletzten Saisonlauf an diesem Sonntag (30.9.) die WM-Wertung mit zwei Punkten vor Alonso anführt, kennen sich aus ihrer Zeit in den Nachwuchsklassen bestens. Den Sprung in die Formel 1 schafften sie über die GP2: Erst gewann Rosberg die Serie (2005) und wechselte zu Williams, ein Jahr später triumphierte Hamilton und wurde mit dem Vertrag bei den Silberpfeilen belohnt.

Doch auch privat verstehen sich die gleichaltrigen (22 Jahre) Rivalen bestens, gemeinsamer Urlaub hin und wieder inklusive. Reden sie auch über das Verhalten von Alonso oder Rosbergs Perspektiven? "Ab und zu, aber eher weniger, es ist besser über andere Sachen zu plaudern als über Rennsport", betonte der polyglotte Pilot - nur Finnisch spricht er kurioserweise so gut wie gar nicht.

Eloquent sind beide, Rosberg und Hamilton, gleichwohl ihr Lebensweg sich doch stark voneinander unterscheidet. Rosberg wuchs im noblen Monaco auf, hatte von Beginn an durch Vater Keke den Kontakt zur "Königsklasse". Hamiltons Vater Anthony wanderte indes von Trinidad/Tobago nach England ein, nahm neben seinem Job bei der Bahn zwei weitere an, um das kostspielige Hobby seines Filius zu finanzieren. Beiden gemein ist wiederum ihre sympathische Ausstrahlung, sie sind smart, selbstbewusst, aber nicht überheblich. Beide sind aus Marketing-Sicht wohl echte Juwelen - vor allem für einen englisch-deutschen Rennstall.

Gemeinsames Ziel: WM-Titel

Und beide Piloten haben ein klares Ziel vor Augen: den WM-Titel. Für Hamilton könnte sich der Traum schon in seiner Premieren-Saison erfüllen - das gelang nicht mal Rekordchampion Michael Schumacher. Rosberg will seine starken Leistungen mit zwei siebten und zwei sechsten Plätzen in den vergangenen vier Rennen bestätigen. "Ich kenne keinen, der so konstant auf so hohem Niveau fährt", lobte ihn sein österreichischer Teamkollege Alexander Wurz.

"Es wäre schön, wenn es so weitergehen würde", sagte Rosberg. Und die Erwartungen für 2008? "Ich habe hohe Ziele. Wenn das Auto den Fortschritt macht, den ich mir erhoffe, dann können wir vielleicht mit BMW kämpfen nächstes Jahr", sagte er. Aber erstmal sehen, in welchem Auto Rosberg dann sitzt. Immerhin forderte Teamchef Williams für seinen Piloten: "Wir haben die Pflicht, Nico 2008 ein Auto zu geben, das gut für Podestplätze ist."

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