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Rosberg steigert seinen Marktwert

Foto: dpa 55 Bilder

Kaum zu glauben, aber wahr: Der vierte Platz beim GP Brasilien war Nico Rosbergs bestes Formel 1-Resultat. Bislang hatte der 22-jährige Deutsche bei 37 GP-Starts einen sechsten Rang als sein bestes Ergebnis in der persönlichen Statistik stehen.

24.10.2007 Powered by

Das Saisonfinale in Interlagos war auch Rosbergs bestes Rennen, und es wird seinen Marktwert noch einmal steigern. McLaren-Mercedes hätte Rosberg gerne als Alonso-Ersatz, doch Frank Williams bleibt hart: "Ron Dennis muss es gar nicht versuchen. Nico ist unverkäuflich."

Setup-Wechsel bringt Erfolg

Warum, das hat der in Wiesbaden geborene und in Monaco lebende Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg am letzten Sonntag gezeigt. Er kämpfte sich von Startplatz zehn auf Rang vier vor und war selbst überrascht: "Nach dem Freitagstraining dachte ich noch, wir haben hier keine Chance. Dann hat mein Ingenieur vor der Qualifikation das Setup auf den Kopf gestellt, und plötzlich war das Auto wie verwandelt. "Während die McLaren und BMW mit körnenden Reifen zu kämpfen hatten, wurde Rosberg mit zunehmender Dauer des Rennens immer schneller.

"Unser Problem von Shanghai war unser Trumpf in Interlagos. Unser Auto geht sehr freundlich mit den Reifen um. In China haben wir sie nicht auf Temperatur gebracht, weil die Reifen, die zur Auswahl standen, zu hart für die Rennstrecke waren. In Brasilien war es genau umgekehrt. Da hatten die Autos Probleme, die Reifen hart rannehmen. "Rosberg fuhr im Mittelabschnitt einen langen Turn, was der Schlüssel zu seinem besten Saisonresultat war. "Da habe ich echt gelitten. Die Reifen haben gekörnt, und als ich dann zum Boxenstopp gekommen bin, waren hinten die Reifen völlig am Ende."

Kubica im dritten Versuch geknackt

Der Höhepunkt des Rennens war Rosbergs Duell mit Robert Kubica um Platz vier. Drei Mal nahm Rosberg Anlauf, drei Mal kreuzten der Williams-Toyota und der BMW Seite an Seite die Ziellinie, aber erst beim letzten Versuch klappte es. "Robert hat das geschickt gemacht und die Innenspur abgedeckt. Der Kerl hat mich auf der äußeren Linie verhungern lassen. Deshalb habe ich beim dritten Anlauf die Taktik gewechselt. Ich bin ein bisschen mehr in der Straßenmitte gefahren, damit er noch weiter innen bleiben muss. Dort ist die Spur schmutzig, und er konnte nicht so spät bremsen wie sonst."

Bei allen drei Ausbremsmanövern blockierten die Vorderräder. Rosberg machte sich bereits Sorgen. "Ich habe mir einen Bremsplatten eingefangen. Die Dinger haben ganz schön vibriert, und ich habe an der Box nachgefragt, was ich machen soll. Sie haben mir geraten, die Bremsbalance zu verstellen, und schon wurde es besser." Mit 20 Punkten nimmt Rosberg den neunten Platz in der Gesamtwertung ein. "Ich bin super happy mit diesem Abschluss. Unser Ziel im nächsten Jahr muss sein, näher an BMW ranzukommen. Das wird schwer genug." Und was sagt er zum neuen Weltmeister Kimi Räikkönen? "Ich kann nicht viel über ihn sagen, weil ich noch nie mit ihm gesprochen habe."

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