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Rostvorsorge

So schützen Sie Ihr Auto im Winter

Rostvorsorge, Streufahrzeug Foto: Ingolf Pompe 10 Bilder

In der kalten Jahreszeit nagen Kälte, Feuchtigkeit und Salzlösungen an unseren Autos. Wir sagen Ihnen, wie sie ihr Fahrzeug richtig schützen, und geben Tipps für die Pflege im Winterhalbjahr.

07.01.2014 Fabian Hoberg Powered by

Moderne Autos rosten nicht mehr? Schön wär’s. Zwar bleibt das Blech meist blasenfrei und von der braunen Pest verschont – Vollverzinkung und gründlicher Lackierung sei Dank. Dennoch gibt es Stellen, an denen der Zahn der Zeit sichtbar nagt.

Das ist nicht nur hässlich, sondern kann auch teuer werden. Vor allem Langstreckenfahrer sollten sich regelmäßig Motorhaube und Kotflügel ihres Autos anschauen. Durch aufgewirbelte kleine Steine kann der Lack abplatzen, und das Rosten beginnt. Selbst verzinkte Bleche sind gegen den Beschuss nicht geschützt. Ist die Zinkschicht verletzt, bildet sich Korrosion. Zum neuen Schutz werden die entsprechenden Stellen mit feinem Schleifpapier behandelt und anschließend mit einem passenden Lackstift versiegelt.

Auf freie Ablaufkanäle der Karosserie achten

Wer regelmäßig unter Bäumen parkt, kennt das Problem: Blätter und Nadeln sammeln sich gerne in Ritzen und Ecken des Autos. Deshalb ist es gerade im nassen Winter wichtig, Ablaufkanäle, Rinnen und Spalten der Karosserie frei zu halten. Sonst staut das Laub das Regenwasser, welches sich dann einen anderen Weg sucht. Ein nasser Fußraum, Kofferraumboden oder beschlagene Scheiben zeugen von einem feuchten Innenraum, der zum Nährboden für Rost an unlackierten Stellen wird. Ein ähnliches Problem können übrigens auch verklebte Ablaufstopfen im Fahrzeugboden verursachen. Bei Autos mit Schiebedächern sollte ebenfalls der Wasserablauf frei sein. Am einfachsten ist es, bei der nächsten Reinigung mit einer schmalen Düse alle Ritzen und Kanten gründlich ab- und auszusaugen.

Zudem schützt eine regelmäßige Vollwäsche mit Unterbodenreinigung vor Rost. Das Wasser spült Streusalzablagerungen und Split von der Karosserie. Eine zusätzliche Wachsschicht schützt anschließend den Lack für die nächsten paar Wochen. Sinnvoll ist es auch, zweimal im Jahr das Auto per Hand mit Wachs zu konservieren. Das schließt die Poren und versiegelt den Lack sowie das darunterliegende Blech.

Rostvorsorge: Unterboden regelmäßig kontrollieren

Auch der Unterboden des Autos sollte regelmäßig kontrolliert werden. Am besten wird das bei der nächsten Inspektion gleich mit beauftragt, ansonsten geht es auf die Hebebühne bei einer Mietwerkstatt. Denn bei einem alten, verwitterten Unterbodenschutz bilden sich Risse, in die Wasser eindringen und sein Übel anrichten kann – bis der Prüfer bei der nächsten Hauptuntersuchung mit dem Hämmerchen in den Innenraum klopft.

Wer sein Auto langfristig schützen will, setzt auf einen elastischen Unterbodenschutz und eine Hohlraumkonservierung mit einem Wachs oder Spezialfett. Dieses wird bei hohen Temperaturen und hohem Druck bis in die letzte Ecke gespritzt und schützt mit einem elastischen Film mehrere Jahre vor Korrosion. Je nach Fahrzeuggröße kostet die Behandlung aber bis zu 1.000 Euro.

Der Witterung stark ausgesetzt sind übrigens auch alle Fahrwerksteile. Besonders Achsen, Gelenke und Scharniere sind nicht wie die meisten Karosseriebleche verzinkt und beginnen nach einiger Zeit zu rosten. Spezielle Fette oder Kriechöle aus der Sprühdose können dies verhindern. Allerdings sollte der Schutz regelmäßig aufgetragen werden, da er bei schneller Regenfahrt weggespült werden kann.

Auch Scharniere und Schlösser sowie Löcher von Zierleisten und Wagenheberaufnahmen zeigen sich dankbar über eine regelmäßige Fettkur. So bleiben sie gleichermaßen rostfrei wie leichtgängig.

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