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Ruf Porsche ER Modell A

Elektro-Sportler

Alois Ruf, Inhaber der Automanufaktur Ruf, baut schnelle Autos und betreibt nebenbei noch drei Wasserkraftwerke zur Stromerzeugung. Jetzt führt er beide Leidenschaften zusammen und baut einen rein elektrisch betrieben Sportwagen auf Porsche 911er-Basis.

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Der ER Modell A getaufte Porsche-Prototyp wird dabei von einem 150 kW (204 PS) starken Drehstrommotor mit Permanentmagneten angetrieben. Dieser sitzt da, wo gewöhnlich der Sechszylinder-Boxer sitzt - tief unten hinter der Hinterachse. Dank 650 Nm Drehmoment vom Stand weg, konnte auf ein konventionelles Getriebe gänzlich verzichtet werden.

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Gespeist wird der 91 Kilogramm schwere E-Motor im Porsche von einem Batteriepack bestehend aus 96 Lithium-Ionen-Batterien, die sich über das ganze Auto verteilen und eine Kapazität von 51 kWh besitzen. Damit beschleunigt der 1.910 Kilogramm schwere Zweisitzer in weniger als sieben Sekunden von Null auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 225 km/h liegen. Die Reichweite des Energievorrats im 550 Kilogramm schweren Batteriepack soll bei 250 bis 320 Kilometer liegen - je nach Fahrweise. Die Lebensdauer wird mit 3.000 Ladezyklen angegeben. Eine neue Batteriegeneration soll 15 Prozent weniger Gewicht und 30 Prozent mehr Leistung bringen. Um Energie zu sparen beherrscht der Ruf auch die Energierückgewinnung beim Bremsen.

Zur weiteren Ausstattung des Porsche Ruf ER Modell A gehören natürlich die hauseigenen Leichtmetallräder im Format 8,5x19 Zoll vorn mit 235/35er Reifen und 10x19 Zoll-Felgen hinten mit 265/30er Pneus.

Noch ist der erste Elektrosportler aus Deutschland nur ein
Prototyp, doch bereits 2009 sollen erste Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert werden. Besonders Kunden in den USA hätten Interesse an einem abgasfreien Sport. Preise wurden jedoch noch nicht genannt. Die "Wirtschaftswoche" will aber erfahren haben, dass der ER zwischen 150.000 und 180.000 Euro kosten soll.

Autor: Uli Baumann
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