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Rumänien

Renault-Arbeiter streiken weiter

Foto: Dacia

Im tagelangen Streik tausender Arbeiter der Renault-Tocher Automobile Dacia im rumänischen Pitesti ist ein Ende weiter nicht in Sicht.

02.04.2008

Eine Verhandlung über die Berechtigung des Arbeitskampfes wurde auf den 9. April vertagt. Die Beschäftigten ließen ihre Arbeit daher wie bereits seit zehn Tagen weiter ruhen. 

Die Werksleitung wollte den Streik gerichtlich verbieten lassen. Die Verhandlungen zwischen beiden Konfliktparteien um mehr Geld für die Mitarbeiter sind mehrmals gescheitert. Die Verluste für das Autowerk werden auf zehn Millionen Euro täglich geschätzt.

Das Management von Automobile Dacia beanstandet vor Gericht, dass weniger als die Hälfte der 13.000 Beschäftigten den Streikaufruf unterzeichnet und die Gewerkschaften nicht alle vorgesehenen Stufen bis zum unbefristeten Streik beachtet hätten.

Die Werksleitung bietet eine Entgelterhöhung um 156 Leu brutto, zurzeit etwas mehr als 40 Euro, was im Schnitt ein Plus von rund zwölf Prozent bedeuten würde. Die Gewerkschaft will 550 Lei mehr und eine Gewinnbeteiligung für die Beschäftigten, höheres Oster- und Weihnachtsgeld sowie Rabatt für ihre Mitglieder beim Kauf von Dacia-Autos. Ende 2007 verdiente ein rumänischer Autobauer nach Angaben des Statistikamtes im Schnitt umgerechnet etwa 400 Euro monatlich.

In dem rumänischen Automobilwerk produziert Renault das Billigauto Dacia Logan. 2007 gingen in Pitesti rund 230.000 Fahrzeuge vom Band, davon wurde mehr als die Hälfte exportiert. In diesem Jahr soll die Kapazität des Werkes auf 350.000 Einheiten ausgebaut werden.

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