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Russland im Auto-Kaufrausch

Der russische Zentralbank-Chef erwartet in den nächsten Jahren einen explosionsartigen Anstieg im Bereich der Neuwagen-Kredite.

28.08.2001

Russlands Zentralbank-Chef Viktor Geraschenko erwartet in den nächsten Jahren "die Renaissance der russischen Autoindustrie". Wie die "Moscow Times" berichtet, geht der oberste Bänker des Landes davon aus, dass die Zahl der Menschen, die in den nächsten Jahren Kredite für den Neuwagenkauf aufnehmen werden, "explosionsartig ansteigen" werde.

Geraschenko, der in seiner Rede auf einer lokalen Autoshow stolz betonte, er "fahre seit 1963 Auto", erklärte, dass die russischen Autobauer langfristige Kredite für die Produktion neuer, marktgerechter Wagen benötigten. Zur Ankurbelung des Absatzes müssten weit mehr Modelle angeboten werden, die für russische Durchschnittsverdiener erschwinglich seien.

Mehrere Analysten teilten Geraschenkos Prognose, allgemein werde in den nächsten fünf Jahren eine Konjunktursteigerung erwartet. Jelena Aschetkowa, Leiterin der Abteilung für Konsumentenkredite bei der "Investment Banking Corporation", (IBK), erklärte gegenüber der "Moscow Times": "Die Menschen erholen sich von der Krise, es ist mehr Geld im Umlauf." Die IBK gilt in Russland als Pionier auf dem Gebiet der Neuwagen-Finanzierung, in den letzten 18 Monaten vergab die Bank nach Aschetkowas Angaben Privatkredite in Höhe von elf Millionen Dollar an potenzielle neue Autobesitzer.

Westliche Marken auf dem Vormarsch

Wie die "Financial Times Deutschland" heute berichtet, wurden nach Angaben des russischen Zolls im ersten Halbjahr 2001 46.400 neue Autos im Wert von 387 Millionen US-Dollar (rund 837 Millionen Mark) nach Russland eingeführt. Über das offizielle Händlernetz, das die Hälfte der Neuwagen verkauft, sollen in diesem Jahr 75.000 Autos abgesetzt werden. Die Prognosen sind atemberaubend: In vier bis fünf Jahren sollen pro Jahr 200.000 bis 300.000 Neuwagen westlicher Marken in Russland verkauft werden.

Renault will seinen Absatz in Russland im kommenden Jahr von 5.000 auf 9.000 Neuwagen fast verdoppeln, Ford plant für 2005 den Verkauf von 27.000 Autos. Ähnlich optimistisch zeigt sich die russische Firma Awtotor, die in Kaliningrad BMW (3er-, 5er- und 7er-Reihe) und Kia montiert. BMW verzeichnete im ersten Halbjahr 2001 eine fantastische Absatzsteigerung um fast 200 Prozent und wurde in der Wachstumsdynamik nur von Volvo (plus 220 Prozent) überholt.

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