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Autohandel Russland

Verkaufseinbrüche in Major City

MajorCity Foto: press-inform 15 Bilder

In der Nähe von Moskau liegt Major City - ein Shoppingcenter für Autokäufer. Wer ein Fahrzeug erwerben möchte, dem eröffnet sich dort ein breites Spektrum fast aller Marken und Modelle zum Einpacken und Mitnehmen. Noch wirft die Geschäftsidee von Chef Mikhail Bakhtiarov hohe Gewinne ab, doch auch hier fängt die Fassade langsam an zu bröckeln.


15.01.2009

Die Gesamtbilanz der russischen Autohändler für 2008 fällt vor allem bei den Importmarken sehr gut aus, was die vorläufigen Zahlen der Association of European Businesses (AEB) beweisen.

General Motors steigerte seinen Russland-Absatz im Vergleich zu 2007 um 35 Prozent, VW - inklusive Audi, Skoda und Seat kann ein Plus von 62 Prozent für sich verbuchen. Reichlich Zuwachs verzeichneten laut AEB-Statistik auch Honda , Fiat und Jaguar / Land Rover.

Verkaufseinbruch betrifft Luxusmarken

Doch schon bald könnte aber auch hier Schluss sein mit Korkenknallen zum Neuwagenkauf. Schon im November 2008 mussten viele Marken zum ersten Mal seit Beginn der AEB-Aufzeichnungen vor vier Jahren einen Rückgang hinnehmen.
 
Minus 15 Prozent, 23.857 Autos weniger als im Vergleich zum November des Vorjahres wurden verkauft. Besonders betroffen waren Luxusmarken wie Cadillac, Hummer oder Porsche, doch auch die chinesischen Hersteller hat es übel erwischt. Gegen den Trend stemmten sich im schwachen November zum Beispiel Marken wie Skoda, Fiat oder Honda.

Das Auto-Shoppingzentrum bei Moskau

Ob Cadillac, Chevrolet, Opel, Ford, Mazda, Saab, Peugeot, VW, Nissan, Renault oder Hummer - man muss in der Major City nur ein paar Schritte gehen, um die zur Auswahl stehenden Autos zu vergleichen. Shuttlebusse holen potenzielle Autokäufer aus der neun Kilometer entfernten Moskauer City ab. Dafür sorgt Mikhail Bakhtiarov, Chef der Händlerkette Major. Die Autohäuser, die er in seine Major City geholt hat, sind an sieben Tagen in der Woche bis 22 Uhr geöffnet.

Ihm gehören auch noch Mercedes-Benz-Niederlassungen in Moskau und St. Petersburg sowie mehrere Neuwagen-Outlets. Die Unternehmensgruppe begann 1998 als Chrysler- und Jeep-Importeur und vertritt heute zwei Dutzend europäische, japanische und amerikanische Marken in Russland. Neben dem Verkauf übernimmt Major auch Wartung und Service. Russische Automarken sucht man bei hier aber vergebens. "Die passen nicht in unser Programm. Ein Lada-Kunde würde sich in unseren aufwändigen Showrooms einfach nicht wohlfühlen", glaubt Bakhtiarov.

Nur halb so viele Fahrzeug-Verkäufe

Auch der größte russische Mazda-Vertragshändler sitzt in der Major City. Mazda verkauft jeden zweiten Neuwagen in Russland in der Region Moskau, bei vielen anderen Herstellern sieht das Verhältnis ähnlich aus. 20 Millionen Einwohner in und um die russische Metropole sorgen für Kundenpotenzial. 55.000 Autos hat die Major-Gruppe in Moskau und St. Petersburg im Jahr 2007 verkauft, 2008 waren es rund 80.000.

Doch auch hier zeichnen sich erste Bremsspuren ab. Im Dezember brachten nur 150 anstatt sonst 300 Tieflader Neuwagen in die Major City. Allerdings auch deshalb, weil der Januar traditionell ein schwacher Monat sei und der Verkauf zu Jahresbeginn immer schleppend anlaufe. Im August brachten seine 300 Verkäufer 2.000 Autos pro Monat unters Volk, zum Jahresende waren es nach eigenen Angaben 2.500.

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