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Russland

PSA will Absatz dieses Jahr verdoppeln

Foto: PSA 25 Bilder

PSA Peugeot Citroen, zweitgrößter Automobilhersteller in Europa, will von dem rasanten Wachstum des russischen Markt partizipieren.

10.06.2008 Harald Hamprecht

"Insgesamt wollen wir dieses Jahr rund 70.000 Peugeot und Citroen in Russland verkaufen", sagt PSA-Finanzchefin Isabel Marey-Semper am Rande der Grundsteinlegung des ersten russichen PSA-Werks gegenüber auto-motor-und-sport.de. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern in Russland 37.000 Fahrzeuge ab.

Russland: Peugeot 308 ist das Erfolgsmodell

Damit ist die Bedeutung der Franzosen in Russland bislang höchst überschaubar. 15.500 Neuzulassungen konnte der Konzern von Januar bis April dieses Jahres verbuchen. Das entspricht einem Marktanteil von 1,6 Prozent, wovon 1,3 Prozent auf Peugeot entfallen und 0,3 Prozent auf Citroen. Das erfolgreichste Peugeot-Modell in Russland ist das Kompaktmodell 308, das rund 36 Prozent des Absatz der Marke mit dem Löwen ausmacht - dicht gefolgt vom 206 mit 23 Prozent. Bei Citroen ist ebenfalls das Kompaktmodell C4 der Bestseller - mit 38 Prozent des Absatzes; die Mittelklasselimousine C5 kommt auf 20 Prozent und der neue kompakten SUV C-Crosser auf 15 Prozent.

Auch das Händlernetz wird ausgebaut

Um stärker zu wachsen, investiert PSA nicht nur in das erste eigene Werk in Kaluga, sondern auch in sein Handelsnetz: Die Zahl der Peugeot-Händler soll noch dieses Jahr von 40 auf 60 wachsen und bis Ende 2009 eine Größe von 100 Standorten erreichen. Citroen verfügt derzeit über 26 Schauräume. Ende des Jahres sollen es 40 sein, 2009 dann 55.

Das Finanzierungsgeschäft der Franzosen steckt noch in den Kinderschuhen: Erst Anfang des Jahres vereinbarte der Konzern eine Kooperation mit der französischen Großbank Société Générale, das sich bislang allein auf die Händlerfinanzierung beschränkt. Ab August dieses Jahres wollen die Franzosen auch Endkunden Finanzierungsangebote unterbreiten. Bis 2010 hofft PSA auf 30.000 Finanzverträge und einen Umsatz von 500 Millionen Euro.

Russland nach China und Latei-Amerika wichtigster Markt

PSA hat Russland neben China und Latein-Amerika zu einem seiner drei wichtigsten Absatzmärkte weltweit erklärt. Und das rasante Marktwachstum gibt den Franzosen recht: Im vergangenen Jahr wurden in Russland 2,57 Millionen Fahrzeuge verkauft - ein Plus von 37 Prozent zum Vorjahr. Allein von Januar bis April dieses Jahres verbuchte der Markt 942.400 Neuzulassungen - ein erneutes Plus von 37 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der russische Markt bereits in wenigen Jahren Deutschland übertrumpfen wird, wo zuletzt 3,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen verbucht wurden. In den vergangenen Jahren haben dort bereits Renault, Ford, Toyota, General Motors, Volkswagen und Kia eigene Produktionsstandorte gegründet oder erweitert.

Die Fahrzeugdichte in Russland ist nach wie vor unterentwickelt: Erst 210 von 1.000 Einwohnern verfügen über ein eigenes Fahrzeug, in Frankreich sind es dreimal soviel. Die Hälfte des russischen Fahrzeugbestands ist älter als zehn Jahre. 98 Prozent der Pkw haben einen Benzinantrieb, da der Diesel in den harten Wintern einen wenig zuverlässigen Ruf genießt.

Auch im russischen Markt wächst das Bewusstsein für Umweltstandards: Derzeit gelten Abgasvorschriften, die den Euro-3-Normen entsprechen. Ab Januar 2010 werden sie auf Euro 4-Level erhöht, ab 2015 auf Euro 5-Niveau.

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