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Saab Aero X

Düsenjet mit Bio-Power

Foto: Saab 20 Bilder

Ein neues Konzeptfahrzeug namens Aero X bestimmt den Saab-Auftritt auf dem Genfer Automobilsalon. Mit dem zweisitzigen Sportcoupé wollen die Schweden allen bestehenden Gestaltungskonventionen trotzen.

27.02.2006

Vom Flugzeugbau inspiriert, verpassen die Schweden dem Aero X eine dem Aufbau eines Düsenjets nachempfundene Cockpit-Kanzel. Sie soll dem "Piloten“ nicht nur einen Panoramablick von 180 Grad, sondern auch einen vereinfachten Ein- und Ausstieg in das tief liegende Fahrzeug bieten. Dank der rund umlaufenden Verdeckscheibe entfallen die A-Säulen komplett. Zusätzlich ermöglicht das gläserne, aufklappbare Panoramadach den Insassen den Ausblick nach oben.

Neuartig ist auch der mit Allradantrieb ausgerüstete, 400 PS starke Bio-Power-V6-Bi-Turbomotor, der ausschließlich Bio-Ethanol (E100) verbrennt. Mit diesem Antriebskonzept will Saab, wie schon im 9-5er Modell mit Bio-Ethanol (E85) demonstriert, einen zusätzlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Die Kraftübertragung auf die Räder erfolgt über eine Siebengang-Schaltautomatik mit Doppelkupplung. Schaltwippen im Lenkrad ermöglichen ein sequenzielles Schalten. Das maximale Drehmoment beträgt 500 Nm, die Geschwindigkeit ist bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt. Die vom Computer berechnete Beschleunigung (Null bis 100 km/h) soll bei 4,9 Sekunden liegen.

Durch den völligen Verzicht auf die im Cockpit üblichen Knöpfe und Anzeigen entwickelt das Interieur des Saab Aero X ebenfalls eine ganz neue Formensprache: "graphische, dreidimensionale Anzeige aller Informationen auf glasartigen, transparenten Bereichen auf Acryl“ heißt die futuristisch klingende Zauberformel für den Innenraum. Die Beleuchtungssysteme innen wie außen verfügen über LED-Technologie, die Karosserie besteht aus leichtem Kohlefaser-Material auf einer Stahlkonstruktion in Monocoque-Bauweise. Das kurze Heck verfügt über ein aufklappbares Fenster, mit Zugriffsmöglichkeit auf den Doppelstauraum und die ausziehbare, automatische Schublade des Laderaums.

Die Designstudie misst in der Länge knapp 4,70 Meter und in der Breite 1,90 Meter. Bei einer Dachhöhe von nur 1,27 Meter liegt der Fahrgastraum des Coupés extrem knapp über dem Boden. Dazu steht der Aero X auf 22 Zoll großen Leichtmetallfelgen mit Reifen der Größe 265/30 vorne und 23 Zoll Rädern mit der Bereifung 325/25 hinten. Der Radstand liegt bei 2,80 Meter. Der mittige Kühlergrill und die zwei tiefen, weiten Lufteinlass-Kanäle als auffälligstes Detail an der Bugspitze des Aero X sollen ebenfalls Assoziationen an einen Düsenjet wecken.

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