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Saab-Chef erwartet 2008 Stagnation

Foto: ams

Die General Motors-Tochter Saab, die seit Jahren rote Zahlen schreibt, erwartet auch 2008 keine wesentliche Besserung, will aber offenbar bis 2010 die Gewinnschwelle erreichen.

09.02.2008 Harald Hamprecht

Im vergangenen Jahr ist der weltweite Absatz der Schweden von 133.000 auf 125.000 Einheiten gesunken. "Wir rechnen 2008 etwa mit der gleicher Größenordnung", sagte Saab-Chef Jan-Ake Jonsson. "Unser Ziel ist es, 150.000 bis 200.000 Einheiten pro Jahr zu verkaufen. Das wäre dann für uns schon ein sehr gutes Geschäft. Um dieses Jahresvolumen zu erreichen, brauchen wir aber die neuen Modell", sagte Jonsson, ohne detaillierte Zeitangaben zu machen.

Nach früheren Angaben wird der schwedische Autobauer ab einer Größenordnung von 180.000 Einheiten im Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Internen Planungen zufolge werden die Schweden diese Absatzmarke erst im Jahr 2010 erreichen. Offiziell weist der GM-Konzern keine Finanzergebnisse einzelner Marken oder Märkte aus.

Ausweitung der Modellpalette

Große Hoffnung setzen die Schweden auf zwei neue Modelle: Mitte 2009 präsentiert Saab den Nachfolger des Flaggschiffs 9-5, der erstmals im Opel-Werk Rüsselsheim gebaut wird, sowie das Crossover-Modell 9-4X aus mexikanischer GM-Produktion. Allein der Crossover 9-4X soll einen signifikanten Absatzschub bringen. "Der 9-4X wird unser Modellportfolio erweitern und uns sowie unseren Händlern pro Jahr ein zusätzliches Absatzvolumen von 35.000 bis 40.000 Einheiten bringen."

Die Nachfolger der beiden Modelle 9-3 und 9-5 werden in Zukunft nicht mehr im Saab-Werk Trollhättan, sondern bei Opel in Rüsselsheim gefertigt. Trotzdem hofft Jonsson die Auslastung des Saab-Stammwerkes bei 100.000 Einheiten im Jahr halten zu können. "Im vergangenen Jahr haben wir in Trollhättan rund 100.000 Einheiten des 9-3 und 9-5 – jeweils als Limousine und Kombi – produziert. Diese Größenordnung wollen wir auch mit den zukünftigen Modellen nicht unterschreiten."

Nach Informationen von auto motor und sport wird Trollhättan ab 2009 den Astra-Nachfolger und ab Anfang kommender Dekade das neue Saab-Einstiegsmodell 9-1 herstellen. Einen Ausblick darauf gibt GM Anfang März auf dem Genfer Automobilsalon mit einem Konzeptmodell. Von den beiden Schwestermodellen sollen nach internen Planungen pro Jahr jeweils rund 50.000 Einheiten produziert werden.

Nach Informationen des Magazins plant Saab zudem, die Cabrio-Version des 9-3 in Zukunft nicht länger bei Magna Steyr in Graz fertigen zu lassen, sondern zurück nach Trollhättan zu holen. Jonsson betont im Gespräch mit auto motor und sport: "Das ist noch nicht entschieden." Aus Konzernkreisen verlautet indes, dass das Nachfolger-Modell auf der globalen Kompaktwagen-Architektur entwickelt und damit auch im schwedischen Stammwerk wirtschaftlich produziert werden könnte.

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