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Saab ohne Chinesen

Vertrag mit China-Partnern aufgekündigt

Saab Logo Schriftzug Foto: dpa 50 Bilder

Der akut vom Aus bedrohte Autohersteller Saab hat die Zusammenarbeit mit zwei als Rettungsanker vorgesehenen chinesischen Partnern aufgekündigt.

24.10.2011 dpa

Wie Saabs Muttergesellschaft Swedish Automobile (Swan) am Sonntagabend (23.10.) mitteilte, habe man ein vergangene Woche vorgelegtes Übernahmeangebot durch den Autohersteller Youngman und das Großhandelsunternehmen Pang Da abgelehnt. Von beiden zugesagte Überbrückungsgelder zur Zahlung von Löhnen und Gehältern seien nicht überwiesen worden.

Gericht wird über Sanierung entscheiden

Im westschwedischen Stammwerk Trollhättan steht die Produktion seit einem halben Jahr wegen Geldmangels und hoher Schulden still. Das zugesagte Geld aus China galt als einzige realistische Chance im Kampf gegen die drohende Pleite. Bis Ende dieser Woche muss ein Gericht über den Abbruch des laufenden Sanierungsverfahrens entscheiden. In Trollhättan sind 3.500 Mitarbeiter beschäftigt. Saab wurde Anfang vergangenen Jahres vom US-Konzern General Motors an den sehr kleinen niederländischen Sportwagenherstellers Spyker Cars verkauft.

Ende der Woche muss das zuständige Gericht in Vänersborg über den Abbruch des Sanierungsverfahren mit Gläubigerschutz entscheiden. Gibt es dem Antrag des bisherigen Zwangsverwalters Guy Lofalk darauf statt, gilt die Pleite für Saab als unausweichlich.
 
Lofalk sagte dem Wirtschaftsblatt "Dagens Industri" am Montag, er halte die Saab-Angaben über angeblich kurzfristig zugesagten Überbrückungshilfen durch die US-Finanzgesellschaft North Street Capital für wenig stichhaltig. Saab hat seit April praktisch keine Einnahmen mehr und ist hoch verschuldet.

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